Das hilft bei lichtem, schütterem Haar

Haarausfall: Ursachen und was dagegen hilft

Frau bei der Haarpflege gegen Haarausfall | © iStock | puhhha
Neben körperlichen Ursachen können auch schlechte Angewohnheiten und falsche Verhaltensweisen Haarausfall begünstigen.
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Jede dritte Frau leidet irgendwann in ihrem Leben an Haarausfall. Die Gründe sind vielfältig, doch es gibt Abhilfe!

Wir verlieren täglich etwa 80 bis 100 Haare - das ist völlig normal, hat mit Haarausfall noch nichts zu tun und entspricht dem normalen Haarzyklus. Werden es jedoch deutlich mehr, was man an der Bürste oder am verstopften Abfluss erkennen kann, sollte man dem haarigen Problem auf den Grund gehen. Das ist in vielen Fällen jedoch sehr schwierig, denn neben erblich bedingtem Haarausfall, können viele Faktoren Haarausfall bedingen, was auch Experten die Behandlung häufig erschwert. Ein Überblick über die häufigsten Gründe, und was man tun kann.

Mögliche Ursachen für Haarausfall

Haarausfall durch Veränderungen im Hormonhaushalt

Ihr setzt gerade die Pille ab, seid schwanger oder kommt in die Wechseljahre? Dann ist die Wahrscheinlichkeit für Haarausfall besonders hoch, denn Schwankungen im Hormonhaushalt zählen zu den mitunter häufigsten Ursachen für Haarausfall. Wer zudem eine genetische Veranlagung zur Follikelsensitivität hat, ist häufig stärker betroffen als jemand, der keine Veranlagung hat.

Ein Überschuß an Östrogenen wirkt sich positiv auf die Haare aus, daher haben viele Frauen in der Schwangerschaft (in der vermehrt Östrogen produziert wird) sogar kräftigere und glänzendere Haare als zuvor. In vielen Fällen leiden Schwangere aber auch unter Eisenmangel, was zu diffusem Haarausfall führen kann. Und auch nach einer Schwangerschaft, wenn der Östrogenspiegel wieder sinkt, ist Haarausfall (auch postpartales Effluvium genannt) kein seltener Fall. Spielt sich der Hormonhaushalt nach einiger Zeit wieder ein, verschwindet damit auch meist der Haarausfall. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich ein Besuch beim Frauen- oder Hautarzt.

Haarausfall durch zu viel Stress

Übermäßiger, anhaltender Stress ist Gift für unseren Körper - und ein echter Haarkiller. Denn wie auch bei Schwangerschaften, beim Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren kommt es bei zu viel Stress zu Hormonschwankungen. Der Androgen-Spiegel ist häufig erhöht, was Haarausfall begünstigt. Zudem ernähren sich gestresste Frauen häufig ungesund, was sich negativ auf die Darmgesundheit auswirkt und damit eine ganze Reihe weiterer Beschwerden nach sich ziehen kann. Ein Teufelskreis, den es unbedingt zu durchbrechen gilt. Da hilft nur striktes Stress abbauen: feste Pausen und Auszeiten für sich selbst, gesunde Ernährung auch im Büro und regelmäßige Bewegung (z.B. Yoga). 

Haarausfall durch Eisenmangel

Eisenmangel ist einer der häufigsten Gründe für Haarausfall. Frauen benötigen etwa 15 mg Eisen, Männer zirka 10 mg Eisen pro Tag. Liegt ein Mangel vor (häufig in Schwangerschaften oder während der Periode sowie bei sehr sportlich aktiven Menschen oder Vegetarieren/Veganern) sind neben Haarausfall auch Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung mögliche Symptome. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem dunkelgrünem Blattgemüse, Nüssen, Ölsaaten und Fleisch hilft in vielen Fällen. Ansonsten ist ein Blutcheck in Sachen Eisen bei den ersten Anzeichen von Haarausfall eine wichtige Massnahme.

