Pflege- und Stylingtipps

Trockene Haare: Hausmittel und Pflegetipps

Frau beim Haare stylen  | © iStock | Nomadsoul1
Trockene Haare mögen keine langen Styling-Sessions: besser auf zu viel Hitze verzichten!
Foto: iStock | Nomadsoul1

Spröde, matte und kraftlose Haare – klingt nicht unbedingt nach einer Traummähne. Intensives Färben, Stylen und extreme Temperaturen öffnen die schützende Schuppenschicht der Haare. Über die offene Oberfläche verliert das Haar nicht nur an Feuchtigkeit, die abstehenden Schuppen verhindern auch die Spiegelung des Lichts, sodass die Haare glanzlos und stumpf wirken. Die Folge: Das trockene Haar wirkt strohig, ist splissanfällig und kann sogar abbrechen. Trockenes Haar ist also in erster Linie strapaziertes Haar. Was dagegen hilft, praktische Hausmittel und Stylingtipps.

Ursachen für trockene Haare

Die Auslöser für trockene Haare sind vielfältig. Neben organischen Ursachen und Umwelteinflüssen, können auch die Jahreszeit und die Gene für trockene Haare verantwortlich sein.

  • Extreme Hitze und Kälte führen dazu, dass Haare schneller austrocknen. Während im Sommer die Kombination aus Chlor-/Salzwasser und Sonne die Haare aufquellen und anschließend austrocknen lassen, raut im Winter der Wechsel zwischen kalter Außenluft und trockener Heizungsluft die Schuppenschicht der Haare auf. Auch heiße Föhnluft oder Stylingtools entziehen Feuchtigkeit und lassen die Haare auf Dauer strohig werden.

  • Regelmäßiges Haarefärben und Blondieren und der übermäßige Gebrauch von Stylingprodukten (v.a. auf Alkoholbasis) schaden den Haaren. Die Schuppenschicht der Haare wird bei den Haartreatments geöffnet, sodass der Haarkern ungeschützt ist. Wird die Schuppenschicht nicht wieder geschlossen und die Regeneration unterstützt, können die Haare sehr trocken werden und abbrechen.

  • Mangelt es eurem Körper an wichtigen Nährstoffen wie Mineralien, Spurenelementen oder Vitaminen, kann sich dies auch auf eure Haare auswirken. Sie erscheinen porös, kraftlos und ohne Glanz. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist für schöne Haare und ein gesundes Hautbild essentiell.

  • Besonders bei Frauen können auch hormonelle Veränderungen der Grund für trockene Haare sein. Während in der Pubertät die Talgproduktion zu stark ist und die Haare schneller fetten, ist in den Wechseljahren das Gegenteil der Fall: Kopfhaut und Haare trocknen aus.

  • Ihr habt Locken? Dann neigen eure Haare von Natur aus zu Trockenheit. Denn anders als bei glatten Haaren kann das Fett der Kopfhaut nicht so einfach die Haare herunterrutschen und sie mit Feuchtigkeit versorgen.

 

Trockene Haare, was tun?

Jede Wäsche entzieht dem Haar Feuchtigkeit. Deshalb raten Friseure dazu, trockene Haare nicht zu häufig (z.B. jeden 2.-3. Tag) zu waschen und dabei kein zu heißes Wasser zu verwenden. Zudem solltet ihr nur den Haaransatz waschen, damit den sowieso trockenen Spitzen nicht noch mehr Feuchtigkeit entzogen wird. Lasst eure Haare nach dem Waschen möglichst an der Luft trocknen oder wählt eine niedrige Hitzestufe beim Föhn. Der Luftstrom beim Föhnen sollte übrigens von oben kommen, so schließt sich die Schuppenschicht besser und die Haare halten die Feuchtigkeit besser.

Diese Shampoos helfen bei trockenen Haaren

Ihr leidet unter sehr trockenen Haaren? Dann solltet ihr bei der Haarwäsche zu feuchtigkeitsspendenden Shampoos greifen. Diese vor allem in den Ansatz geben und dort einmassieren. Achtet bei der Wahl auf Inhaltsstoffe wie Jojoba- und Kokosöl. Auch Shampoos mit Aloe Vera oder Algenextrakten spenden Feuchtigkeit.

