Der Wein zum Duft

Wine eau clock

Warum nicht mal vom Wein inspirieren lassen - und einen neuen Lieblingsduft finden?! | © Sebastian Hübner | Studio Condé Nast | Styling: Alexandra Pasi & Karina Fink | Styling-Assistenz: Sharon Burbat
Warum nicht mal vom Wein inspirieren lassen - und einen neuen Lieblingsduft finden?!
Foto: Sebastian Hübner | Studio Condé Nast | Styling: Alexandra Pasi & Karina Fink | Styling-Assistenz: Sharon Burbat

Ein neuer Duft soll her, aber ihr wisst nicht, welcher? Lasst euch doch einfach mal von eurem Lieblingswein inspirieren. Sommelier Justin Leone verrät, welche Aromen sich perfekt ergänzen.

Der Duft: „Illusione” von Bottega Veneta, ab 67 Euro.

Der Wein: AOP Palette Rosé, Chateau Simone: Provence, Frankreich

Holz, Moschus und mediterranes Flair: dieser komplexe Duft erfordert einen etwas stärkeren Rosé – so wie die Komposition aus einer der kleinsten Appelationen Frankreichs. Seine Farbtiefe spricht für die würzige, reichhaltige Zusammensetzung, die im Fass gereift ist und noch jahrzehntelang weiter reifen kann.

Der Duft: „Magnolia Rosae“ von Lancome, 150 Euro.

Der Wein: 2017 Spätburgunder Rosé, Weingut Georg Breuer: Rheingau, Deutschland

Der Duft ist Weiblichkeit pur und wie gemacht für Frauen mit Ecken und Kanten. Die Kombination aus knackigem Obst und pikanter Komplexität besteht aus frischen Magnolien und Rosen. Von erdigem weißen Moschus gesprägt, entspricht dieser Gegensatz einer klassische Kreation von Deutschlands talentiertester Weinmacherin, Theresa Breuer.

Der Duft: „Naughty Fruity” von Mugler, 180 Euro.

Der Wein: 2016 „Barrymore” Rosé of Pinot Noir, by Carmel Road: Monterey, California

Auch wenn ich eigentlich nichts für Kitsch übrig habe, konnte ich nicht widerstehen, solch ein anziehendes, freches Parfum mit einer meiner Lieblings-Schauspielerinnen zu kombinieren. Drew Barrymore kreierte einen verführerischen Pinot. Die Region aus der er stammt, ist bekannt für runde, üppige und fruchtige Abfüllungen. Egal ob Wein oder Parfum, die Kombination aus exotischen Früchten, die von dezenten Tabak-, Holz- und Ledertönen untermauert werden, wird mit Sicherheit jeden in ihrer Nähe berauschen.

Der Duft: „Bohemian Romance” von Betty Barclay, 25 Euro.

Der Wein: Muskattrollinger Rosé Sekt trocken, Weingut Graf Adelmann: Württemberg, Deutschland

Frisch, blumig, verspielt und rebellisch: diese vier Worte sind die ersten, die einem für beide dieser Flaschen in den Sinn kommen. Als würde man im frischen Gras umgeben von Rosen und einer süßen Sommerbrise liegen. Ein subtiler holziger Moschusduft und rosa Pfefferkörner tummeln sich inmitten des erdigen Waldbodens des Weines und heben seine exotischen Obertöne hervor.

Der Duft: „Paris-Riviera” von Chanel, 112 Euro.

Der Wein: 2006 Perrier-Jouët „Belle Epoque” Rosé: Champagne, Frankreich

Das Gegenstück zur zeitlosen Eleganz von Chanel kommt aus einem Haus, das ebenso prestigeträchtig ist: Maison Belle Epoque. Die feinen Sandelholznoten des Duftes untermauern ein Feld von Frühlingsblumen, als ob sie von der Kunst auf der ikonischen Champagnerflasche inspiriert wären. Die frische Säure und feine Perlung rasen um die würzige Orangenschale des Duftes und durchtränken die exotischen Jasmin-Nuancen mit roten Früchten.

 

Justin Leone ist Autor des Buches „Just Wine: Weinwissen ohne Bullshit