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Zahnpasta im Test: Die besten Produkte für gesunde Zähne

Rund fünf Tuben Zahnpasta verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Doch welche ist die richtige? | © iStock | bernardbodo
Rund fünf Tuben Zahnpasta verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Doch welche ist die richtige?
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Sie soll die Zähne strahlend weiß machen, Karies vorbeugen und für frischen Atem sorgen: Zahnpasta steht in jedem Badezimmer und kommt bei den meisten mehrmals täglich auf die Zahnbürste. Aber welche Inhaltsstoffe stecken in der Paste, die beim Putzen im Mund und damit auch im Körper landet? Welches Produkt für welche Zähne geeignet ist – und welche Marken Stiftung Warentest und Öko-Test empfehlen.

Welche Zahnpasta ist die beste?

Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Je nachdem, ob man beispielsweise schmerzempfindliche Zähne oder sensibles Zahnfleisch hat, sind unterschiedliche Zahncremes die richtige Wahl. Der wichtigste und wirksamste Bestandteil von Zahnpasta ist Fluorid. Das Mineralsalz schützt den Zahnschmelz vor Säuren und Bakterien, macht die Zähne widerstandsfähiger und beugt Karies vor. Optimal ist laut Zahnmedizin-Leitlinie ein Fluoridgehalt von mindestens 1.000 ppm – also ein Gramm pro Kilogramm Zahncreme. Das gilt allerdings nur für bleibende Zähne: Fluoridhaltige Pasten für Milchzähne halten nicht alle Experten für nötig, deshalb ist der Wirkstoff in vielen Kinderprodukten nicht enthalten.

Neben dem „Karies-Killer“ Fluorid enthält Zahnpasta Schleifpartikel die Beläge und Verfärbungen entfernen. Je intensiver der Schmirgeleffekt, desto größer die Gefahr, dass die Putzkörper den Zahnschmelz (und im Laufe der Zeit die Zahnsubstanz) abtragen. Für sensible Zähne eignen sich deshalb Produkte mit einem zahnschonenden RDA-Wert (gibt an, wie viel Zahnhartsubstanz eine Zahncreme abträgt) zwischen 30 und 50. Außerdem gibt es Spezialpasten mit Aminfluorid oder Kaliumverbindungen, die freiliegende Zahnhälse weniger schmerzempfindlich machen.

Wer sich beim Zähneputzen einen entzündungshemmenden und antibakteriellen Effekt wünscht, setzt auf Produkte mit Zink, Kamille, Panthenol oder Salbei. Zahnpasta mit Triclosan ist dagegen umstritten: Der keimabtötende Wirkstoff soll Entzündungen vorbeugen, vernichtet aber gleichzeitig nützliche Bakterien im Mundraum.

Grundsätzlich gilt: Jeder tickt anders, was Mundhygiene angeht. Am besten testet ihr verschiedene Produkte aus, die zu den Bedürfnissen eurer Zähne passen und mit angenehmem Geschmack für Frische im Mund sorgen. Wichtig: Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch gute Qualität – und umgekehrt. Laut der Zahnpasta-Tests von Öko-Test und Stiftung Warentest sind empfehlenswerte Produkte schon ab etwa 50 Cent erhältlich, während viele teure (Naturkosmetik-)Marken deutlich schlechter abschneiden. Die aktuellen Testergebnisse auf einen Blick:

Öko-Test bewertet 143 von 398 Zahncremes mit „sehr gut“ oder „gut“

Im Oktober 2019 nahm die Zeitschrift Öko-Test knapp 400 Zahncremes von Discountern, Supermärkten, Drogerien, Apotheken und Online-Shops unter die Lupe. Fast jede zweite Zahncreme (197 Produkte) fiel mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch. Der Grund: Viele Zahnpasten für Erwachsene – darunter 51 Naturkosmetikprodukte – enthielten kein oder zu wenig Fluorid, das für den Kariesschutz unverzichtbar ist.