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5 Tipps bei trockenen Haaren

1. Regelmäßige Kopfmassagen regen die Durchblutung der Kopfhaut und damit auch die Talgproduktion an. So werden die Haare besser mit Fett versorgt.

2. 100 Bürstenstriche am Tag für schöne glänzende Haare? Diesen Haar-Mythos könnt ihr vergessen, da übermäßiges Kämmen eher belastet als pflegt. Kämmt vorsichtig mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Bürste aus Naturhaaren, so brechen die empfindlichen trockenen Haare nicht so schnell ab.

3. Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen, dass die Haare weniger austrocknen und schön glänzen. Das funktioniert natürlich nur in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung.

4. Ein Kopfkissen aus Seide klingt dekadent? Haare und Haut werden es euch danken. Denn raue Materialien wie Baumwolle reiben nachts an den Haaren und strapazieren sie. Glatte Seide hingegen lässt die Haare sanft über das Kissen gleiten und entzieht zudem nicht so viel Feuchtigkeit.

5. Lichtschutzfaktor bei Cremes sind schon fast selbstverständlich geworden. Die Haare vor Sonne und Umweltfaktoren zu schützen, ist bislang noch nicht so verbreitet. Besonders Personen mit trockenen Haaren sollten im Sommer zu einem UV-Spray greifen oder die Haare mit einem Hut oder Tuch schützen.

Lebensmittel für schöne Haare

Lebensmittel für schöne Haare | © iStock | CoffeeAndMilk

Hausmittel gegen trockene Haare

  • Eine warme Dusche macht zwar viel mehr Spaß, schadet aber euren Haaren. Zum Abschluss des Duschens sollet ihr die Haare einmal kalt abspülen. Das ist ein einfaches Hausmittel gegen trockene Haare, denn durch die erfrischende Kühle ziehen sich die Schuppen der Haare zusammen, sodass das Haarinnere vor Umwelteinflüssen geschützt ist.

  • Regelmäßig hochwertige Öle wie Jojoba-, Mandel-, Argan-, Kokos- oder Olivenöl ins Haar und vor allem die Spitzen geben: Die Öle spenden Feuchtigkeit und legen sich gleichzeitig wie ein Schutzschild um die äußere Haarschicht.

  • Apfelessig mit Wasser mischen und die Mixtur wie eine Spülung in das Haar einarbeiten. Die saure Essigspülung schließt die Haarschuppen.

  • Hibiskusblüten gelten als Geheimwaffe bei trockenen Haaren. Die getrockneten Blüten mit heißem Wasser übergießen und abkühlen lassen. Den Sud in die Haare geben, gut einmassieren und mit kaltem Wasser ausspülen. Wie bei der Essigspülung schließt die Säure der Hibiskuspflanze die Haarschuppen und lässt das Haar anschließend strahlen.

Styling-Tipps und Frisuren für trockene Haare

Trockene Haare mögen keine langen Styling-Sessions, denn viele Schaumfestiger und Haarsprays enthalten Alkohol, die dem ohnehin schon strapazierten Haar noch mehr Feuchtigkeit entziehen. Auch Stylings, die Hitze benötigen (z.B. Glätten oder Föhnen), strapazieren die Haare und entziehen weitere Feuchtigkeit.

Statt produkt- und hitzelastiger Stylings solltet ihr bei trockenen Haaren auf mehr Natürlichkeit setzen und eure Haare möglichst nur mit weichen Haargummis (ohne Metallstück) zusammenstecken. Um eure Haare zu bändigen und damit die Frisur trotzdem gut sitzt, greift lieber zu Wachsen und Ölen. Diese geben Feuchtigkeit ab und zaubern selbst bei trockenen Haaren eine schöne Frisur.

Dieser Haarschnitt hilft bei strohigen Haaren

Wer sehr trockene Haare hat und zu Spliss und kaputten Haarspitzen neigt, kann beim Friseur nach einem speziellen Spliss-Schnitt fragen. Dabei werden die Haare nicht in der Länge gekürzt, sondern gezwirbelt und dann nur die abstehenden kaputte Spitzen entfernt. Auch auf den Schnitt mit einer heißen Schere schwören viele Friseure. Durch die Hitze werden die Haarspitzen versiegelt und trockene, spröde Haare trennen sich nicht weiter auf.

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