Tipps für kleine Wohnungen

Raum-Wunder

Klar, aus einer Mini-Wohnung wird nie ein Schloss. Aber fehlende Quadratmeter kann man mit klugen Ideen und smarten Möbeln wettmachen.

Veröffentlicht am 22.05.2018

Runde Formen 

Abgerundete Satztische, die sich ineinanderschieben oder stapeln lassen, nehmen optisch weniger Platz ein als eckige und sind flexibel einsetzbar – als Couch- und Beistelltisch oder als Bar bei Einladungen. Laut Feng-Shui fließt die Energie besser um Rundes – in kleinen Apartments nicht ganz unwichtig. „LJH“–­Sofatisch von Kann Design (in verschiedenen Ausführungen), 760 Euro, kanndesign.com


Raumteiler

Paravents sind das Deko-Element des Jahres. In Mikrowohnungen haben sie auch noch Makrofunktion: Sie unterteilen Lebensbereiche, schaffen Privatsphäre, lassen sich nach Bedarf zusammenklappen und – unschlagbares Argument – verstecken auch mal Unordnung. Die filigrane Gitter­konstruktion ist Garderobe und Paravent in einem: „Apparel“ mit Spiegel von Opinion Ciatti, 1070 Euro, opinionciatti.com


XL-Couch

Klingt paradox, ist aber ein erprobtes Mittel von Interiorprofis: Große Sofas mit möglichst klaren geometrischen Formen in kleinen Räumen platzieren. Denn, so die Idee dahinter, lieber ein Statement-Teil als viele kleine Elemente. Das beruhigt den Raum und wirkt großzügig. Gemütlich ist es obendrein. Sofa „Moss“ von Cor, dank seiner Metallfüße weniger massiv. In drei Breiten, ab 5220 Euro. 


Extravagante Wände

Helle Farben, aufeinander abgestimmte Naturtöne? Kann man machen, wirkt aber brav. Opulente Tapeten oder dunkle Anstriche machen aus Kammern Schmuckkästen. Mit Botanik-Motiven entsteht ein Gefühl von Weite. Wandbilder, wie z. B. Raumfluchten, sorgen für einen Trompe-l’Œil-Effekt. Tapete „Hollywood Palm“ (in vier Farben) von Cole & Son, 199 Euro/Rolle. 


Lange Beine

Je mehr Bodenfläche frei bleibt, desto größer wirkt ein Raum. Deshalb gilt grundsätzlich: Lieber in die Höhe planen. Schränke oder Sideboards „schweben“ lassen und auf langbeinige Möbel setzen. Bei der Einrichtung darauf achten, dass beruhigende Sichtachsen entstehen. Das gelingt, wenn Möbel auf einer einheitlichen Höhe bleiben. Büfett „AK 2750“ in Eiche von Naver Collection, 2600 Euro, navercollection.dk


Kachel-Kunst

Mini-Küchen(-zeilen) und winzige Bäder brauchen bei der Gestaltung besondere Zuwendung. Handgefertigte Fliesen mit glänzender Oberfläche oder besonderem Dekor reißen mehr raus als Standardware aus dem Baumarkt, logisch. Und sind, kleiner Trost, durch die überschaubare Fläche trotzdem noch bezahlbar. „Vesta“ aus der österreichischen Fliesenmanufaktur Karak, ab 700 Euro/m2, karak.at


Alleskönner

Je weniger Möbel, desto luftiger wohnt es sich in kleinen Räumen. Was hilft, sind Multitalente, z. B. ein Pouf mit Stauraum, eine Leiter mit Garderobenfunktion, ein Beistelltisch, der auch als Sitzplatz oder Tablett fungiert und leicht genug ist, um ihn durch die Wohnung zu tragen. „Handle Table“ und „Stool Table“ aus der „Melange“-Kollektion von Monika Förster für Wittmann, ab 735 Euro, wittmann.at


Teppich-Zonen 

Um verschiedene Bereiche – Essplatz, Wohnecke – zu definieren, sind Teppiche die erste Wahl. Angesagt: Layering, mehrere Teppiche miteinander zur idealen Größe arrangieren. Bei kleinen Räumen vor die Couch legen und 20 bis 30 Zentimeter zur Sofalänge addieren. Quadratische Teppiche nur in quadratische Räume! Teppich „Jardin intérieur“ von India Mahdavi für La Manufacture Cogolin, Preis auf Anfrage, manufacturecogolin.com