Partnerschaft

Die Ja-Sager

Warum Paare gerade nichts lieber tun, als zu heiraten und welche Ehen die besten Zukunftsaussichten haben.

Veröffentlicht am 11.05.2018
Hochzeitspärchen.


Erinnert sich noch jemand an „wilde Ehen“? Das klang so schön nach Hippies, Hasch und Hedonismus. Vorbei. Die Zahl der echten Ehen steigt, 2016 gab es in Deutschland 410 000 Trauungen, zum dritten Mal in Folge mehr als im Vorjahr. Und die „Ehe für alle“, die letzten Sommer mit einer historischen Entscheidung beschlossen wurde, dürfte den Trend noch weiter befeuern. Doch warum wollen plötzlich alle ihre Liebe mit dem Trauschein besiegeln? Hat rechtliche und für viele auch finanzielle Vorteile. Sozialpsychologen sehen bei der Generation der 30-Jährigen aber auch eine neue Sehnsucht nach dem bürgerlichen Leben.

Dabei ist Heiraten immer noch ein mutiger Schritt: 15 Jahre hält eine Ehe im Durchschnitt, jede dritte wird geschieden. Das Trennungsrisiko, so US-Forscher, lässt sich übrigens minimieren: Wer sich im Alter zwischen 28 und 32 das Jawort gibt, bleibt länger zusammen. Auch die Kosten der Hochzeitsfeier sollte man im Blick haben. Bei protzigen Veranstaltungen (über 16000 Euro) ist die Scheidungsrate 3,5-mal höher, als wenn man sich an den goldenen Mittelwert hält (4000 bis 8000 Euro). Paare, die weniger als 810 Euro ausgeben, haben übrigens die besten Chancen auf eine goldene Hochzeit.