Fashion-Trends: Beachwear

So tragen wir Bademode – früher und heute!

Was macht einen Tag am See oder Urlaub am Strand perfekt? Die passende Beachwear! Wie sich Bademode im Laufe der Zeit verändert hat, wie wir sie diesen Sommer tragen, plus ein kleiner Ausblick auf die brandneuen Trends für kommendes Jahr.

Veröffentlicht am 27.05.2018
Frau mit Streifen-Bikini am Strand

Auf geht's zum Strand − so tragen wir Bademode im Sommer 2018!


Bademode für Damen im Wandel der Zeit 

Sogenannte "Badekleider" tauchen um das 19. Jahrhundert zum ersten Mal auf. Damals noch lang und üppig, inklusive Schal, Handschuhe und Haube, um die Haut vor der Sonne zu schützen. Ziemlich unpraktisch zum Baden! Mit den Goldenen Zwanzigern werden die Modelle dann knapper, bunter und der Ausschnitt etwas tiefer. 

Bademode wird ein Zeichen des Aufbegehrens: Frauen tragen bewusst immer kürzer werdende "Kostüme", um zu zeigen, dass sie mit den strengen, viktorianischen Zeiten nicht mehr einverstanden sind.

England, 1921: Frauen in Bade-Kostümen.

England, 1921: Vier Frauen in "Bade-Kostümen".


Paris, 1946: Der erste Bikini wird vorgestellt. Die feine Gesellschaft ist zunächst entsetzt, der Vatikan verurteilt die Bademode als "zu entblößend". In Italien und Spanien wird er sogar verboten. Erst mit der freizügigen 1968er-Bewegung setzt sich der Bikini richtig durch.

Frau mit Bikini aus dem Jahr 1950

Ein typischer Bikini aus dem Jahr 1950. 


Vor allem jüngere Frauen greifen in den 1970er- und 1980er-Jahren bevorzugt zu dem Zweiteiler. Der Vorgänger "Badeanzug" wird jetzt mehr im Schwimmsport und von älteren Damen getragen. In den 1990ern feiert der Klassiker allerdings sein Comeback, nicht zuletzt durch die US-amerikanische Serie "Baywatch" ausgelöst. Der Beinausschnitt wird höher, die Bademode deutlich knalliger und figurbetonter.

1995: Pamela Anderson im knallroten Badeanzug in

1995: Pamela Anderson im knallroten Badeanzug in "Baywatch"


Der Klassiker: Badeanzug

Der praktische und bequeme Einteiler sitzt wie eine zweite Haut und macht alles mit. Ein Badeanzug ist perfekt für kleine Frauen, denn er streckt optisch in die Länge. Außerdem schmeichelt die Bademode fast jeder Figur. Für die Strandbar einfach schnell ein paar Shorts oder einen Rock drüber ziehen – fertig ist der Beach Look an Land. 

Welcher Badeanzug passt zu mir?

Aktiv: Ein Modell mit breiten Trägern und kleinem runden Ausschnitt eignet sich gut für sportliche Aktivitäten im und am Wasser. Beim Bahnen schwimmen oder Beachvolleyball verrutscht bei dieser Bademode so schnell nichts.

Passiv: Zum Relaxen und Sonnen ist ein schulterfreier Badeanzug im Bandeau-Schnitt perfekt. Er ist nicht nur ein sexy Blickfang, sondern lässt uns obenrum auch nahtlos braun werden – keine lästigen Streifen (auf den Schultern) mehr!

Viel Oberweite: Hier passt ein Modell mit Bügeln und vorgeformten Cups sehr gut. Es bringt die Brust in Form und stützt sie zusätzlich. Bademode in dunklen Farben verkleinert einen großen Busen optisch.

Wenig Oberweite: Helle Farben und/oder bunte Muster lassen eine kleine Brust größer wirken. Rüschen oder Volarts tragen obenrum ebenfalls auf. Badeanzüge mit wattierten Einsätzen verschaffen uns ein volleres Dekolleté (Push-up-Effekt). 

Breite Schultern: Ein Modell mit V-Ausschnitt macht die Schulterpartie optisch schmaler. Je dünner die Träger, desto besser der Effekt. Schicke Alternative: Ein moderner One-Shoulder-Badeanzug, bei dem nur eine Schulter bedeckt ist.

Kleines Bäuchlein: Bademoden mit Längsstreifen strecken, in Wickel-Optik oder mit Raffungen kaschieren zusätzlich Pölsterchen am Bauch. Top: Ein Modell mit V-Ausschnitt oder dunkel gefärbten Seiten und einer helleren Mitte.

