Temporär vs. dauerhaft

Haarentfernung: Die effektivsten Methoden im Überblick

Frau mit kurzem Kleid sitzt auf weißem Sofa und streicht über ihre glatten Beine | © iStock | DragonImages
Welche Frau wünscht sich nicht seidig glatte Beine? Eine dauerhafte Haarentfernung mit Laser oder Licht kann die Lösung sein.
Foto: iStock | DragonImages

Rasieren, epilieren, lasern: Es gibt viele Wege, lästige Härchen an den Beinen, Achseln oder im Gesicht loszuwerden. Doch wie effektiv sind die verschiedenen Behandlungen zur Haarentfernung und welche sorgen dauerhaft für seidig glatte Haut? Die beliebtesten Methoden im Check.

Beim Thema Körperbehaarung gehen die Meinungen auseinander: Immer mehr Frauen lassen die Haare unter den Achseln oder an den Beinen ungehindert sprießen, andere wünschen sich glatte Haut – und das am besten dauerhaft. Je nach Hauttyp, Schmerzempfindlichkeit und Budget hat man die Wahl zwischen unzähligen verschiedenen Haarentfernungs-Methoden. Ein Überblick.

Rasieren

Der Klassiker unter den Haarentfernungsmethoden: Rasierschaum, -gel oder -öl auftragen, mit dem Nassrasierer vorsichtig entgegen der Wuchsrichtung über die Haut fahren – schon sind lästige Härchen Geschichte. Das Rasieren reizt die Haut minimal und ist deshalb auch für sensible Körperstellen wie die Bikinizone geeignet. Allerdings hält das Ergebnis nur wenige Tage, bevor man erneut zum Rasierer greifen muss.

Kosten: Einwegrasierer sind für ein paar Euro in der Drogerie erhältlich, hochwertigere Gelrasierer gibt es ab rund zehn Euro. Hinzu kommen die Kosten für Wechselklingen: Wer sich täglich rasiert, sollte die Rasierklinge alle ein bis zwei Wochen austauschen.

Schmerzen: Rasieren ist komplett schmerzfrei – Schnittverletzungen sind jedoch nicht auszuschließen.

Ergebnis: Je nach Haarwuchs hält das Ergebnis ein bis drei Tage.

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Enthaarungscreme

Schwefelhaltige Enthaarungscreme zerstört die Keratin-Struktur der Härchen, sodass sie sich nach der Einwirkzeit lösen und anschließend mithilfe eines Spatels einfach abtragen lassen. Diese Methode zur Haarentfernung ist besonders für robuste Körperstellen wie Rücken, Beine, Bauch und eventuell auch die Achseln geeignet. Grundsätzlich ist es auch möglich, den Intimbereich und das Gesicht mit Enthaarungscreme zu behandeln. Hier sollte man jedoch speziell darauf ausgelegte Produkte verwenden, der Hinweis muss ausdrücklich auf der Herstellerinformation zu finden sein. Grundsätzlich gilt: Vor der großflächigen Anwendung unbedingt erst an einer kleinen Stelle testen, ob die Haut während oder nach der Anwendung juckt, brennt oder sich rötet. Falls ja, solltet ihr auf die chemische Enthaarung lieber verzichten.

Kosten: Je nach Marke kosten Enthaarungscremes zwischen zwei und 20 Euro.

Schmerzen: Enthaarungsmethode ist komplett schmerzfrei. Die Cremes sind allerdings meist Chemiekeulen, die bei Menschen mit empfindlicher Haut Ausschlag, Rötungen und allergische Reaktionen auslösen können. Auch der stark chemische Geruch ist nicht jedermanns Sache.

Ergebnis: Auch hier hängt es vom Haarwuchs ab, wie lange man sich über seidige Haut freuen kann. In der Regel hält der Glatteffekt zwei bis zehn Tage und damit nur geringfügig länger als bei einer klassischen Rasur.

Epilieren

Ein Epiliergerät zieht störende Härchen mithilfe einer Art „Mini-Pinzetten-System“ direkt an der Wurzel mit hoher Geschwindigkeit aus der Haut. Die zu enthaarenden Stellen vorher am besten warm abduschen – das öffnet die Poren und macht die Behandlung weniger schmerzhaft. Pluspunkt: Epilieren sorgt dafür, dass die Haare mit jeder Behandlung weicher und weniger werden. Außerdem ist die Haarentfernungsmethode im Vergleich zum Rasieren oder Enthaarungscreme sehr umweltfreundlich.

Kosten: Ein Epilierer kostet je nach Marke zwischen 20 und 150 Euro. Es lohnt sich, etwas mehr Geld für ein hochwertiges Gerät auszugeben.

Schmerzen: Epilieren ist keine Enthaarungsmethode für Sensibelchen und kann durchaus schmerzhaft sein. Die meisten Frauen „gewöhnen“ sich aber schnell an die Behandlung und empfinden sie mit jedem Mal weniger unangenehm. Zudem wachsen die Haare bei regelmäßiger Anwendung weniger stark nach, damit werden auch die Schmerzen minimaler.

Ergebnis: Wer unerwünschten Stoppeln mit dem Epilierer den Kampf ansagt, wird mit bis zu vier haarfreien Wochen belohnt.

Weitere Infos zum Thema 'Epilieren'!

