Richtig epilieren

Epilieren: Alles über die Methode der Haarentfernung

Frau benutzt einen Epilierer im Bett. | © iStock | Liderina
Wer sich fürs Epilieren entscheidet, hat länger glatte Haut.
Foto: iStock | Liderina

Wer sich fürs Epilieren entscheidet, kann sich länger über glatte Haut freuen. Doch ist diese Haarentfernungsmethode auch wesentlich schmerzhafter, als die Alternative mit dem Rasierer. Dennoch gibt es ein paar hilfreiche Tipps, mit denen das Epilieren weniger weh tut und sich lästige Pickelchen vermeiden lassen.

Was ist ein Epilierer?

Bei einem Epilierer handelt es sich um ein elektronisches Gerät zur langanhaltenden Haarentfernung. Auch wenn er auf den ersten Blick an einen Rasierer erinnert, besitzt dieser keine Klingen sondern verfügt über rotierende Walzen mit mehreren kleinen Pinzetten. Die greifen nach den zu entfernenden Härchen und zupfen sie einzeln heraus. Ein gutes Epiliergerät sollte über möglichst viele Pinzetten verfügen. Je mehr vorhanden sind, umso leichter lassen sich bereits feinste Haare entfernen. 

Kauf eines Epiliergeräts: Darauf kommt es an

Beim Kauf eines Epilierers lohnt es sich auf die Qualität des Geräts zu achten. Da in den meisten Fällen nicht nur eine Haarentfernung an den Beinen sondern auch an anderen Körperbereichen gewünscht ist, sollte das Gerät über verschiedene Aufsätze verfügen. Zusätzlich ist es empfehlenswert, ein kabelloses und wasserfestes Gerät zu kaufen. Es lässt sich nicht nur besser reinigen, sondern kann auch in der Badewanne oder unter der Dusche genutzt werden - was als schmerzfreier gilt. Zu guter Letzt empfiehlt es sich vor allem für Epilieranfänger, ein Gerät zu kaufen, welches über mindestens zwei Geschwindigkeitsstufen verfügt. So kann man sich langsam an das ziepende Gefühl beim Epilieren herantasten. 

Ein Epilierer kostet je nach Marke zwischen 20 und 150 Euro. Grundsätzlich lohnt es sich, etwas mehr Geld für ein hochwertiges Gerät auszugeben.

Die Vor- und Nachbereitung

Besonders effektiv funktionieren Epilierer bei einer Haarlänge zwischen zwei und fünf Millimetern. Teilweise gibt es aber Geräte, welche die Haare bereits ab 0,5 Millimeter problemlos entfernen. Das kommt ganz auf den Hersteller an. Sind sie zu lang, kann das Gerät nicht richtig greifen. Es gilt: Je kürzer die Haare, desto schmerzfreier und gründlicher das Epilieren! In diesem Fall sollten sie vorab auf die notwendige Länge getrimmt werden.

Um die Haut auf das Epilieren vorzubereiten, wird sie vorab gepeelt. Das Peeling verhindert mögliches Einwachsen der Haare und sorgt zusätzlich dafür, dass bereits abgestorbene Hautschuppen entfernt werden. Eine anschließende Massage mit Bürste oder Schwamm sorgt für eine ausreichende Durchblutung, woraufhin sich die Haare leichter und schmerzfreier entfernen lassen. 

Sind alle Haare des gewünschten Bereichs epiliert, ist es wichtig, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Pflegende Treatments mit beruhigender Wirkung lindern Reizungen und sorgen für eine schnelle Erholung. Auch das Auftragen von Babypuder kann Hautirritationen nach dem Epilieren verhindern. Zusätzlich empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen ein Peeling zu nutzen, welches die nachkommenden Stoppeln am Einwachsen hindert. 

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Schöne Junge Frau mit frangipani-Blume | © iStock | Jasmina007

Richtig epilieren: So wird's schmerzfrei

Oft wird über das Epilieren behauptet, es sei eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, was auf viele abschreckend wirkt. Doch der Schmerz ist bei der ersten Epilation am größten. Das liegt daran, dass während der ersten Behandlung besonders viele Haare entfernt werden und die Haut die Reizung noch nicht gewöhnt ist. Wer dem Epilierer treu bleiben will, sollte sich davon nicht abschrecken lassen. In diesem Fall heißt es: Zähne zusammenbeißen und dran bleiben! Mit der Zeit werden die Härchen dünner und weniger - und damit auch die Schmerzen immer erträglicher. Zusätzlich gibt es ein paar Tipps, mit denen das Epilieren schmerzfreier wird.

