Panik im Job.

Keine Angst vor Montagmorgen!

Für viele Berufstätige ist das Wochenende schon Samstagmittag vorbei, weil sich die Angst vor der kommenden Arbeitswoche meldet. Psychologin Ruth Enzler Denzler weiß, wie man die Furcht vor dem Arbeitsalltag in den Griff bekommt.

Veröffentlicht am 29.08.2016
Sauber angeordnete Büroutensilien mit einem rosafarbenen Notizblock in Herzform.


Warum Angst im Job ein wichtiges Gefühl ist

Es gibt viele Bücher, die nicht halten, was sie versprechen. Bei "Keine Angst vor Montagmorgen" ist es umgekehrt. Es liefert mehr, als es verspricht. Die Psychologin Ruth Enzler Denzler hat sich intensiv mit dem Thema Angst auseinandergesetzt und dann ihr Wissen auf den Bereich "Angst im Berufsalltag" angewendet. Ihr Buch bietet Erste Hilfe für alle, die bereits am Wochenende Angst vor Montagmorgen haben.

Angst ist ein wichtiger Motivator

"Keine Angst vor Montagmorgen" ist kein Rezeptbuch. Es beinhaltet keine schnellen Ratschläge, und das ist auch gut so. Denn das Thema ist zu ernst. Und das Wichtigste ist, erst einmal zu verstehen, um was es sich bei dem "Sonntagabend-Blues" handelt. Für Ruth Enzler Denzler ist Angst der wichtigste Motivator im Leben. Sie bewahrt uns davor, unvorsichtige Dinge zu tun und mir nichts dir nichts Kopf und Kragen zu riskieren.

Andere Menschen, andere Ängste

Nicht jeder Mensch hat die gleichen Ängste. Dennoch lassen sie sich in drei wesentliche Typen kategorisieren. Da ist zum einen der "soziale Typ" Er wird getrieben von der Angst, ausgeschlossen zu werden. Dazu kommt der "Erkenntnistyp", der Angst vor dem Stillstand hat. Und schließlich der Ordnungsstrukturtyp, der Angst vor dem Gewöhnlichsein hat. Aus der Bewältigung dieser Ängste resultieren wichtige Impulse. Der soziale Typ schafft Gemeinschaft, der Erkenntnistyp bricht zu neuen Ufern auf und der Ordnungsstrukturtyp versammelt eine Mannschaft hinter sich und packt große Dinge an. Kritisch wird es erst, wenn das Bewältigen der Angst extreme Formen annimmt. Wir haben es dann mit Narzissten zu tun, mit schizoiden Persönlichkeiten oder mit handfesten Depressionen.

Woher die Angst vor Montagmorgen kommt

Die Autorin vermittelt dieses Wissen anhand realistischer Beispiele aus dem Berufsalltag. Sie schafft es, zu zeigen, wo und wie der diffuse "Sonntags-Blues" in unserem Körper komponiert wird. Und sie zeigt vor allem, wie er sich dirigieren lässt. Es ist das Verdienst dieses Buches, vermeintliche Schwierigkeiten im Job mit den ureigenen Grundmotiven in Verbindung zu bringen. So zeigt sich, dass nicht unbedingt die Kollegen "Schuld" sind, sondern dass unter Umständen das aktuelle Job-Profil überhaupt nicht zum Persönlichkeitstyp passt. Und auch für schwierige Fälle ist Ruth Enzler Denzlers Buch gut. Sie kennt ihre Grenzen als Autorin und sagt, ab wann es wichtig ist, professionelle Hilfe zu suchen.

Managementbuch.de-Fazit: Emotionen werden im Berufsleben oft ausgeblendet. Mit dem Ergebnis, dass sie sich auf Umwegen um so stärker Bahn brechen. Umso besser, dass Ruth Enzler Denzler mit diesem Buch einen leicht verständlichen Einstieg in die Psychologie der Angst bietet und zeigt, wie ein produktiver Umgang damit möglich ist.