Schöne Beine

Netter Auftritt

Der beste Zeitpunkt, um die Beine für den Sommer fit zu machen? Jetzt. Hier ein paar Tipps und Tricks, wie das am besten funktioniert.

Veröffentlicht am 10.04.2018
Sommer-Beine.


Ganz ehrlich: Wer beim Anblick dieser Beine sofort an Photoshop denkt, hat nicht ganz unrecht. Aber straffe Schenkel, schlanke Waden, Knackpo und ein eben­mäßiges Hautbild erreicht man auch ohne Retusche. Was es dafür braucht: ein effektives Fitnessprogramm, einen ausgereiften Pflegeplan und das richtige Zubehör fürs Feintuning.

1. Reine Trainingssache? 

Size Zero und Streichholzbeine sind zum Glück out. Gefragt ist eine straffe Silhouette, und bei der kommt es auf drei Stellschrauben an: Ernährung, Muskelauf- und Fettabbau. Komplexe Kohlenhydrate (Vollkorn), gute Fette und ausreichend Proteine (mindestens 1,3 g pro Kilo Körpergewicht) zu sich nehmen und auf eine Kombi aus Kraft- und Ausdauertraining setzen, idealerweise mehrmals pro Woche – dann sieht man schnelle und dauerhafte Resultate. Zugegeben, das verlangt einem einiges ab, entscheidend ist aber nicht, wie lange, sondern wie intensiv man trainiert. Bereits kurze Intervall-Einheiten oder Functional Trainings (also dynamische Übungen mit dem eigenen Körper­gewicht) fördern den Muskelaufbau langfristig. Extra-Muskelmasse verbrennt mehr Kalorien und mehr Fett.

Zusätzliche Joggingrunden kurbeln die Verbrennung weiter an. Anfänger sollten laut Functional Trainer Patrick Herzog aus München beim Kraft­training Folgendes beachten: „Wer sein Körpergewicht nicht stemmen kann, beispielsweise bei Ausfallschritten, sollte sich nicht mit schweren Gewichten über­nehmen.“ Anders bei Fortgeschrittenen, ihr Körperfett­anteil ist geringer und das Fitnesslevel höher. Hier empfiehlt Sportwissenschaftler Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln Übungen mit schweren Gewichten und wenigen Wiederholungen. Wer gleich durchstarten will: siehe unten. Vorher unbedingt gründlich aufwärmen!

Beine.


2. Straffes Programm: drei effektive Übungen für zu Hause

Equipment braucht man nicht, aber Durchhaltevermögen. Für alle Übungen gilt: Hüftbreit stehen, Bauch anspannen, Rücken strecken, Knie nicht über die Zehenspitzen schieben. Je 10 bis 15 Sets pro Übung. Wiederholungen und Tempo langsam steigern. 

Squats 

Füße leicht nach außen drehen, Arme ausstrecken. Gewicht auf die Fersen verlagern und den Po nach hinten unten schieben, bis sich die Oberschenkel parallel zum Boden befinden. Oberkörper leicht nach vorne beugen. Beim Aufrichten die ­Spannung halten. Wiederholen.

Functional Lunges

Mit dem linken Bein einen kleinen Schritt nach vorne machen und in die tiefe Hocke gehen. Das rechte Knie bleibt dabei knapp über dem Boden. Zeitgleich mit der rechten Hand vor dem linken Fuß auftippen. Aufrichten. Bein und Armwechseln.

Lunges

Arme anwinkeln, Hände in die Taille. Mit dem linken Bein einen großen Schritt nach vorne machen. Das rechte Knie absenken, aber nicht ablegen. Kurz halten, aufrichten, wiederholen. Bein wechseln.

3. Viel bringt viel

Zumindest beim Thema Abwechslung. Einseitiges Training wird auf Dauer nicht nur langweilig, der Körper gewöhnt sich an die Intensität, die Muskel­leistung stagniert. ­Also lieber öfter was Neues probieren, z. B. die Powerbands (1) von Let’s Bands (3er-Set mit leichtem, mittlerem und schwerem Übungsgrad, 30 Euro): Sie intensivieren Übungen wie Squats – der Widerstand wird gesteigert, die Spannung bleibt ­konstant. Funktioniert auch mit Kurzhanteln (2), z. B. in der ­Design-Version von Hock (600 Euro). Ideal für schwaches Bindegewebe: Die „Powerleggs“-Leggings (3) fördern beim Sport die Durchblutung, aktivieren den ­Lymph­fluss und verbessern nachhaltig das Hautbild. Ab 60 Euro.

Trainings-Produkte.


