Vom Boxring auf den Laufsteg

Boxer Braids: So gelingen die doppelten Zöpfe

Caro Daur mit geflochtenen Boxer Braids | © Getty Images | Jeremy Moeller
Vom Boxring in die Modewelt: Boxer Braids haben den Sprung geschafft!
Foto: Getty Images | Jeremy Moeller

Von der Sportfrisur zum Laufsteg- und Red Carpet-Look: Boxer Braids haben den Wandel geschafft. Ursprünglich wurden die geflochtenen Zöpfe – wie der Name schon sagt – beim Boxsport getragen, um das Haar zu bändigen und aus dem Gesicht zu halten. Einen ersten Hype erlebten die Braids, als Hilary Swank sie im oscarprämierten Film „Million Dollar Baby“ im Boxring trug. Während die Zöpfe damals „nur“ zur beliebten Frisur fürs Gym avancierten, sind sie mittlerweile bei Stars wie Chiara Ferragni oder Karlie Kloss die erste Wahl, wenn es um Haarstyles für den roten Teppich oder die Fashion Week geht.

Boxer Braids Tutorial: So macht ihr die geflochtenen Zöpfe

Die Flechtfrisur ähnelt von der Art des Flechtens dem klassischen französischen Bauernzopf. Der einzige Unterschied ist, dass die Haare von unten, statt von oben in den Zopf integriert werden – quasi wie bei einem Dutch Braid. Klingt kompliziert? Keine Angst, mit der richtigen Boxer Braids Anleitung, ist das Haare flechten auch für Neulinge kein Problem.

So geht's:

Zieht zunächst einen exakten Mittelscheitel von der Stirn bis in den Nacken und teilt die Haare in zwei gleich starke Teile. Bindet das Haar auf der linken Seite erst einmal zu einem Zopf, damit sie beim Zöpfe flechten nicht im Weg sind. Teilt alle Haare der rechten Seite – inklusive Deckhaar – in drei gleich große Strähnen.

Boxer Braids sollten möglichst in der Mitte zwischen Ohr und Mittelscheitel verlaufen. Setzt also mittig und nah an der Stirn an. Nun nehmt ihr die rechte Strähne und führt diese unter der mittleren Haarpartie hindurch, sodass sie zum mittleren Strang wird und die mittlere Strähne nach rechts wandert. Nun die linke Strähne nehmen und das Ganze wiederholen. Bevor es auf der rechten Seite weitergeht, nehmt ihr eine dünne Strähne vom losen Haar in die jeweils zu flechtende Strähne auf. Wiederholt diesen Schritt bis ihr im Nacken angekommen seid und flechtet dann ganz normal bis in die Spitzen weiter, bevor ihr alles mit einem Haargummi fixiert. Das Gleiche wiederholt ihr nun Schritt für Schritt auf der anderen Seite des Scheitels.

Wem stehen Boxer Braids?

Das Tolle an dieser raffinierten Flechtfrisur? Für jede Haarlänge gibt es die passende Variante, sodass sie jeder Frau steht und immer gut aussieht. Bei dünnen Haaren sollte man eher locker flechten, damit die Zöpfe nicht zu dünn werden. Bei dickem oder krausem Haar hingegen könnt ihr die Boxer Braids schön straff ziehen. So haltet ihr selbst die widerspenstigen Haarsträhnen im Zaum.

Boxer Braids kurze Haare

Bei vielen Flechtfrisuren sind lange Haare Voraussetzung – anders bei den Boxer Braids. Dadurch, dass der Look bereits ab der Stirn und nah am Kopf geflochten wird, können die doppelten Braids selbst bei Frauen mit schulterlangen Haaren problemlos gestylt werden. Bei kürzeren Haarschnitten enden die Zöpfe dann meist schon im Nacken. Sind die Braids sehr kurz, können sie am Kopf unter die Enden der Flechtfrisur geschoben und versteckt werden.

Inspiration gefällig? Varianten der Boxer Braids flechten

Boxer Braids mit verspielten Längen

Besonders verspielt und weiblich sind Boxer Braids, wenn diese locker bis in den Nacken geflochten und dann jeweils zu einem normalen tiefen Pferdeschwanz zusammengenommen werden. Für einen schönen Übergang zwischen Braids und Pony Tail könnt ihr die Haargummis noch mit einer dünnen Haarsträhne umwickeln und in die Längen leichte Wellen machen.

Glamouröse Boxer Braids mit Accessoires

Ein paar Perlen, Steine oder Haarklammern und schon sind die Boxer Braids abendtauglich. Für das glamouröse Styling macht ihr euch normale Braids und fixiert diese am Ende mit einem dünnen farblosen Haargummi. Die Accessoires dann an den gewünschten Stellen ins Haar geben. Am Kopf halten Haarnadeln mit Schmucksteinen übrigens am besten. In den Zöpfen selbst greift ihr zu Accessoires mit kleinen Spiralen. Diese könnt ihr an der gewünschten Stelle einfach in den Zopf hineindrehen.

Geflochtene Haare: Ideen, Stylings & Anleitungen

Streetstyle mit geflochtenen Haaren | © Getty Images | Christian Vierig

Aus zwei mach eins

Die Boxer Braids-Variante von Influencerin Leonie Hanne benötigt etwas mehr Geschick. Beim Styling geht ihr zunächst vor wie bei normalen Boxer Braids. Ihr flechtet bis in den Nacken und fasst dort beide geflochtenen Zöpfe zu einem zusammen. Unser Tipp: Es kann helfen, wenn ihr die beiden Zöpfe im Nackenbereich mit einem weichen Haargummi locker zusammenfasst und mit diesem im Haar weiterflechtet. Der Haargummi dient aber nur als Flechthilfe und muss so locker sein, dass ihr ihn anschließend einfach entfernen könnt, ohne die Frisur zu zerstören. Wer noch einen zusätzlichen Twist in die Frisur bringen möchte, versucht sich in den Längen an einem Fischgrätenzopf.

Tipps: So gelingen Boxer Braids

  • Wie lange halten Boxer Braids? Das hängt ganz davon ab, wie eng ihr die Zöpfe flechtet. Ein Trick, damit euer Flechtwerk länger hält: Feuchtet die Haare vorher leicht an, so verbinden sich die einzelnen Strähnen besser miteinander.

  • Kämmt eure Haare vorab gut durch, das erleichtert euch das Flechten und ihr könnt die einzelnen Strähnen besser in die Braids aufnehmen.

  • Linkshänder fangen am besten auf der linken Seite an, Rechtshänder auf der rechten. Wird die starke Hand zuerst beansprucht, verinnerlicht ihr die Flechtbewegungen und seid für die schwächere Seite schon in Übung.

Das perfekte Styling zu Boxer Braids

Wie bei jeder Flechtfrisur gibt es auch bei den Boxer Braids zahlreiche Styling-Möglichkeiten. Damit der Look insgesamt nicht zu sportlich wirkt, könnt ihr beim Outfit durchaus einen Stilbruch wagen: Blusen, Kleider oder Pullis aus edlen Materialien wie Seide, Wolle, Spitze oder Organza minimieren den sportlichen Charakter der Frisur und verleihen ihr feminine Leichtigkeit. Für die gewisse Coolness sorgen lässige Oversize-Schnitte.

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