Zustellservice der Zukunft

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Lieferadresse Kofferraum: Pakete sollen jetzt in parkende Autos zugestellt werden können. Wie das funktioniert? Ganz einfach über Auto-Registrierung und GPS.

Veröffentlicht am 16.12.2017
Zustellservice in der Zukunft.


Sie sind in etwa so beliebt wie Strafzettel oder der Stapel unsortierter Belege für die Steuererklärung: Abholscheine. Für die kleinen Zettel mit der Krakelnotiz „Konnte nicht zugestellt werden“ wurde das augenrollende Emoji praktisch erfunden. Wer selten zu Hause ist und/oder schwer bestechliche Nachbarn hat, seine Online-Bestellungen aber nicht jedes Mal am anderen Ende der Stadt abholen will, darf nun auf das neueste Pilotprojekt der Deutschen Post hoffen: Sie will Pakete künftig auch an parkende Autos liefern.

Ähnlich wie beim Carsharing findet der Paketbote das registrierte Fahrzeug über GPS. Mit einem speziellen Code kann er den Kofferraum dann einmalig öffnen, um die Lieferung hineinzulegen, egal ob vor der Haustür oder dem Büro. Das funktioniert auch für Retouren. Die Testphase läuft noch bis April. Wer nun sagt: „Isch abe gar kein Auto“, kann entweder doch anfangen, seine Nachbarn zu bestechen, oder sich als Testperson melden. Ausgewählte Probanden ­bekommen für vier Wochen ein Auto und sollen natürlich fleißig bei den bislang teilnehmenden Online-Shops (wie beispielsweise Amazon oder Outfittery) bestellen. Gefällt auch: dem Weihnachtsmann.