UV-Schutz im Sommer

Sonnenschutz: Die besten Sonnencremes für Gesicht & Körper

Frau beim Sonnenbaden mit Sonnencreme | © iStock | Foremniakowski
Sonne tut gut - in Maßen genossen und mit dem richtigen Sonnenschutz!
Foto: iStock | Foremniakowski

Experten sind sich einig: Sonnenschutz aufzutragen sollte genauso selbstverständlich sein wie das morgendliche Zähneputzen. Denn zu viel UV-Strahlung schadet der Haut, führt zu vorzeitiger Hautalterung, DNA-Schäden, Pigmentflecken und schlimmstenfalls zu Hautkrebs. Was es beim Auftragen von Sonnenschutz zu beachten gilt und welche Sonnencremes und Sprays halten, was sie versprechen.

Sonne tut gut - in Maßen genossen. Denn nur mit ihrer Hilfe kann der Körper das lebensnotwendige Vitamin D bilden. Außerdem regt sie Atmung, Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel an. Ein tägliches Sonnenbad von etwa 15-30 Minuten (abhängig vom Hauttyp) ist allerdings vollkommen ausreichend, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Ab dann empfehlen Experten unbedingt zum Sonnenschutz zu greifen. Denn die Hautkrebsraten steigen kontinuierlich, auch in Deutschland – die schützenden Produkte werden zwar besser, die ultravioletten Strahlen aber intensiver. Und das Wissen um den richtigen Sonnenschutz damit umso wichtiger.

Welche Sonnencreme schützt zuverlässig?

Nahezu jede Sonnencreme, die im Handel erhältlich ist, schützt zuverlässig vor UV-Strahlung. Das bestätigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest („test“-Ausgabe 7/2019). Voraussetzung für optimalen Schutz ist jedoch, dass man ausreichend Sonnencreme verwendet. Lieber mehr als zu wenig. Bedeutet im Klartext: Ein Erwachsener benötigt nach Angaben der Experten etwa drei Esslöffel Sonnencreme (rund 30 Gramm), um seinen ganzen Körper einzucremen. Optimalerweise geschieht das 30 Minuten vor dem Sonnenbad. Nach einem Bad im See oder Pool muss dann fleißig nachgecremt werden - auch bei wasserfesten Lotionen oder Sprays! Beim Test der Stiftung Warentest von 19 Sonnenschutzmitteln (LSF 30, 50 oder 50+) schnitten 17 entweder „gut“ oder „sehr gut“ ab. Darunter auch sehr günstige Produkte aus Drogeriemärkten und Discountern.

Sonnencreme Test: Der beste Sonnenschutz

Frau, die gerade Sonnenspray benutzt | © iStock | gilaxia

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel länger man in der Sonne bleiben darf, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Wer also eine Eigenschutzzeit von 15 Minuten hat, könnte mit einem Lichtschutzfaktor 20 theoretisch 300 Minuten in der Sonne bleiben, ohne sich zu verbrennen. Aber wie das mit der Theorie eben so ist - in der Praxis sieht es dann doch anders aus, denn kaum einer cremt sich so vorbildlich und vor allem reichlich ein, wie die Hersteller vorgeben und jede Haut reagiert anders auf Reizungen wie beispielsweise Sonne. Demnach sollte man schleunigst den Schatten aufsuchen, wenn sich die Haut rötet, spannt oder unangenehm anfühlt - unabhängig vom verwendeten Lichtschutzfaktor.

Der Lichtschutzfaktor gibt übrigens nur Hinweise auf den UVB-Filter, nicht ob ein UVA-Schutz vorhanden ist. Beim Kauf des Sonnenschutzmittels sollte man deshalb nicht nur auf den LSF achten, sondern auch den UV-A-Schutz berücksichtigen. Hinweise dazu findet man meist auf der Rückseite. Der Schutzgrad wird in der Regel mit Sternen angegeben. Die „British Association of Dermatologists“ empfiehlt für einen guten Schutzstandard Sonnenschutzfaktor 30 mit fünf Sternen UVA-Schutz.

