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Delay Washing: So sparst du bei der Haarwäsche Energie und Wasser

Glückliche rothaarige Frau  | © Getty Images/Deagreez
Experten raten davon ab, täglich die Haare zu waschen. Warum von Delay Washing nicht nur die Haare profitieren!
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No Poo ist schon lange kein heißer Trend mehr. Mittlerweile haben Stylist*innen, Expert*innen und Dermatolog*innen uns eindringlich nahe gebracht, dass es nicht ratsam ist seine Haare täglich zu waschen und vor allen täglich zu shampoonieren. Hinzu kommt nun aber, der Vorsatz möglichst viel Energie zu sparen und ein neuer Trend: Delay Washing.

Das heißt, vom Haarewaschen ohne Shampoo gehen wir nun über zum Nicht-Waschen - zumindest so lange wie möglich nicht waschen. Denn das soll nicht nur Vorteile für die Kopfhaut und die Haare bringen, sondern eben auch noch Wasser und Energie sparen.

Delay Washing - Gut für die Haare und gut für den Energieverbrauch

Was passiert, wenn wir jede Haarwäsche in Zukunft um einige Tage hinauszögern können? Wie viel Energie sparen wir wirklich?

  • Nach einer Weile werden die Haare gesünder, sobald die Kopfhaut ausbalanciert ist und die Haare besser mit den natürlichen Fetten von der Kopfhaut versorgt sind.

  • Die Talgproduktion pendelt sich mit der Zeit ein, wenn die natürlichen Öle der Haut nicht täglich weggespült werden.

  • Die Haare werden tatsächlich voluminöser. Wer also dachte, sie würden schwer und ölig werden, der muss der Mähne nur etwas mehr Zeit geben.

  • Die Längen werden griffiger und bekommen mehr Textur.

  • Gesünderes Haar braucht auch weniger Styling- und weniger Pflege-Steps, somit verwenden wir weniger Produkte und produzieren weniger Müll.

  • Ein herkömmlicher Duschkopf verbraucht während einer Dusche zwischen 12 und 15 Liter pro Minute. Damit liegt der Gesamtverbrauch beim Duschen zwischen 40 und 150 Liter. Ohne Shampoonieren, ohne Conditioner und sonstige Pflege ist die Duschzeit viel kürzer. Wir sparen Zeit, Wasser und Energie! 

  • Wer seine Haare weniger oft wäscht, muss auch weniger föhnen und spart noch mehr Energie und Strom.

Keine Sorge, wir wollen natürlich nicht behaupten: Wascht eure Haare so lange nicht mehr, bis eure Kopfhaut juckt. Es gibt Wege, die Haarwäsche hinauszuzögern, die viel angenehmer und on top auch stilsicherer sind.

Feines oder dünnes Haar wird schneller fetten, während dickes Haar sich am Anfang vielleicht trockener anfühlen wird. In beiden Fällen gilt: Langsame kleine Steps und Geduld führen zum Ziel. Wer eine Vorgeschichte mit Haut- oder Kopfhautproblemen hat, sollte mit ein*er Dermatolog*in sprechen, bevor man seine Haare entwöhnt. Ansonsten ist Delay Washing und der längere Verzicht auf Shampoo aber unbedenklich.

Nun gibt es verschiedene No Poo Methoden, die allerdings alle mit Wasser arbeiten und lediglich auf Shampoo und chemische Reinigungsmittel verzichten. Da die Delay Washing Methode aber auch Wasser und Energie sparen soll, bleiben die Haare hierbei trocken. 

Wie funktioniert Delay Washing?

  1. Zunächst hilft es, die Haare nach der Haarwäsche lufttrocknen zu lassen. So wird die Kopfhaut nicht von der Föhnluft ausgetrocknet und hat nicht sofort das Bedürfnis, Talg nachzuproduzieren.

  2. Die Haare täglich gründlich zu bürsten hilft, den Talg von der Kopfhaut zu verteilen, schließt die Schuppenschicht der Haare in den Längen, sodass sie weniger Feuchtigkeit verlieren und fördert den natürlichen Glanz.

  3. Schließlich hilft Trockenshampoo dabei, den Look länger frisch zu halten. Anstatt bei jeder Haarwäsche zwischen 40 und 150 Liter Wasser zu verbrauchen, genügen ein paar Sprühstöße aus der Trockenshampoo-Dose und schon sieht der Ansatz wieder frisch und voluminös aus. 

  4. Moderne Trockenshampoos sind unbedenklich für die Kopfhaut. Sie müssen nicht am Ende des Tages ausgespült werden. Es reicht, die Haare nach der Anwendung und vor dem zu Bett gehen zu bürsten.

  5. Wenn sich die Kopfhaut nach ein paar Tagen so anfühlt, als könnte sie eine Wäsche vertragen, wird es Zeit zum Shampoo zu greifen. Dann sollte man nicht immer mehr Trockenshampoo aufsprühen. Wann es soweit ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst muss sich die Haut langsam an Delay Washing gewöhnen.

Daher ist es sinnvoll, den Waschtag jede Woche ein Stückchen weiter hinauszuzögern und die Methode step by step auszubauen. Hinzu kommt aber auch, wie sehr der eigene Lifestyle die Haare und die Kopfhaut beeinflusst. Wer täglich Sport macht, muss Schweiß und Ablagerungen früher mit Wasser ausspülen, als andere, die weniger schwitzen. Wer täglich schwere Stylingprodukte verwendet, sollte diese auch wieder ausspülen und nicht zu lange im Haar lassen.

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