Clarins x myself

Verena Pausder erhält "Prix Clarins" für ihr ehrenamtliches Engagement

Die strahlende Preisträgerin Verena Pausder mit dem "Prix Clarins" | © Ralf Succo
Die strahlende Preisträgerin Verena Pausder
Foto: Ralf Succo

Drei beeindruckende Frauen mit drei großartigen Projekten, die sich für Kinder engagieren, waren für den "Prix Clarins" nominiert, der vom Kosmetikunternehmen Clarins gemeinsam mit myself verliehen wurde. Gewonnen hat IT-Unternehmerin und Visionärin Verena Pausder. 

Verena Pausder: Digitale Bildung für Alle e. V.

Verena Pausder hat eine Vision: Alle Kinder sollen chancengleich Zugang zu digitaler Bildung erhalten. „Ihnen einfach ein iPad in die Hand zu drücken oder Schulen mit Hardware auszustatten reiche bei weitem nicht aus“, sagt die IT-Unternehmerin. 2017 wurde sie daher selbst aktiv und gründete den gemeinnützigen Verein „Digitale Bildung für alle e.V.“. Für ihr Engagement ist sie jetzt mit dem „Prix Clarins“ ausgezeichnet worden. Dieser Preis wurde vom Kosmetikunternehmen Clarins gemeinsam mit der FUNKE-Frauenzeitschrift myself zum ersten Mal in Deutschland verliehen. Die Laudatio hielt der ehemalige Bundesminister Klaus von Dohnanyi. Die Verleihung fand im Beisein von Christian Courtin-Clarins, Aufsichtsratsvorsitzender der Groupe Clarins, sowie Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE MEDIENGRUPPE, statt.

Prix Clarins: Bilder von der Preisverleihung

Prix Clarins: Bilder von der Preisverleihung | © Ralf Succo

Die Vision von Verena Pausder

Verena Pausder möchte Kinder bereits ab dem Grundschulalter dazu befähigen, sich in der digitalen Welt aktiv und selbstbestimmt zu bewegen. „Wir haben das heutige ‚morgen‘ in unserer Kindheit und Schulzeit nicht gelernt und tun uns daher schwer mit dem Thema Digitalisierung und digitale Bildung”, sagte Verena Pausder in ihrer Dankesrede. Computer sollten mehr sein als nur Geräte zum Video schauen, surfen oder shoppen. „Es muss unser Anspruch als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt sein, dass wir in Zukunft mehr sind als digitale Konsumenten chinesischer und amerikanischer Anwendungen.“

Auch Laudator Klaus von Dohnanyi nahm sich des Thema an: „Wir alle haben eine Muttersprache, die wir von unseren Eltern lernen – wer besonders gebildete und belesene Eltern hat, ist klar im Vorteil. Bei der digitalen Sprache hingegen sind alle Eltern und Großeltern gleich sprachlos“, sagt er und mahnte zugleich. „Das sorgt für mehr Chancengleichheit, doch diese müssen wir nun auch nutzen.“

Deshalb hat Verena Pausder 2017 den Verein Digitale Bildung für Alle e. V. in Berlin gegründet und drei Schwerpunkte gesetzt: digitale Bildung in Schulen einführen und gleichzeitig Lehrer ausbilden, benachteiligte Kinder und Geflüchtete unterstützen und besonders Mädchen von klein auf für Technik begeistern. Alle Initiativen von Verena Pausders Verein haben zum Ziel, PCs, Smartphones und Tablets ganz bewusst als Kreativwerkzeuge einzusetzen. Kinder sollen begreifen, so Verena Pausder, wie man in einer digitalen Welt selbstbestimmt lebt, lernt und arbeitet – unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Elternhaus. Der Verein organisiert und fördert daher unter anderem Programmier-  oder Robotik-Kurse für Kinder und bietet Fortbildungen für Lehrer an.

 Talkrunde mit Nina Toller, Sebastian Borek, Verena Pausder, Bettina Cramer in Talbot & Runhof (v.l.n.r.) | © Ralf Succo
Talkrunde mit Nina Toller, Sebastian Borek, Verena Pausder, Bettina Cramer in Talbot & Runhof (v.l.n.r.)
Foto: Ralf Succo

Über die Preisträgerin

Verena Pausder hat sich dem Leben und Lernen von Kindern und Jugendlichen verschrieben: Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens „Fox & Sheep“, dem größten Entwickler für Kinder-Apps in Deutschland und gehört mit über 25 Millionen Downloads europaweit zu den Top Ten. Ihr zweites Unternehmen „HABA Digitalwerkstatt“ ist  ein kreativer Bildungs- und Erfahrungsraum, in dem Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die digitale Welt spielerisch entdecken können – und wichtige Kompetenzen im Umgang mit den neuen Technologien entwickeln.

Verena Pausder sitzt außerdem in diversen Aufsichtsräten und Gremien, unter anderem ist sie Mitglied im Aufsichtsrat der Commerzbank-Tochter comdirect. Darüber hinaus ist sie Teil des Innovation Council von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales, sowie Mitglied im Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. 1979 in Hamburg geboren, lebt Verena Pausder mit ihrem Mann und vier Kindern heute in Berlin.

Preisträgerin Verena Pausder beim Prix Clarins 2019 | © Ralf Succo
Preisträgerin Verena Pausder beim Prix Clarins 2019
Foto: Ralf Succo

Die Preisverleihung in Bad Driburg

Bei der Jury des „Prix Clarins“ setzte sich Verena Pausder mit diesem Konzept durch. Als Preisgeld gab es 20.000 Euro, die direkt an in Projekt „Digitale Bildung für alle e.V.“ fließen.

Die Preisverleihung fand am Mittwoch, 19.06., im Gräflichen Park Health & Balance Resort im nordrhein-westfälischen Bad Driburg statt, durch die Veranstaltung führte Moderatorin Bettina Cramer (ausgestattet von Talbot & Runhof). Als Music Act stand Joy Denalane auf der Bühne.

Im Rennen um die Auszeichnung waren neben ihr noch Steffi Graf mit der Initiative „Children for Tomorrow“ für geflüchtete Kinder sowie die Managerin Sandra von Möller, die mit ihrem Verein „KIDsmiling“ Projekte wie kostenlose Fußballtrainings oder Besuche von Museen organisiert.

2019 rief Clarins gemeinsam mit myself einen neuen Preis ins Leben, den „Prix Clarins“ | © Ralf Succo
2019 rief Clarins gemeinsam mit myself einen neuen Preis ins Leben, den „Prix Clarins“.
Foto: Ralf Succo

Über den Prix Clarins

Seit 1997 zeichnet das Kosmetikunternehmen Clarins weltweit außergewöhnliche Frauen aus, die sich für eine bessere Zukunft von bedürftigen Kindern einsetzen und ihnen mit ihrem Engagement eine Stimme geben. Unter dem Namen „Prix Courage“ wurden in Deutschland von Clarins gemeinsam mit der ZDF- Sendung „Mona Lisa“ bereits zwölf Projekte honoriert. 2019 rief Clarins gemeinsam mit myself einen neuen Preis ins Leben, den „Prix Clarins“. Um Frauen auszuzeichnen, die soziale Projekte und Vereine gegründet haben, die sich für die Zukunft von Kindern in Deutschland einsetzen. Eine Jury, bestehend aus der Redaktion von myself, Clarins und den Leserinnen von myself, wählte aus drei Projekten – Digitale Bildung für Alle e. V., Children for Tomorrow und KIDsmiling e. V. – ihren Favoriten. 

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