Julia Engelmann im Interview

„Poesie findet immer und überall statt“

Julia Engelmann ist als Poetry-Slammerin bekannt geworden. Nun hat sie ihre Alltagsdichtung vertont und ein erstes Album veröffentlicht. Was sie selbst zum träumen bringt, verrät sie im Interview.

Veröffentlicht am 19.12.2017
Julia Engelmann.

Poetry-Slammerin Julia Engelmann.


Vor Kurzem ist Ihre erste Platte „Poesiealbum“ erschienen. Welche Musik lässt Sie selbst zurzeit träumen?
Ich mag das neue Album von Lorde. Und Peter Fox geht immer!

Eine Zeile, die Ihnen morgens auf den Lippen liegt?
„I go to loud places to search for someone to be quiet with“ von The xx finde ich gerade sehr poetisch. Und ich mag „I have decided at 25 something must change“ aus dem Lied „Kreuzberg“ von Bloc Party – weil ich selbst 25 bin. 

Welchen Gedichtband würden Sie Lyrikliebhabern und solchen, die es werden wollen, empfehlen?
Die Briefe von Rainer Maria Rilke – großartig und inspirierend. Außerdem bringt mich „Grapefruit“ von Yoko Ono immer zum Lächeln.

Warum ist Poesie wieder zeitgemäß?
Weil sie immer und überall stattfindet für den, der sie sehen will. Sie ist für mich die Kunst, in allem etwas Schönes zu finden.