Anti-Cellulite

Cellulite: Was hilft gegen Orangenhaut?

Frau auf dem Fahrrad  | © iStock / nd3000
Cellulite ist hartnäckig - doch es gibt Hilfsmittel.
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Kaffeepulver gegen Cellulite? Glatt gelogen. Was stattdessen gegen lästige Orangenhaut hilft.

Aus einer Orange wird kein Pfirsich, das weiß jeder Obstbauer. Doch manche Frauen wollen sich mit dieser biologischen Tatsache nicht abfinden. Peelen, massieren und cremen in der Hoffnung, dass die ungeliebte Kraterlandschaft an Oberschenkeln und Po sich in glatte, streichelzarte Pfirsichhaut verwandelt. Klappt nicht. Da können Sie jeden Obstbauern fragen. Und jeden Dermatologen. Aber, das ist die gute Nachricht, man kann die optische Erscheinung von Cellulite mildern. Fünf Wahrheiten und kleine Hoffnungsträger.

Cellulite lässt sich nicht mit Kaffeepulver wegpeelen

Diese verlockende Vorstellung hält sich hartnäckig, seitdem Top-Model Naomi Campbell in einem Interview behauptet hatte, sie peele ihre Oberschenkel regelmäßig mit Kaffeepulver. „80 bis 90 Prozent der Frauen haben Orangenhaut. Wenn Naomi Campbell nicht dazuzählt, liegt das an ihren Genen“, erklärt Antje Söller, Dermatologin im Haut- und Laserzentrum an der Oper in München. Tägliches Peelen – egal ob mit Kaffeepulver oder einem Kosmetikprodukt – bringe laut Expertin die vergrößerten Fettzellen, die durch das Bindegewebe nach oben drängen und für die Dellen-Optik verantwortlich sind, nicht zum Schmelzen. Dennoch regt es die Durchblutung an und verfeinert insgesamt das Hautbild.

Lebensmittel, die Cellulite verschlimmern

Frau isst Pommes in einem Restaurant | © Unsplash | Guillaume Bolduc

Cremes können viel, aber leider nicht zaubern

Es wäre ja zu schön ... Aber es gibt (noch) kein Wundermittel, was übrigens von seriösen Kosmetikfirmen auch nicht behauptet wird. „Anti-Cellulite-Cremes können helfen, das Erscheinungsbild von Orangenhaut zu verbessern“, weiß Antje Söller. „Am meisten bringen hier Wirkstoffe wie etwa Rosskastanien-Extrakt oder Koffein, die die Mikrozirkulation anregen und den Gewebestau abbauen.“ (Z. B. in „Crème de Café Minceur“ von Cinq Mondes, 46 Euro.)

Joggen macht Orangenhaut keineswegs schlimmer

Sitzen ist eindeutig der beste Freund der ungeliebten Knubbel. Eine Studie der Tel Aviv University hat gezeigt, dass der Druck beim Sitzen den Po anfälliger für Dellen macht – unabhängig davon, wie viel man wiegt. „Die Fetteinlagerungen in den Zellen dehnen sich durch den anhaltenden Druck um bis zu 50 Prozent aus“, erklärt Professor Amit Gefen. Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren aktivieren den Fettstoffwechsel sowie die entsprechende Muskulatur und sorgen dafür, dass sich die Fettzellen in der Unterhaut verkleinern und das Bindegewebe fester wird.

Sonnenlicht lässt Cellulite nicht schmelzen

Gebräunte Haut wirkt optisch straffer und lenkt von Problemzonen an den Schenkeln ab. Cellulite löst sich dadurch aber nicht auf, das Gegenteil ist der Fall: UV-Strahlen begünstigen Orangenhaut sogar, da sie die Kollagenfasern schwächen und die Dellen sich leichter durchdrücken können.

Abnehmen bedeutet nicht glattere Haut

Da stellt sich die Frage, wo sollte Kate Moss noch abnehmen? Sie hat zwar kein Gramm Fett am Leib, aber hügelige Oberschenkel. Cellulite hat nämlich nichts mit dem Körpergewicht zu tun, allerdings kann Übergewicht Cellulite verstärken. Wer eine Crash-Diät plant, sollte sich das gut überlegen. Ein rasanter Gewichtsverlust fördert das Ganze, da sich die Haut nicht auf das schnelle Abnehmen einstellen kann und somit ihre Elastizität einbüßt. Häufig kommt es zum Jo-Jo-Effekt – pures Gift fürs Bindegewebe. Das Resultat? Noch mehr Cellulite!

Lebensmittel für ein straffes Bindegewebe

Lebensmittel für ein straffes Bindegewebe | © iStock | RossHelen

Das hilft gegen Cellulite!

Hoffnungsträger CHacoll®: Wissenschaftler der Uni Freiburg haben diesen neuen Wirkstoff natürlichen Ursprungs entdeckt, der in klinisch-dermatologischen Studien beeindruckende Ergebnisse erzielt hat. Die Kollagenfasern nahmen nachweislich zu, die Elastizität der Haut verbesserte sich.

Ein gesunder Lifestyle: Wer was gegen Cellulite tun will, sollte sich möglichst zuckerarm und basenreich ernähren, regelmäßig Sport treiben, nicht rauchen und sich nicht übermäßig der Sonne aussetzen. Nicht neu, verbessert aber das Hautbild.

Beim Beauty-Doc: Bei der „Cellfina“-Behandlung, einem minimalinvasiven chirurgischen Eingriff, werden in lokaler Betäubung die stabartigen Gewebefasern durchtrennt, die für das Hautbild verantwortlich sind. Nicht schmerzfrei, aber effektiv. Ab 1500 Euro.

Einmal schlank kneten, bitte: Was ist dran an der Cellulite Massage? Und das sind die neuen Beauty-Geheimwaffen!