Nachhaltiger Schmuck

Faire Revolution

1,7 Billionen Steine wurden 2018 bei Pandora verarbeitet, davon sind 99,96% handgefertigt! | © Pandora
1,7 Billionen Steine wurden 2018 bei Pandora verarbeitet, davon sind 99,96% handgefertigt!
Foto: Pandora

Schmuckhersteller Pandora hat mehr zu bieten als hübsche Charms – zum Beispiel in Sachen Nachhaltigkeit. Das verrät Vita Clausen, die die weltweite PR für Pandora verantwortet im Interview.

Vita Clausen verantwortet die weltweite PR für Pandora | © Pandora
Vita Clausen verantwortet die weltweite PR für Pandora
Foto: Pandora

Ob verschmutztes Wasser durch den Einsatz von Chemikalien oder die Verdrängung von Naturvölkern durch den Abbau: Die Herstellung von Schmuck schadet Mensch und Umwelt. Geht es auch anders, Frau Clausen?

Wir stellen alle unsere Steine künstlich her und setzen sie von Hand in die Fassungen. Zudem verwenden wir fast ausschließlich recyceltes Gold und Silber – dabei reduziert sich die Umweltbelastung im Vergleich zum herkömmlichen Abbau um 95 Prozent. Und das ohne qualitative Einbußen.

100% recyceltes Gold - 88% recyceltes Silber

Warum macht das nicht jeder?

Um in eine entsprechende Initiative wie den „Responsible Jewellery Council“ aufgenommen zu werden, muss man als Firma alle drei Jahre eine Prüfung durchlaufen. Dabei werden rund 120 Aspekte untersucht – von der Beschaffung der Rohstoffe bis hin zu Arbeitsrechtlichem.

Pandora produziert seit 2005 in einer eigenen Fabrik in Thailand. Warum?

Eine nachhaltige Produktion kann nur garantiert werden, wenn wir auch die gesamte Wertschöpfungskette überblicken. Thailand hat außerdem eine ausgeprägte Expertise für Schmuckhandwerk.

Wie sind die Arbeitsbedingungen vor Ort?

Wir entlohnen unsere 14000 Mitarbeiter in Thailand überdurchschnittlich. Sie sind krankenversichert, und um Überstunden zu vermeiden, wurde ein Schichtdienst eingeführt.

30 Mitarbeiter arbeiten im Schnitt an einem Schmuckstück

Seit zwei Jahren gibt es noch eine zweite Produktionsstätte in Lamphun bei Chiang Mai.

Wir wollten noch einen Schritt weiter gehen. Die Fabrik ist besonders umweltschonend. Das Gebäude wurde etwa so konstruiert, dass der Verbrauch von nicht erneuerbaren Energien und Wasser so gering wie möglich gehalten wird. Außerdem konnten wir 75 Prozent der Bauabfälle recyceln.

Pandoras neue Produktionsstätte in Lamphun bei Chiang Mai | © Pandora
Pandoras neue Produktionsstätte in Lamphun bei Chiang Mai
Foto: Pandora

Das wichtigste Ziel für dieses Jahr?

Wir kämpfen immer noch mit Überproduktionen, das wollen wir deutlich reduzieren – auch wenn wir bereits viel recyceln. 89 Prozent der Produktionsabfälle wurden im vergangenen Jahr wiederverwertet.