Immerhin 143 der getesteten Zahnpasten schnitten mit „sehr gut“ oder „gut“ ab. Um mit den Testsiegern zu putzen, muss man nicht viel Geld ausgeben: Am besten schnitten unter anderem die Naturkosmetik-Eigenmarken von dm („Alverde 5 in 1 Zahncreme Nanaminze“) und Rossmann („Alterra Zahncreme Bio-Minze“) sowie die Zahncremes der Eigenmarken Eurodont und Friscodent von Aldi Nord und Süd ab. Laut Öko-Test ebenfalls empfehlenswert: der Klassiker „Elmex Kariesschutz“ sowie die Universal- und Sensitiv-Zahncremes von Lavera.

Unter anderem in Zahnpasta von Meridol, Sensodyne und Theramed steckten bedenkliche Inhaltsstoffe wie PEG-Derivate, Zinksalze und Natriumlaurylsulfat. Öko-Test vergab dafür das Urteil „befriedigend“. Fünf Produkte der Marken Colgate Total und Fuchs enthielten den Wirkstoff Triclosan – und kassierten von Öko-Test dafür ein „ungenügend“.

Den Stiftung Warentest Zahnpasta-Test bestehen 13 von 17 Produkten mit „sehr gut“

Das Verbrauchermagazin „Stiftung Warentest“ bewertete in Ausgabe 10/2019 insgesamt 17 Zahncremes aus Supermärkten und Discountern. Und kam ebenfalls zu dem Ergebnis, das „sehr gute“ Produkte nicht mal einen Euro kosten müssen: Bestnoten erhielten günstige Eigenmarken aus Supermärkten („Diadent Fluor Fresh Zahngel“ von Netto Marken-Discount und „Elkos DentaMax Fluor Fesh Zahngel“ von Edeka) und Drogerien („Budnident Zahncreme Kräuter“ von Budni). Aber auch Markenprodukte wie „Parodontax Extra Frisch Complete Protection“ und „Oral-B Professional Zahnfleisch & -schmelz Pro-Repair“ sind laut Stiftung Warentest empfehlenswert.

Das mit neun Euro teuerste Produkt im Test und die einzige Zahnpasta ohne Fluorid („Dr. Bronner’s Pfefferminze-Zahnpasta ohne Fluorid“) erhielt die schlechteste vergebene Bewertung „mangelhaft“.

Zahnpasta selber machen – so geht’s

Zahncreme lässt sich schnell und einfach zu Hause anmischen. Der Vorteil der Do-it-yourself-Variante: Man weiß genau, welche Inhaltsstoffe in die Paste kommen und spart Plastikmüll. Minuspunkt: Selbst gemachte Zahnpasta enthält kein Fluorid und leistet damit keine wirksame Kariesprophylaxe. Natürliche Schleifpartikel wie Natron oder Schlämmkreide können zudem den Zahnschmelz angreifen und auf Dauer die Zahnhartsubstanz schädigen. Wer trotzdem Zahncreme selber machen will, sollte die DIY-Alternative nicht dauerhaft nutzen und seine Zähne regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren lassen.

Zahnbürste liegt auf Porzellanschale mit weißer Paste, die auf Marmorplatte steht | © iStock | istockphotoluis
Kokosöl, Natron, Pfefferminzöl – viel mehr braucht man nicht für selbst gemachte Zahnpasta.
Foto: iStock | istockphotoluis

Rezept für selbst gemachte Bio-Zahnpasta

Zutaten für ein kleines Schraubgefäß:

– 4 EL Bio-Kokosöl

– 2 EL Natron (Hydrogenkarbonat)

– 1 TL Schlämmkreide

– 25 Tropfen Bio-Pfefferminzöl

– ¼ TL Xylit nach Geschmack

Kokosöl in einem kleinen Topf erwärmen, bis es flüssig wird. Vom Herd nehmen und Natron, Schlämmkreide sowie nach Wunsch ¼ Teelöffel Xylit zum Süßen hinzugeben. Die Zutaten mit einer Gabel gut verrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Zuletzt das Pfefferminzöl unterrühren.

