Mascara-Favoriten 2018

Von Klimper-Wimpern und Fliegenbeinen: Mascaras im Test

Wir haben 12 der neuen Mascaras getestet! | © iStock / deniskomarov
Wir haben 12 der neuen Mascaras getestet!
Foto: iStock / deniskomarov

Von „36 Stunden galaktischem Volumen“ bis zu „Super-Fat, Super-Long, Sex-Proof Mascara“ – an bildreichen Versprechen mangelt es den neuen Mascaras 2018 auf keinen Fall. Sie alle wollen den Augen (meist einen dramatischen) Ausdruck verleihen, den Blick mit (Mega-)Volumen umranden und die Wimpern optimal in Szene setzen. Wir haben 12 der neuen Mascaras getestet und verraten, welche man quasi beim Wort nehmen und welche man getrost im Regal stehen lassen kann.

Mascara | © PR
Foto: PR

Respectissime Multi-Dimensions von La Roche-Posay (1)

Cleaner erster Eindruck:  Ein puristisches Design mit einer auf das Wesentliche reduzierte Präzisions-Noppenbürste, die die Textur gleichmäßig verteilt. Die Wimpern werden nicht nur in ein tiefes Schwarz gehüllt, sondern auch noch mit einem Serum gepflegt – quasi  zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: merklich längere und dichtere Wimpern. Ich bin begeistert. Die versprochene hohe Verträglichkeit bestätigt mir eine Freundin, die Kontaktlinsen trägt.

Fazit: Deutlich verlängerte und verdichtete Wimpern, die wunderbar getrennt werden. Mehrmaliges Auftragen sorgt für mehr Volumen. Ein dramatischer Abendlook lässt sich hier eher weniger kreieren, ansonsten ist diese Tusche unser Testsieger für den alltäglichen Gebrauch.

Preis: 13 Euro

Ergebnis: 10 von 10 Punkten

„high impact lash elevating mascara“ von Clinique (2)

Auf den ersten Blick eine sehr solide Mascara: unaufgeregtes Packaging, konisch geformtes Bürstchen mit gleich langen Härchen und tiefschwarze Tusche. Beim Auftragen dann die Überraschung: je öfters man die Mascara aufträgt, desto länger werden die Wimpern – also wirklich enorm länger! Außerdem werden sie verdichtet. Allerdings bedarf es wie gesagt etwas Geduld, bis sich der Effekt einstellt. Kleiner Wermutstropfen: mir ist es nicht gelungen, die Mascara klecksfrei aufzutragen.

Fazit: Auffallend mehr Länge nach mehrmaligem Auftragen, allerdings kein ganz einfaches Handling, da die Mascara die Härchen nicht ohne zu klecksen erfasst. Perfekt für einen „Undone-Look“, für ein Abend-Make-up etwas zu wenig Volumen.

Preis: 22 Euro

Ergebnis: 8.5 von 10 Punkten

„BADgal Bang!“ von Benefit (3)

Ok, ich gebe zu, dass ich als alter und absolut überzeugter „They’re real“-Fan auf diese Wimperntusche von benefit besonders gespannt war. Die Vorfreude wurde durch Jubel-Bekundungen auf diversen Blogs und Websites befeuert. Umso größer die Enttäuschung, als ich feststellen musste, dass das mit mir und der BAGgal Bang leider nichts werden wird. Meine – zugegebenermaßen eher spärlichen – Wimpern sind mit der Menge an Tusche, die das konisch geformte Noppenbürstchen abgibt, eindeutig überfordert: Sie kapitulieren schlichtweg vor der Masse an Tusche. Sie verklumpen regelrecht und es bilden sich unschöne Fliegenbeine.

Fazit: Eine Mascara für die Glücklichen, die von Haus aus etwas längere Wimpern haben. Dann zaubert sie sicherlich auch das versprochene „galaktische Volumen“. Für mich und meine spärlichen Härchen leider zu viel.

Preis: 27 Euro

Ergebnis: 4 von 10 Punkten

„Black Volcanic Minerals Mascara Extreme Lenght / Intense Color“  von Korres (4)

Die Mascara kommt in einem schlichten Design daher und sieht auf den ersten Blick nicht nach „Volumen-Wunder“ aus. Die schlanke Noppenbürste gibt die Textur gleichmäßig ab, die Wimpern werden sichtbar verlängert, allerdings stimmt die Vermutung und das Volumen nimmt nicht auffallend zu. Die feuchte Konsistenz trocknet schnell und auch beim Nachtuschen verkleben die Härchen kein bisschen, vielmehr werden sie schön separiert. Eignet sich daher prima für einen etwas dezenteren Make-up-Look.