Beine epilieren

Wer schmerzempfindlich oder noch nicht routiniert ist, sollte die Beine nach einer heißen Dusche oder einem Bad epilieren. Das warme Wasser öffnet die Poren und macht die Haare weich, weswegen sie sich leichter entfernen lassen. Im Anschluss sollte die Haut gut getrocknet und frei von Creme sein. Wer ein wasserfestes Epiliergerät besitzt, kann die Prozedur direkt im Wasser durchführen. 

Um auch jedes einzelne Haar mit dem Epilierer zu erreichen, kommt es zudem auf die richtige Technik an. Anders wie beim Rasieren sollte das Gerät beim Epilieren nicht in alle Richtungen geführt werden. Und auch die Geschwindigkeit ist entscheidend. Für ein glattes Ergebnis daher den Epilierer unten am Bein ansetzen und in langsamen Zügen entgegen der Haarwuchsrichtung nach oben führen. Wer zu schnell arbeitet, geht das Risiko ein, dass die Haare abbrechen und so schneller einwachsen.

Tipp: Das zusätzliche Straffen der Haut mit Hilfe der freien Hand sorgt dafür, dass sich die Härchen aufstellen und leichter entfernen lassen.

Imtimbereich epilieren

Ein glatter und haarfreier Intimbereich gehört für viele Frauen zur regelmäßigen Beautyroutine. Um nicht alle zwei bis drei Tage nach dem Rasierer greifen zu müssen, lassen sich die Haare im Intimbereich auch mit dem Epilierer entfernen. Man sollte sich jedoch darauf einstellen, dass das Epilieren im Intimbereich wesentlich schmerzhafter ist als an den Beinen. Der Grund: Die Haare an dieser Körperstelle sind kräftiger und stärker verwurzelt. Auch befinden sich hier wesentlich mehr Nervenenden, die das Schmerzempfinden noch verstärken. Die richtige Auswahl des Geräts sollte somit an vorderster Stelle stehen. Viele Meinungen schwören auf eine Intim-Epilation im warmen Wasser. Das Öffnen der Poren sowie das durch die Wärme entstehende angenehme Gefühl soll den Schmerz lindern. In diesem Fall ist ein wasserdichtes Gerät unumgänglich.

Und auch die Art der Anwendung ist besonders wichtig. Anders wie an den Beinen ist die Haut in der Bikinizone nicht so stark gestrafft. Um dem Schmerz entgegenzuwirken, während der Anwendung zu epilierende Stelle mit der freien Hand spannen und gegen die Haarwuchsrichtung arbeiten. 

Das spricht für und gegen das Epilieren

Vorteile von Epilieren:

1. Dauerhaft glatte Haut, ganz ohne Laser und Chemikalien, welche beispielsweise in Haarentfernungscremes enthalten sind. Epilierer setzen an der Wurzel der Haare an und ziehen diese komplett heraus. Es benötigt daher bis zu vier Wochen, bis sie wieder nachgewachsen sind. 

2. Der Epilierer erwischt auch kürzere Haare und kann teilweise bereits bei 0,5 Millimeter langen Härchen angewendet werden. Lästiges Wachsenlassen der Behaarung ist somit nicht notwenig. 

3. Beim Epilieren werden bis zu fünf Mal mehr Haare entfernt als beim herkömmlichen Waxing. Das Pinzettensytstem erreicht bereits kürzere und feinere Haare und entfernt diese sorgfältig.

4. Das Haarwachstum verringert sich, Härchen wachsen weniger sichtbar nach. Wie man es vom Waxing und Sugaring kennt, verdünnen sich die Haare, nachdem sie samt Wurzel entfernt wurden. Und auch die Farbe verändert sich, die Härchen werden über einen längeren Zeitraum gesehen heller.

Nachteile vom Epilieren:

1. Epilieren gehört neben Waxing und Sugaring zu den schmerzhaften Varianten der Haarentfernung. Denn im Gegensatz zum Rasieren werden die Haare samt Wurzel entfernt, warum es auch als unangenehme Methode angesehen wird.

2. Aufgrund der tiefen Wurzelentfernung der Härchen entsteht eine unvermeidliche Reizung sowie Rötung der Haut. Wer also Bein zeigen möchte, sollte am Vorabend zum Eplilierer greifen. Die Haut braucht ein paar Stunden, um sich zu regenerieren. Spontane Haarentfernungsaktionen sind mit dieser Methode nicht immer möglich.

3. Wo wir auch schon zum nächsten Nachteil kommen: Epilieren ist zeitaufwendig und gehört nicht zu den schnellsten Haarentfernungsmethoden. In der Regel sollte man um die 20 bis 30 Minuten einplanen.

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