Die Masse in ein leeres, sauber ausgewaschenes Schraubgefäß umfüllen und gut verschließen. Die selbst gemachte Zahnpasta am besten mit einem kleinen Spatel auf die Zahnbürste geben (nicht mit der Bürste selbst oder den Fingern – sonst gelangen Bakterien hinein!) und nur so lange benutzen, wie das Kokosöl laut Packung haltbar ist.

Lebensmittel für weiße Zähne

Bananen essen für weiße Zähne.  | © iStock | Kirill_Savenko

Richtig Zähne putzen: 7 Tipps für ein strahlendes Lächeln

Schlechte Nachricht für Putzmuffel: Die beste Zahncreme hilft nichts, wenn man die Zähne falsch oder nur sporadisch damit reinigt. Ohne regelmäßiges Bürsten und die richtige Zahnpflege geht also nichts. Mit diesen Tipps klappt‘s mit der perfekten Mundhygiene:

1. Regelmäßig putzen: Um alle Plaque-Reste zu entfernen empfehlen Zahnärzte, mindestens einmal am Tag für circa drei bis vier Minuten intensiv zu bürsten. Zusätzlich ist die Zahnreinigung nach allen größeren Mahlzeiten sinnvoll.

2. Passenden Härtegrad wählen: Harte Borsten entfernen den Bakterienbelag auf den Zähnen deutlich besser als mittelharte oder weiche. Wer empfindliches Zahnfleisch oder freiliegende Zahnhälse hat, sollte besser eine der beiden letzteren Varianten wählen – und dafür gründlicher putzen.

3. Richtige Putztechnik anwenden: Die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel an die Zähne anlegen und mit leicht rüttelnden Bewegungen (nicht schrubben!) Zahnbelag und Plaque lösen. Die Beläge anschließend vom Zahnfleisch zur Zahnkrone hin wegputzen. Am Oberkiefer starten, danach den Unterkiefer bearbeiten – erst die Außen-, dann die Innenflächen der Zähne. Zuletzt die Kauflächen der Backenzähne sanft schrubben.

4. Zunge reinigen: Um Mundgeruch, Karies und Parodontitis vorzubeugen, sollte bei jedem Putzen auch die Zunge gesäubert werden. Denn sie ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Dazu entweder einen speziellen Zungenschaber oder einen sauberen Esslöffel verwenden, weit hinten auf der Zunge ansetzen und damit über den gesamten Zungenrücken schaben.

5. Mit Zahnseide, Mundspülung und Co. nachhelfen: Zahnseide, Interdentalbürsten, Mundduschen und Spülungen sind eine sinnvolle Ergänzung, um die Zahnzwischenräume zu reinigen und Bakterien gründlich zu entfernen. Die tägliche Putzroutine können sie aber nicht ersetzen – deshalb nur in Kombination mit dem Zähneputzen anwenden.

6. Zahnbürste regelmäßig wechseln: Nach acht bis neun Wochen haben Handzahnbürste oder Bürstenkopf ausgedient. Damit sich darauf keine Keime ausbreiten, sollten sie deshalb alle zwei Monate ausgetauscht werden.

7. Nicht direkt nach dem Zähneputzen essen: Wer morgens Zähne putzt, sollte mit dem ersten Kaffee oder Frühstück eine halbe Stunde warten. Denn säurehaltige Getränke (Orangensaft, Kaffee), Müsli und Co. greifen die frisch geschrubbten Zähne an. Gegen ein Glas Wasser ist dagegen nichts einzuwenden – es neutralisiert den Mundraum sogar.

Wer sich beim Zähne putzen nie sicher ist, ob er richtig putzt, sollte die neue Smart One von Playbrush nutzen. Spezialisiert auf Kinder-Zahnbürsten hat der Hersteller nun auch eine elektrische Zahnbürste für Erwachsene herausgebracht. Playbrush zeigt, wie mit High-End Technologie, kundenorientiertem Servicepaket und einzigartiger Versicherungsintegration ganzheitliche Mundhygiene in der Zukunft funktioniert. 

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