Fazit: Verlängert sichtbar und zuverlässig. Wer eher auf den dramatischen Augenaufschlag setzen möchte, wird mit dieser Mascara nicht 100%ig glücklich werden, da sie in puncto Volumen nicht ganz überzeugen konnte.

Preis: 20 Euro

Ergebnis: 8 von 10 Punkten

Wimperntuschen der Marken MAC, Urban Decay, Catrice und Estée Lauder | © PR
Foto: PR

"Pure Color Envy Lash Mascara" von Estée Lauder (5)

Ein edler Flakon, der das voluminöse Bürstchen mit einem sanften „Plopp“ und recht viel Tusche aus der Hülle gleiten lässt. Die clevere Idee: Das „Dual-Hybrid-Bürstchen“ besteht auf der einen Seite aus Nylonfaser-Borsten und auf der anderen aus Silikonnoppen. So sollen alle potentiellen Eigenschenschaften in einem Bürstchen vereint werden. So weit die Theorie. In der Praxis entpuppt sich das Auftragen hingegen wegen der Größe als nicht ganz einfach. Ich benötige mehrere Anläufe, bis es mir gelingt, die Mascara klecksfrei anzuwenden. Nachtuschen wird nicht empfohlen, da sich unschöne Fliegenbeine bilden. Die Mascara hält jedoch perfekt und verwischt auch nach einem langen Tag nicht.

Fazit: Die Wimpern erhalten mehr Länge und Volumen, jedoch könnten sie etwas besser definiert sein. Für Fans des Nachtuschens nicht unbedingt geeignet.

Preis: 32 Euro

Ergebnis: 7 von 10 Punkte

„Lashes to Kill Pro Instant Volume“ von Catrice (6)

Ziemliches großes Bürstchen, das recht gut in der Hand liegt. Man kann damit aber nicht fein und sauber arbeiten. Die Härchen werden nicht wirklich getrennt, der Fokus liegt auf der Verdichtung. Die Tusche ist eindeutig zu viel, die Wimpern werden zu sehr beschwert und sinken ab.

Fazit: Wer auf dichtere Wimpern setzen möchte, liegt mit dieser Mascara richtig. Wer hingegen auf Länge und Schwung Wert legt, wird hier nicht glücklich.

Preis: 5 Euro

Ergebnis: 3 von 10 Punkten

„Troublemaker“ von Urban Decay (7)

Ein Troublemaker im wahrsten Sinne des Wortes war zu Anfang das Bürstchen mit seinen sehr harten und z. T. recht langen Silikonnoppen. Da bedurfte es etwas Übung, bis ich damit umgehen konnte. Doch als ich den Bogen raushatte, war ich fast restlos überzeugt: ultra-schwarze Farbe, die die Wimpern extrem verdichtet und verlängert – „Klimper-Wimpern“ at its best! Allerdings nur, wenn man die Mascara mehrmals aufträgt. Nachtuschen ist somit kein Problem, sondern ausdrücklich erwünscht.

Fazit: Grandioses Ergebnis in Hinblick auf Länge, Dichte und Farbe. Kleines Minus, da das Bürstchen etwas gewöhnungsbedürftig ist. Für ein perfektes Ergebnis braucht es mindestens drei Schichten.

Preis: 27 Euro

Ergebnis: 9 von 10 Punkten

"Bold & Bad Lash Mascara" von MAC (8)

Punktet schon einmal durch ihr Äußeres und die mit einer Art Samt beschriftete Hülse schmeichelt den Händen. Dann die Überraschung: die Mascara verfügt über zwei Bürstchen sowie zwei Texturen: eine für die Wimpern am oberen Lid und eine sehr kleine für die unteren. Letztere besticht durch ihre grazile Form, mit der sich die unteren Wimpern wirklich hervorragend tuschen lassen. Dafür komme ich mit der „normalen“ Bürste nicht klar. Gefühlt nimmt sie nicht genügend Textur auf und ich muss eine ganze Weile tuschen, bis ich ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht habe.

Fazit: Für die unteren Wimpern die perfekte Tusche dank grazilem Bürstchen. Oben ganz ok, könnte jedoch in Sachen „Länge und Volumen“ mehr „Bad and Bold“ sein.