Waxing

Die Haarentfernung mit heißem oder kaltem Wachs zählt zu den beliebtesten Methoden, die Haut so lange wie möglich glatt zu halten. Mithilfe eines Holzspatels wird erhitztes Wachs aufgetragen und anschließend mit einem Vliesstreifen ruckartig entgegen der Wuchsrichtung abgezogen. Alternativ kann man zu Kaltwachsstreifen greifen, die zwischen den Händen erwärmt und dann auf die gewünschte Körperstelle aufgebracht werden. Vorteil der Methode: Waxing ist besonders effektiv und langanhaltend, da die Haare mitsamt der Wurzel entfernt werden.

Kosten: Für die Behandlung zahlt man in Waxing-Studios je nach Körperpartie zwischen zehn und 100 Euro. Die Haarentfernung mit Wachs gibt‘s aber auch für zu Hause: Die benötigten Utensilien sind für fünf bis 30 Euro erhältlich.

Schmerzen: Wie Epilieren kann Waxing ziemlich unangenehm sein. Wer schmerzempfindlich ist, setzt am besten auf Warmwachs: Die Wärme öffnet die Hautporen und macht die Haarentfernung weniger schmerzhaft.

Ergebnis: Nach dem Waxen bleiben Beine, Bikinizone und Co. etwa zwei bis vier Wochen lang glatt. Regelmäßig angewendet wachsen die Haare außerdem weniger stark nach.

Sugaring

Im Prinzip funktioniert Sugaring genauso wie Waxing. Der einzige Unterschied ist, dass statt Heiß- oder Kaltwachs mit einer Paste aus Zucker, Wasser und Zitronensaft gearbeitet wird. Das macht die Haarentfernung gründlicher und schonender. Zudem ist die Zuckerpaste aufgrund der rein natürlichen Inhaltsstoffe auch bei sensibler oder zu Allergien neigender Haut geeignet.

Kosten: Für eine professionelle Sugaring-Behandlung im Kosmetikstudio zahlt man je nach Körperstelle etwa zehn bis 200 Euro. Wer die Enthaarungsmethode zu Hause selbst ausprobieren will, kann die Zuckerpaste samt Equipment online ab rund 20 Euro bestellen - oder einfach selbst herstellen. Hier ein einfaches Rezept: Sugaring-Paste selbst herstellen

Schmerzen: Ein bisschen die Zähne zusammenbeißen muss man beim Sugaring schon. Wie beim Waxing hält der Schmerz aber nur kurz an und wird von Mal zu Mal erträglicher, da die Haare weniger stark nachwachsen.

Ergebnis: Die Haarentfernung mit Zucker hält drei bis sechs Wochen.

Laser

Das Prinzip dieser Enthaarungsmethode: Ein konstanter Laserstrahl dringt in die Haarwurzel ein und zerstört sie dauerhaft. Das darin enthaltene Melanin – also die Pigmente, die den Haaren ihre natürliche Farbe geben – leitet die Wellenlänge des Laserlichts in die Haarfollikel weiter und sorgt dafür, dass sie sich auf über 60 Grad Celsius erhitzen. Die Wärme zerstört die Haarwurzel, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Das Ergebnis: Nach mehreren Sitzungen bleibt die behandelte Körperstelle dauerhaft haarfrei. Besonders effektiv ist die Enthaarungsmethode bei Frauen mit dunklen Haaren. Blonde, graue oder weiße Härchen enthalten kaum Melanin und sind mit dem Laser deshalb schwerer oder gar nicht zu entfernen.

Für eine Laser-Haarentfernung solltet ihr euch immer in die Hände eines Dermatologen begeben: Nur qualifizierte Profis können richtig mit den Speziallasern umgehen und ein professionelles Ergebnis erzielen.

Kosten: Abhängig von der Körperpartie zahlt man pro Laser-Sitzung zwischen 50 und 400 Euro. Damit die Haut dauerhaft glatt bleibt, sind meist sechs bis acht Behandlungen über einen Zeitraum von zwölf Monaten notwendig.

Schmerzen: Die Haarentfernung mit dem Laser ist so gut wie schmerzfrei. Je nach Hauttyp spürt man während der Behandlung eventuell leichte Nadelstiche oder Wärmeimpulse.

Ergebnis: Nach dem Lasern sollten die unerwünschten Härchen gar nicht mehr nachwachsen oder zumindest für viele Jahre fernbleiben.

Intense Pulsed Light (IPL)

Bei einer IPL-Behandlung werden störende Haare mit sanften Lichtimpulsen „weggeblitzt“. Danach bleibt die Haut bis zu acht Wochen lang seidig glatt. Mit Spezialgeräten, die ein wenig an Supermarkt-Scanner erinnern, ist die IPL-Haarentfernung mittlerweile auch zu Hause möglich. Die lichtbasierte Enthaarungsmethode ist jedoch nicht für jeden geeignet. Wie beim Lasern hängt es auch bei IPL vom Melanin-Gehalt der Haare ab, wie effektiv die Lichtimpulse das Haarwachstum stoppen. Die ideale Kombination: dunkle Haare auf heller Haut. Bei Frauen mit blonden, roten oder grauen Haaren ist die Haarentfernung mit Licht dagegen weniger bis gar nicht wirkungsvoll.

Kosten: Mit 25 bis 300 Euro pro Sitzung ist eine IPL-Haarentfernung günstiger als eine Laserbehandlung. Für dauerhaft glatte Haut sind etwa sechs bis acht Behandlungen erforderlich.

Schmerzen: Intense Pulsed Light verursacht kaum Schmerzen – höchstens ein leichtes Kribbeln oder Ziepen.

Ergebnis: Im Idealfall sorgt die Lichtmethode dafür, dass langfristig keine neuen Härchen mehr nachwachsen.

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