Schwerwiegendes Problem

Experten warnen: Deshalb macht Corona dick

Junges Paar isst gemeinsam vor dem Fernseher Pizza! | © iStock | Ivanko_Brnjakovic
Essen wird in der Selbstisolation häufig zum Highlight des Tages.
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Kontaktverbot, Homeoffice und Quarantäne: Nicht nur, dass wir gerade keine Freunde und Familie treffen dürfen und im Homeoffice langsam vereinsamen – nun warnen Experten auch noch, dass uns Corona dick macht.

Mehr als ein Viertel der Menschheit ist derzeit gezwungen, zu Hause zu bleiben, um die Corona-Pandemie bestmöglich einzudämmen. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Nicht nur die Psyche leidet, wenn wir keinen Kontakt zu anderen Menschen haben. Auch dem Körper machen Ausgangssperren und Homeoffice zu schaffen, denn das geht nicht selten mit weniger Bewegung im Alltag einher. Ganz zu Schweigen von der Tatsache, dass alle Fitnessstudios derzeit geschlossen haben. Dazu kommen Sorgen und Ängste, die häufig dazu verleiten mehr zu essen. Stichwort: emotionales Essen! Und auch aus Langeweile wird gerne mal zu Snacks gegriffen.

Mahlzeiten als Highlight des Tages

Wenn die Highlights des Tages ausbleiben, ein Tag dem anderen gleicht, suchen wir uns ganz selbstverständlich etwas, worauf wir uns freuen können. In diesen schweren Zeiten will man sich und seinen Lieben was Gutes tun - und was liegt da näher als gutes Essen? Dazu kommt, dass aufgrund der Kontaktsperre auf einmal richtig viel Zeit zum Kochen und Backen bleibt. Selbst Kochmuffel schwingen da plötzlich den Kochlöffel, denn die Abwechslung kommt gerade recht. Und auch Kinder, die nun nicht mehr mit ihren Freunden spielen können, werden gerne mal mit ihrem Lieblingsessen oder Süßigkeiten bei Laune gehalten.

Doch genau hier liegt die Gefahr. Wegen der fehlenden Bewegung verbrennt ein Erwachsener derzeit im Durchschnitt bis zu 400 Kilokalorien weniger am Tag", warnt die Ernährungwissenschaftlerin Jennifer Aubert gegenüber 'Tagesschau.de'. Weil wir aber viel mehr Zeit zuhause verbringen, häufiger kochen und backen, essen wir tendenziell eher mehr als noch vor Coronazeiten. Die Folge: Der Bauch wächst. Und auch die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Vorausgesetzt wir sorgen nicht vor.

Was kann man tun, um in der Krise nicht zuzunehmen?

Wer also nicht mit unzähligen Extrapfunden aus der Coronakrise gehen will, sollte nicht nur die Portionen kleiner halten, sondern auch für einen Ausgleich sorgen. Sport im Freien ist weiterhin erlaubt und auch in den eigenen vier Wänden lässt es sich trainieren. Wer die neu gewonnene Zeit zum Trainieren zuhause nutzt, kann so im Idealfall sogar ein paar Extrapfunde verlieren. Hier die besten Übungen für ein Homeworkout:

Workout: Die besten Fitnessübungen

Frau bei Fitness Übungen | © iStock | PeopleImages

Und was viele vergessen: Auch bei Garten- oder Hausarbeit lassen sich so einige Kalorien verbrennen. Wichtig ist, dass man Bewegung in den Alltag integriert - das muss kein schweißtreibendes HIIT-Workout sein, auch ausgiebige Spaziergänge sind ein guter Anfang.

Ernährungs-Tipps für die Zeit zuhause

Doch mit Sport allein ist es nicht getan: Auch an der Ernährung gilt es zu schrauben. Wenn man schon kocht, dann wenigstens gesunde Rezepte mit viel frischem Gemüse. Das hält auch die Laune hoch. Die Zeit ist außerdem eine großartige Chance, Kindern und Jugendlichen beizubringen, wie man einfache, gesunde Gerichte kocht.

Außerdem eine gute Idee: Nicht alles selbst essen, sondern anderen eine Freude machen und den selbst gebackenen Kuchen einfach mal der Nachbarin schenken.

Außerdem sollte man sich auf die festen Mahlzeiten beschränken und nicht ständig snacken. Wenn Langeweile aufkommt, dann bitte nicht gleich an den Kühlschrank gehen, wir hätten da ein paar viel bessere Vorschläge. Da ist der Hunger im Nu gegessen. Versprochen!

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Junge Frau sitzt auf einem Sessel und hört ein Hörbuch mit Kopfhörern | © iStock | demaerre
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