Female Conscious Fashion Week

FTC® - Fair Trade Cashmere mit einzigartiger Geschichte

FTC® steht für Fair Trade Cashmere und ein positives Lebensgefühl.  | © FTC® | myself
FTC® steht für Fair Trade Cashmere und ein positives Lebensgefühl.
Foto: FTC® | myself

Cozy, comfortable, cashmere!  Wenn es einen zeitlosen Modeklassiker gibt, der gleichzeitig gemütlich und kuschelig ist, dann ist es Cashmere. Einmal getragen, möchte man das weiche Gefühl auf der Haut nie wieder missen. Ob Schal, Mütze oder Pullover: Cashmere ist kein Trend, sondern ein lebenslanger Begleiter, eine Konstante im Kleiderschrank, auf die man sich jederzeit verlassen kann. Vor allem im Herbst und Winter erfreut sich Cashmere großer Beliebtheit, da die Naturfasern zuverlässig Wärme speichern und so vor Kälte schützen. Aber auch an wärmeren Tagen kann Cashmere, durch die natürliche Wärmeregulierung der Fasern, getragen werden. Die edle Wolle lässt sich zudem vielfältig kombinieren und garantiert stets den ultimativen Wohlfühlfaktor. Doch neben der Qualität und den modischen Aspekten spielt für viele Konsumenten auch die Frage nach der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Kann man sich heutzutage mit guten Gewissen einen Cashmere-Pullover gönnen?

Wir verraten, was gutes Cashmere ausmacht, wie es hergestellt wird und worauf man bei der Pflege der Lieblingsstücke achten muss. Außerdem zeigt uns das Label FTC® im Rahmen der „Female Conscious Fashion Week“ auf myself, was hinter Fair Trade Cashmere steckt und weshalb FTC® Nachhaltigkeit in den Händen und Herzen trägt.

Cashmere: Ursprung und Gewinnung

Cashmere gilt aufgrund seiner feinen Fasern als Edelwolle und ist damit eine der luxuriösesten Wollarten der Welt. Das liegt nicht nur an den feinen Naturfasern, sondern auch an der limitierten Verfügbarkeit von Cashmere, denn dieser kann nur einmal jährlich von der Cashmere-Ziege gewonnen werden. Hinzu kommt, dass es nur wenige geografische Gebiete gibt, in denen sich die Cashmere-Ziege zu Hause fühlt: Kalte Witterungsverhältnisse und Höhenlagen sind nötig, damit die Cashmere-Wolle gut wachsen kann. So leben die meisten Cashmere-Ziegen in den Höhen in China und der Mongolei. Um sich dem kalten Klima dort anzupassen, entwickelten die Ziegen ein einzigartiges Fell auf feiner und langer Unterwolle, welche die Wärme besonders gut speichert. Während des Saisonwechsels vom Winter zum Sommer, wenn die Ziegen ihren „Wintermantel“ ablegen, wird das feine Unterhaar dann ausgekämmt und dann später zum Cashmere-Strick weiterverarbeitet.

Feeling the Sense with Fair Trade Cashmere

FTC® steht für Fair Trade Cashmere und ist seit mehr als 18 Jahren Spezialist für Cashmere-Strick im Premiumsegment. Als die beiden Cashmere-Liebhaber Jutta und Andreas Knezovic sich 2003 dazu entschlossen, ihr eigenes Label zu gründen, war ihnen von Anfang an bewusst, welches Verantwortungsbewusstsein damit einhergeht: Verantwortung gegenüber Umwelt, Mensch und Tier. Um den eigenen Ansprüchen und Standards gerecht zu werden, bauten die beiden eine eigene Cashmere-Ziegenfarm in China auf. Inzwischen leben rund 30.000 Ziegen auf ihrer Cashmere Goat Farm in der chinesischen Provinz Shaanxi. Zusätzlich entschieden sich Jutta und Andreas Knezovic die FTC® Wertschöpfungskette komplett vertikal zu gestalten. Dies führte dazu, dass die gesamte Struktur – vom Futteranbau, über die eigene Cashmere-Ziegen-Farm, bis hin zum fertigen Strick-Style – eigens aufgebaut wurde und auch bis heute von Familie Knezovic geführt wird – mittlerweile in zweiter Generation. Seit 2016 treten Jana und Adrian Knezovic zunehmend in die Fußstapfen ihrer Eltern und unterstützen diese am Firmenhauptsitz in der Schweiz. Bis heute ist sich die Marke FTC® ihren Werten „Leidenschaft, Sorgfalt und Verantwortung“ treugeblieben, was im Erleben der Marke spürbar wird.