Haarausfall durch Crash-Diäten

Die Ernährung und damit Nährstoffversorgung des Körpers spielt eine entscheidende Rolle für die Neubildung und das Wachstum von Haaren. Ein hoher Stoffwechselumsatz sowie diverse Nährstoffe sorgen für gesundes, volles Haar und so verwundert es nicht, dass es gerade bei Radikal- und Crash-Diäten häufig zu Haarausfall kommt. Oft zeigt sich das volle Ausmaß erst 6 bis 12 Wochen nach einer radikalen Diät. Auch den Haaren zu Liebe sollte man daher auf zu radikale Diäten verzichten und auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse, Vollkornprodukten und Milchprodukten setzen (siehe auch: basische Ernährung).

Krankheitsbedingter Haarausfall

In seltenen Fällen sind auch Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenprobleme (Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse) oder Blutarmut Grund für schütteres Haar und Haarausfall. Hier ist der Gang zum Arzt unumgänglich, der auch die geeignete Therapieform festlegen sollte.

Schlechte Angewohnheiten, die Haarausfall begünstigen können

Neben körperlichen Ursachen können auch schlechte Angewohnheiten und falsche Verhaltensweisen Haarausfall begünstigen. 

Ungesunder Lebensstil & Ernährung

Unsere Haare sind ein guter Indikator für die allgemeine Gesundheit. Haben wir volles, gesundes Haar ist der Körper in der Regel mit allen nötigen Nährstoffen versorgt. Monodiäten, Crashdiäten, Mangelernährung, übertriebene Fastenkuren oder ein schlechter Lebensstil im Allgemeinen können dagegen zu Haarausfall führen, wenn sie den Körper stressen und schwächen und die Nährstoffdepots leeren.

Zu streng gebundene Frisuren 

Top-Knots und Dutt Frisuren sind ein großer Trend - werden die Haarknoten jedoch lange Zeit zu streng gebunden, kann das die Haarwurzeln schädigen und Haarausfall begünstigen. Auch ein streng gebundener Pferdeschwanz oder Cornrows strapazieren die Haare auf Dauer und können zudem auch Kopfschmerzen bedingen. Besser: Das Haarband nicht immer an gleicher Stelle tragen, die Haare auch mal offen tragen oder nur locker zusammenbinden. 

Aktuell schönste Möglichkeit: ein locker gebundener Messy Bun. Ist nicht nur gut für die Haare, sieht auch noch umwerfend aus!

Chignon: Die schönsten Dutt-Varianten

Dutt Frisur mit Tuch | © Getty Images | Christian Vierig

Zu viel UV-Strahlung

Besonders im Sommer ein Thema: UV-Strahlung. Zu viel ist nicht nur Gift für die Haut, auch die Haare leiden. Durch zu viel Sonne können Haare abbrechen oder ausfallen. Deshalb sollte man auch für die Haare immer UV-Schutz auftragen oder eine Kopfbedeckung tragen.

Lebensmittel gegen Haarausfall

Mit einer gesunden Ernährung und den richtigen Lebensmitteln kann man Haarausfall reduzieren und bestenfalls gar nicht erst entstehen lassen. Auf diese Lebensmittel sollte man vermehrt setzen.

Fettreiche Fischsorten

Könnten unsere Haare essen, würden sie sich für fettreiche Fischsorten entscheiden. Lachs, Makrele oder Sardinen sind vollgepackt mit gesunden Omega-3-Fettsäuren, die die Haarstruktur stärken und für extra Glanz sorgen. 

Leber

Ein Eisenmangel kann zu Haarausfall führen. Daher öfter mal Leber essen - die steckt voller Eisen. Aber auch Spinat, Haferflocken, Linsen, Bohnen, Brokkoli und andere Fleischsorten sind gute Quellen.

Biotinhaltige Lebensmittel

Eier, Avocado oder Sonnenblumenkerne haben eins gemeinsam: Sie haben einen hohen Anteil des B-Vitamins Biotin, das das Nagel- und Haarwachstum fördert und Haarausfall vorbeugen kann. 