Übrigens: Wenn die Schutzzeit des gewählten Lichtschutzfaktors ausgenutzt ist, kann dieser nicht mehr verlängert werden - auch nicht durch mehrmaliges Eincremen!

Sonnenschutz auf den Hauttyp abstimmen

Je nach Hauttyp variiert die Eigenschutzzeit der Haut, also die Zeitspanne, die man in der Sonne verbringen kann, ohne dass eine Hautrötung bzw. Sonnenbrand eintritt. Davon sollte man auch die Wahl des Lichtschutzfaktors abhängig machen. Kinderhaut ist besonders sensibel und bedarf immer eines sehr hohen Schutzes (LSF 50+).

Hauttyp 1

  • Hautfarbe: sehr hell, häufig Sommersprossen
  • Augenfarbe: hell, meist blau
  • Haarfarbe: rötlich, rotblond
  • Sonnenbrand: nahezu unmittelbar, kaum Bräunung
  • Eigenschutz: 5-10 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: 30 – 50+

Hauttyp 2

  • Hautfarbe: hell
  • Augenfarbe: blau, grün, grau
  • Haarfarbe: blond
  • Sonnenbrand: schnell, langsame Bräunung
  • Eigenschutz: 10-20 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: 20 – 50

Hauttyp 3

  • Hautfarbe: hellbraun, leicht gebräunt 
  • Augenfarbe: grau, braun
  • Haarfarbe: dunkelblond bis hellbraun
  • Sonnenbrand: selten, einfache und langsame Bräunung
  • Eigenschutz: 15-25 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: 15 – 30

Hauttyp 4

  • Hautfarbe: braun
  • Augenfarbe: dunkel
  • Haarfarbe: dunkel, braun bis schwarz
  • Sonnenbrand: sehr selten Sonnenbrand
  • Eigenschutz: 30-40 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: 10 – 15

Hauttyp 5

  • Hautfarbe: schwarz
  • Augenfarbe: dunkel
  • Haarfarbe: schwarz
  • Sonnenbrand: sehr selten Sonnenbrand
  • Eigenschutz: 60 Minuten

Empfohlener Lichtschutzfaktor: 10 – 15

Die unterschiedlichen Hauttypen und ihre Eigenschutzzeit in der Sonne | © Grafik: Techniker Krankenkasse
Foto: Grafik: Techniker Krankenkasse

Goldene Regeln beim Sonnenschutz

  • Die Mittagsstunden sollte man besser im Haus oder zumindest im Schatten verbringen.

  • Bei direkter Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung empfehlenswert.

  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen. Für Erwachsene mit unempfindlicher Haut sollte es mindestens LSF 15 sein, für Kinder und empfindliche Menschen empfiehlt sich 50+.

  • Auch im Schatten ist Sonnencreme notwendig, denn UV-Strahlung Strahlung wird von Gras, Sand oder anderem Untergrund reflektiert und gelangt so auf die Haut. Besondere Vorsicht ist im Wasser geboten.

  • Auch wer gebräunt ist, sollte niemals auf Sonnenschutz verzichten. Denn Melanin (das für die Bräunung der Haut verantwortlich ist) bietet keinen Schutz gegen Sonneneinstrahlung. Tatsächlich ist die Bräunung eher ein Zeichen der Schädigung. 

  • Sonnencreme hat ein Haltbarkeitsdatum von ein bis zwei Jahren. Allerdings nur bei möglichst kühler, dunkler Lagerung. Ist es überschritten, lässt die Wirkung nach. Liegt die Creme stundenlang in der Sonne zersetzen sich die Filter viel rascher, daher empfiehlt es sich im Zweifelsfall im nächsten Jahr lieber ein neues Produkt zu verwenden. 

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