Schwanger: Für werdende Mamas gibt es spezielle Umstandsbadeanzüge. Sie wachsen in der Schwangerschaft mit und verschaffen dem Babybauch genügend Platz.

Der Allrounder: Bikini

Die beliebteste Bademode für Damen ist und bleibt der Zweiteiler. Top und Höschen sind beim Bikini separat. Vor allem ideal für Frauen, die oben und unten unterschiedliche Größen haben. Im Sommer tragen wir das Bikini-Oberteil auch gerne als raffinierten Kontrast unterm Kleid oder der Bluse.

Welcher Bikini passt zu mir?

Viel Oberweite: Die Träger sowie der Steg in der Mitte sollten möglichst breit sein. Bademode mit vorgeformten Cups stützt große Brüste zusätzlich. Finger weg von Triangel-Bikinis – sie geben nicht genügend Halt.

Wenig Oberweite: Knallige Farben und wilde Muster machen einen kleinen Busen optisch größer. Oberteile mit Fransen, Stickereien oder Schleifen mogeln uns ebenfalls ein volleres Dekolleté. Top: Push-up-Bikinis!

Breite Schultern: Ein Neckholder-Top lässt unsere Schulterpartie schmaler wirken. Dünne Träger verstärken den Effekt, dicke tragen mehr auf. Bunte Slips oder gemusterte Panties lenken ebenfalls von breiten Schultern ab.

Wenig Taille/schmale Hüften: Optimal ist hier ein (Triangel-)Bikini zum Schnüren. Verspielte Bänder schmeicheln einer eher sportlichen Figur. Etwas mehr weibliche Rundungen zaubern gemusterte Bademoden oder Höschen mit Rüschen.

Breite Hüften/großer Po: Dunkle Bikini-Slips mit breitem Seitenbund und hohem Beinausschnitt kaschieren Problemzonen untenrum. Panties oder Höschen mit kleinem Rock umspielen geschickt einen großen Po.

Breite Oberschenkel: Je auffälliger das Top, desto mehr lenkt es den Blick weg von kräftigen Beinen. Bademode in bunten Farben und extravaganten Mustern ist obenrum ideal. Ein Bandeau-Top gleicht breite Oberschenkel ebenfalls optisch aus.

Kleines Bäuchlein: Besonders beliebt sind hier Highwaist-Slips, die sehr hoch und etwas lockerer geschnitten sind. Sie verdecken geschickt einen kleinen Bauchansatz. Alternative: Der sogenannte "Tankini" (siehe unten)!

Die Alternative: Tankini

Für alle Frauen, für die der Badeanzug zu langweilig, der Bikini jedoch zu freizügig wirkt, ist er die optimale Lösung: Ein Tankini. Die Bademode aus Panty und Tank Top bedeckt den Bauch, kaschiert Pölsterchen und sitzt meist etwas lockerer auf den Hüften. Ebenfalls von Vorteil: Oberteil und Höschen lassen sich je nach Lust und Laune (auch einzeln) kombinieren.

So tragen wir Bademode 2018 ...

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Der Badeanzug-Trend:

Der heißeste Beach Look diesen Sommer lautet: Monokini! Eine sexy Variante des Badeanzugs. Oberteil und Höschen sind miteinander verbunden, zeigen allerdings mehr Haut. Deswegen bezeichnen viele den Monokini auch als "einteiligen Bikini". Je nach Modell gibt es die Bademode mit raffinierten Schnürungen, trendigen Wickel-Kreationen, funkelnden Anhängern oder glänzenden Ringen. Besonders im Trend sind gerade auffällige Animal- oder Blumen-Prints.

Der Bikini-Trend:

Diesen Sommer tragen wir den Zweiteiler mit verspielten Schleifen- und Knoten-Details. Besonders modisch und auffällig wirkt der Bademode-Trend 2018 in Kombination mit Bandeau- oder Triangel-Modellen. Die Farben: Sonnengelb, Rosé oder Beige. In Sachen Muster setzen wir bei geknoteten Bikinis auf sportliche Streifen oder verspielte, große oder kleine, Punkte.

... und das sind die Trends fürs kommende Jahr!

Im Sommer 2019 wird es in Sachen Bademode elegant, glamourös und fast schon königlich. Die Trend-Farben: Gold und Weiß. Der Monokini bleibt uns erhalten und erstrahlt in reinem Gold, mit edlem Schmuck verziert. In Kürze zeigen wir euch hier noch mehr Bilder von den aktuellen Bademoden-Looks für Sommer 2019!

Die Bademode für Sommer 2019 erstrahlt in Gold und Weiß.

Die Bademode für Sommer 2019 erstrahlt in Gold und Weiß.


Autor: Rebecca Kapfinger