Und auch diese Lebensmittel sorgen für kraftvolles Haar und beugen Haarausfall vor:

Lebensmittel für schöne Haare

Lebensmittel für schöne Haare  | © iStock | elenaleonova

Nahrungsergänzung gegen Haarausfall

Können die nötigen Nähr- und Vitalstoffe nicht über eine gesunde Ernährung aufgenommen werden bzw. besteht ein erhöhter Bedarf, dann kann mit Nahrungsergänzungsmitteln nachgeholfen werden. 

Eisenpräparate

Insbesondere Vegetarier, Veganer, Schwangere oder sportlich sehr aktive Frauen haben häufig einen erhöhten Eisenbedarf. Ob ein tatsächlicher Mangel besteht kann mit Hilfe eines Blutbildes getestet werden. Entsprechende Eisen-Präparate gibt es dann in jedem Drogeriemarkt in Form von Tabletten, Kapseln oder Brausetabletten. 

Pantovigar & Priorin gegen Haarausfall

Pantovigar ist ein beliebtes Mittel bei diffusem Haarausfall (keine offensichtliche Ursache und das Haar fällt gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt aus). Es handelt sich dabei um eine Formel aus B-Vitaminen, Proteinen, Aminosäuren und Hefe, die die Haarwurzel stärken und Haarausfall bekämpfen sollen. Es wird in Kapselform drei Mal täglich über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten eingenommen. Erste Erfolge sollen frühstens nach etwa zwei bis drei Monaten zu sehen sein. 90 Kapseln kosten rund 30 Euro. Die Tabletten von Priorien werden besonders bei erblich bedingtem Haarausfall empfohlen und wirken mit Extrakten aus der Hirse. 

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Regaine gegen Haarausfall

Viele Frauen mit schütterem Haar schwören auf die Lösung oder den Schaum von Regaine gegen Haarausfall. Es wird zwei Mal täglich direkt ins Haar einmassiert und soll so effektiv Haarausfall bekämpfen. Erhältlich in jeder Apotheke. Kosten: rund 48 Euro.

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Shampoos gegen Haarausfall

Shampoos gegen haarausfall gibt es in jedem Drogeriemarkt und sind im ersten Schritt unbedingt zu empfehlen. Regelmäßig und richtig angewendet kann mit einem Shampoo leichter Haarausfall gemildert werden. Zudem lässt es sich einfach und ohne Probleme in den Alltag integrieren. Entsprechende Produkte gibt es beispielsweise von Kérastase, Alpecin oder Plantur.

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Welches Mittel das richtige gegen Haarausfall ist, kann nicht pauschal beantwortet werden und hängt von der Art des Haarausfalls und auch den Ursachen ab. Generell kann man sagen, dass Shampoos und Seren besonders häufig bei erblich bedingtem Haarausfall zum Einsatz kommen und viele Produkte auf die Wirkstoffe Coffein oder Thymuskin setzen. 

Haartransplantationen & Extensions

In schlimmeren Fällen von Haarausfall, bei denen mit keinen anderen Mitteln Erfolge erzielt werden, können Haartransplantationen oder Extensions eine Lösung sein.

Haartransplantationen bieten sich beispielsweise bei Geheimratsecken an. Dabei werden eigene Haarwurzeln des Kopfhaars an die kahle Stelle verpflanzt. Das ist nicht ganz billig (4.000 bis 5.000 Euro für Geheimratsecken) und es kann außerdem zu Abstoßungsreaktionen kommen. Sollte also wirklich die letzte Lösung sein.

Extensions bieten sich vor allem an, um das Haar voller wirken zu lassen und zu verdichten. Es gibt viele unterschiedliche Methoden, die temporär gute Erfolge erzielen. Hier eine Übersicht über Methoden, Kosten und die nötige Pflege: 

Extensions: Die besten Methoden für Haarverlängerung

Frau mit schönen Haaren  | © iStock | CoffeeAndMilk