4. Nach dem Workout

Ausgepowert? Badesalz ­„Re-Charge Black Pepper Sport Muscle Soak“ von ­Molton Brown lockert die Muskeln, 25 Euro. Erfrischt müde Beine: „Sport Addicted Refreshing & Tonic Cryo Gel“ von Pupa, 18 Euro.


5. Kleine Pikser, straffende Wirkung

Mit knapp 400 Mikronadeln dringt die „Beauty Mouse“ von Dermaroller (99 Euro) in die oberste Hautschicht ein und soll so Cellulite mindern, das Hautbild verbessern und die Kollagenbildung ankurbeln. Beine mit Waschgel reinigen, danach die Maus sternförmig und mit sanftem Druck über Oberschenkel, Po, Knie-Innenseiten und Waden gleiten lassen. Eincremen, fertig. Wöchentlich anwenden. 

Beauty-Mouse.


6. Schnell schön

Makellose Haut und längere Beine? Lassen sich mit Selbstbräuner und Sprüh-Foundation faken. Für ein gleichmäßiges ­Ergebnis erst peelen, dann eine Feuchtigkeitspflege auftragen. Anschließend mit einem speziellen Handschuh Selbstbräunergel auftragen (z. B. „Self Tan Express Bronzing Mousse“ von James Read, 36 Euro). Sobald der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, mit einer wasser­festen Sprüh-Foundation (z. B. „Airbrush Legs Makeup“ von Sally Hansen, 15 Euro) Äderchen abdecken und mit einer dunkleren Nuance die Außen- und ­Innenseiten der Beine ­ansprühen. Übergänge gut verblenden! Schummelt ein paar Zentimeter Umfang weg und verlängert die Beine optisch.


7. Was bei Besenreisern und Krampfadern hilft

60 Prozent der Frauen leiden an einer Venenschwäche, hat eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie ergeben. „Die Ursache ist meist genetisch – Besenreiser und Krampfadern sind Zeichen für ein schwaches Bindegewebe“, erklärt Hautfachärztin Livia Zanardo aus Fürth. Die gute Nachricht: Es gibt vielseitige Behandlungsmethoden. Feine Adergespinste (Besenreiser) können je nach Ausprägung in mehreren Sitzungen beim Facharzt verödet werden (Kosten ab ca. 100 Euro). Krampfadern, also erweiterte Venen, verschließt der Phlebologe zum Beispiel mit speziellem Venen­kleber. Vorteil: schnelle Ergebnisse, keine Lokalanästhesie, keine Verbände. Die Kosten von 1500 bis 3000 Euro werden nur in medizinisch begründeten Fällen von einigen ­gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

8. Die richtige Pflege

Ebenmäßige Beine brauchen konstante Pflege. Dermatologin Livia Zanardo empfiehlt: Zweimal pro Woche peelen und regelmäßig cremen. Wer unter schwachem Bindegewebe leidet, verwendet Straffungslotionen. Sie regen laut Expertin die Durch­blutung an, können Cellulite natürlich nicht weg­zaubern, aber leicht mindern. Vermehrtes Schwitzen, enge Kleidung oder Mikroverletzungen beim Rasieren – all das kann zu Unreinheiten führen. Anti­bakterielle Reinigungsgele halten Pickel in Schach, während fruchtsäurehaltige Cremes vor der Rasur helfen, Irritationen zu vermeiden. ­Lästige Härchen kann der Dermatologe per Laser entfernen – nicht ganz schmerzfrei, aber effektiv. 

Mehr Feuchtigkeit

Hydratisiert intensiv: „Skin Fitness Instant Smoothing & Moisturizing Body Treatment“ von Biotherm, 45 Euro. Reichhaltig: „La Source Ultra-Moisturising Foot & Leg Therapy“ von Crabtree & Evelyn, 24 Euro. 

Produkte, die der Haut Feuchtigkeit spenden.


Glattere Haut

Stimuliert mit Zitrone: Peeling „Exfo-Lite Stimulating Salts for Legs“ von Legology, 55 Euro. Duftet herrlich: „Body Scrub Coffee“ von Le Labo über Ludwig Beck, 41 Euro. Für sehr trockene Haut: „Sparkle Skin Body Exfoliating Cream“ von Clinique, 32 Euro. 

Produkte für glatte Beine.


Straffere Beine

Glättet mit reinem Koffein: „Cellu Destock Pure Caffeine 5 %“ von Vichy, 26 Euro. Festigt die Silhouette: „Body Fit Anti-Cellulite Contouring Expert“ von Clarins, 54 Euro. 

Produkte für straffe Beine.