Von der Cashmere-Ziege bis zum fertigen Cashmere-Pullover

1. Gewinnung des Rohmaterials auf der Ziegenfarm

FTC® verwendet für ihre Cashmere-Produkte ausschließlich die Fasern von Ziegen, die aus ihrer eigenen Zucht stammen und hält sich dabei an einen selbst entwickelten Regelkatalog, um eine artgerechte Tierhaltung sowie gleichbleibende hohe Qualität der Fasern zu sichern. Auf der Farm werden die Ziegen nach der Geburt mit Liebe großgezogen und sogar das Futter für die Tiere wird von FTC® angebaut. Auch das Kämmen der Ziegen passiert per Hand und mit viel Geduld.  

Auf der Cashmere-Ziegenfarm von FTC®. | © FTC®
Vom Futteranbau bis zum Kämmen der Ziegen - jeder Schritt auf der Cashmere-Ziegenfarm wird von FTC® begleitet.
Foto: FTC®

2. Kardieren

Von der Ziegenfarm geht es dann weiter in die FTC® Manufaktur in der chinesischen Provinz Hebei. Dort werden die Fasern nach Farbe und Qualität sortiert und gewaschen. Nun beginnt das sogenannte Kardieren. Ziel des Kardierens ist es, die losen Fasern zu ordnen. Dazu werden alle Fasern auf einem bestimmten Muster-Raster in die gleiche Richtung gelegt und in der Kardiermaschine bearbeitet.

3. Färben

Im nächsten Schritt geht es ans Färben. Cashmere-Wolle besitzt von Natur aus die Farben Braun, Weiß und in seltenen Fällen auch helle Rottöne, je nach Herkunftsland der Cashmere-Ziegen. Die Fasern können in der Flocke (Fasern), Garn oder als Fertigprodukt gefärbt werden. FTC® nutzt das erste Verfahren, das zwar aufwendiger ist, aber dafür langanhaltend. Für das Färben werden nur STANDARD 100 by OEKO-TEX® zertifizierte Farbstoffe verwendet. Dank einer modernen Wasseraufbereitungsanlage wird der ökologische Fußabdruck beim Färben so gering wie möglich gehalten. Außerdem reinigt die Anlage das Wasser nach dem Färben, sodass nur gereinigtes Wasser wieder zurück in das lokale Abwassersystem fließt.

4. Spinnen & Stricken

Das Garn wird danach auf modernsten Maschinen fully-fashioned gestrickt und teilweise von Hand gekettelt. Während des Strickprozesses bemerkten die Mitarbeitenden von FTC®, dass trotz sorgfältiger Planung kleine Mengen Garn an den Spulen übrigblieben. Da Cashmere sehr kostbar ist und nur begrenzt verfügbar, entstand die Idee, auch das Restgarn sinnvoll einzusetzen und so gleichzeitig Produktionsabfälle zu nutzen. Seitdem werden die Garnenden aus verschiedenen Farben und Längen neu zusammengesetzt, sodass am Ende einzigartige Styles entstehen. Die Idee für UpKnit (Upcycling for Uniqueness by FTC®) war geboren. Seit der Entwicklung von UpKnit konnten bereits über 450 kg Restgarne verwertet werden. Somit geht FTC® einen wichtigen Schritt in Richtung Zero-Waste-Produktion.

5. Waschen & Bügeln

Auch beim Waschen ist Sorgfalt gefragt: Damit das Material nicht beschädigt wird, wird mit einem speziellen Flüssigwaschmittel bei streng kontrollierten Temperaturen gewaschen. Daraufhin wird der Cashmere getrocknet und mit Dampf gebügelt. Nun ist es fast geschafft …

6. Umweltfreundlich verpacken

Die Cashmere-Styles werden in recycelbaren, FSC-zertifizierten Papiertüten verpackt. Die Tüten ersetzten die ursprünglichen Polybags, um den Kunststoffverbrauch sowie Abfälle zu minimieren und somit eine umweltfreundlichere Verpackung anzubieten. 

Transparenz als Schlüssel zur Nachhaltigkeit  

Mit der eigenen Wertschöpfungskette will FTC® vor allem Transparenz und Verständnis schaffen. Für die Strickspezialisten ist Transparenz der Schlüssel zur Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund wird jeder Produktionsschritt erklärt und verstanden und zu jedem Zeitpunkt vom Unternehmen überblickt und kontrolliert. Der große Vorteil: Über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus, können so die FTC®-eigenen, strengeren Ansprüche für Fair Trade Cashmere durchgesetzt werden. Neben einer fairen Bezahlung, langfristigen Anstellungen, hohen ökologischen Standards und einer nachhaltigen Arbeitsweise gehört dazu auch die Fähigkeit, Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Seit 2021 ist das gesamte Unternehmen sowie alle Produkte klimaneutral. Zudem sind alle FTC®-Kleidungsstücke mit dem STANDARD 100 by OEKO-TEX® Siegel zertifiziert – und damit komplett schadstofffrei. Um den physischen Beweis der Produktherkunft zu liefert, kooperiert FTC® zudem mit HAELIXA® - einem schweizerischen Innovationsunternehmen, welches mehr Transparenz in Wertschöpfungsketten sicherstellt. Dabei wird eine Flüssigkeit (ein DNA-Tracer) auf das Rohmaterial gesprüht, welches im Endprodukt noch nachvollziehbar ist. Somit ist die Wahrheit der Produktherkunft gewährleistet und nachvollziehbar.