Preis: 26 Euro

Ergebnis: 7 von 10 Punkten

Wimperntuschen von Dior, Clarins, essence und Bobbi Brown | © PR
Foto: PR

„Smokey Eye Mascara“ von Bobbi Brown (9)

Versprochen wird ein dramatisch-tiefschwarzer Wimpernfächer mit nur einmal Auftragen. Da muss ich ein klein wenig widersprechen, denn mit nur einmal Tuschen bekomme ich zwar ein solides natürliches Ergebnis, von „dramatisch-tiefschwarzem Fächer“ war ich aber noch weit entfernt. Nach weiteren drei Schichten hatte ich dann verlängerte Wimpern, die jedoch nach meinem Geschmack noch etwas mehr Volumen vertragen hätten. Dafür hielt die Mascara perfekt den ganzen Tag, bröckelte und verwischte nicht und ließ sich prima mehrmals nachtuschen.

Fazit: Verlängert die Wimpern und ergibt ein schönes, natürliches Ergebnis. Von einem „dramatischen smokey-eye“ Look würde ich jedoch nicht sprechen. Alles in allem eine wunderbare Mascara für den „natural eye-Look“.

Preis: 31 Euro

Ergebnis: 5 von 10 Punkten

„Super Curl Volume Mascara“ von Essence (10)

Gebogenes Bürstchen, ein sattes „Plopp“ beim Rausziehen und viele Noppen. Auf den ersten Blick erscheint die „Super Curl“ schon mal vielversprechend. Der gute erste Eindruck bleibt beim Testen: Die wirklich tiefschwarze Textur lässt sich gleichmäßig verteilen und dank des filigranen Bürstchens komme ich auch an die feinsten Härchen. Die Wimpern werden verdichtet und gewinnen an Länge. Mehrmaliges über den Tag verteiltes Nachtuschen stellt kein Problem dar. Ergo: Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Fazit: Die Wimpern werden verdichtet und gewinnen an Länge. Die Mascara eignet sich hervorragend für Alltagslooks. Für glamouröse Abend-Make-ups würde ich jedoch auf eine andere setzen.

Preis: 3 Euro

Ergebnis: 9 von 10 Punkten

„Mascara Supra Volume“ von Clarins (11)

Das klassische Clarins-Design verspricht edles Understatement, die recht große Bürste assoziiert Volumen und der angenehme Wachs-Duft weckt die Vorstellung, dass man mit dieser Tusche nicht nur optisch etwas bewirkt, sondern auch noch pflegt. Das Auftragen gestaltet sich einfach, allerdings gelingt es mir nicht, die feinen Haare am Innenlid bzw. am unteren Wimpernkranz klecksfrei zu tuschen – da ist die Bürste zu groß. Wer einen natürlichen Look bevorzugt, ist schon mit einmaligem Tuschen am Ziel. Wer jedoch gerne etwas mehr hätte, sollte mehrere Schichten auftragen. Die Härchen verkleben nicht und erhalten zusehends mehr Dichte. Von „auffallend“ mehr Volumen würde ich jedoch nicht sprechen.

Fazit: Die perfekte Wahl für Fans des natürlichen Looks, die auf der Suche nach einem gemäßigten, langanhaltenden Volumen sind. Für alle, die gerne etwas mehr "Wumms" auf den Wimpern möchten, eher nichts.

Preis: 28 Euro

Ergebnis: 6 von 10 Punkten

"Diorshow Pump’n’Volume" von Dior (12)

Der Flakon der Tusche überrascht mit seiner Elastizität. Durch sanftes Drücken wird die Bürste mit den weichen Noppen von der Textur umschmiegt, so dass man die Menge an Tusche quasi selbst variieren kann. Der Wimpernkranz erscheint schon nach einmaligem Auftragen üppiger und die einzelnen Wimpern deutlich länger. Einzig die Trennung der Härchen könnte nach meinem Geschmack noch etwas definierter ausfallen.

Fazit: Die Tatsache, dass man die Menge der Tusche individuell gestalten kann, macht diese Mascara zum Testsieger in Bezug auf die Anwendung. Das Ergebnis selbst ist ebenfalls überzeugend in puncto Volumen und Länge. Einziger kleiner Punktabzug: die Wimpern könnten etwas besser getrennt werden.

Preis: 34 Euro

9.5  von 10 Punkten