FTC® Family | © FTC®
„Nachhaltigkeit in den eigenen Händen und Herzen“ – danach lebt FTC®. Die Familie begleitet jeden Produktionsschritt von Anfang bis zum Endprodukt.
Foto: FTC®

Die schönsten FTC® Styles für den Herbst/Winter 2021

Die Kollektionen von FTC® beweisen, dass sich faire Mode und angesagte Styles nicht ausschließen müssen. Jährlich entstehen vier Damen- und zwei Herrenkollektionen, sowie eine Home Collection. Die Mehrheit des Sortiments von FTC® besteht aus 100% Cashmere, wobei exklusive Mischungen (z.B. SeaCell™-Cashmere und Organic Cotton / Cashmere) die Kollektionen abrunden. Die aktuellen Trends hat das Design-Team um Gründerin Jutta Knezovic und Tochter Jana Knezovic genau im Blick – hier ist geballte Frauenpower am Werk. Dem Design-Team ist wichtig, dass ihre Cashmere-Styles nicht nur komfortabel und funktional sind, sondern auch empowern und ein gutes, positives Gefühl vermitteln.

Klickt euch durch unsere Bildergalerie und entdeckt die neuesten FTC®-Cashmere-Styles ...

Die schönsten Wohlfühl-Looks von FTC®

FTC® Cashmere Styles | © FTC® | myself

Cashmere richtig pflegen: die Do‘s und Don'ts

Die beliebten Fasern der Cashmere-Ziege sind kuschelweich und zart – aber leider nicht unbedingt pflegeleicht. Damit die Lieblingsstücke so lange wie möglich halten, sollte man bei der Pflege von Cashmere folgende Dinge beachten.

Cashmere pflegen – Do’s:

  • Dass Cashmere nicht in die Waschmaschine darf, ist ein Mythos. Solange man die Kleidung im kalten Wollwaschgang wäscht, kann man Cashmere schonend reinigen.

  • Zum Waschen ein flüssiges Waschmittel (z.B. Woll- oder Cashmere-Shampoo)

  • Nach dem Waschgang trocknet man die Kleidung liegend auf dem Wäscheständer, um eine bestmögliche Luftzirkulation zu ermöglichen.

  • Cashmere-Strick nach dem Trocknen immer mit der Dampffunktion bügeln. Der feuchte Dampf hilft dabei, dem Cashmere seine natürliche Feuchtigkeit wiederzugeben, den er durch die trockene Luft verliert. Ebenso hilft der heiße Dampf dabei, Bakterien und Mottenlarven abzutöten. Damit der Strick seine Form behält, ist es wichtig, nicht zu viel Druck auszuüben, sondern den Dampf arbeiten zu lassen.

  • Gegen Pilling, sogenannte Knötchenbildung, hilft ein schonender Piling-Kamm.

  • Da Motten leider ein großer Fan von Cashmere sind, sollte man das Material lieber „vorbeugend“ schützen und Lavendelsäckchen oder Mottenpapier im Kleiderschrank lagern. Und das Dampfbügeln nicht vergessen!

Cashmere pflegen – Don’ts:

  • Cashmere muss nicht nach jedem Tragen sofort im Wäschekorb landen, sondern kann auch gut ausgelüftet werden. Auf diese Weise spart man gleich einige Waschgänge und tut der Umwelt etwas Gutes.

  • Mit der Hand sollte man Cashmere lieber nicht waschen. Bei einer Handwäsche läuft man Gefahr, dass das Wasser zu warm eingestellt wird und zu viel Reibung entsteht.

  • Wenn sich Flecken bilden, sollte man versuchen, mit so wenig Reibung wie möglich Spot-Treatment zu betreiben.

  • Beim Waschen keinen Weichspüler hinzugeben.

  • Bürsten oder Schrubben sind ein No-Go und zerstören die empfindlichen Naturfasern.

  • Cashmere-Kleidung sollte nicht auf einen Kleiderbügel hängen, sondern wenn möglich immer liegend im Kleiderschrank aufbewahrt werden. Mit einem speziellen Kleiderbeutel wird die Cashmere-Wolle zusätzlich geschützt – auch unterwegs. 

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