Très français

Französischer Zopf: So gelingt der Frisurenklassiker

Frau mit französischem Zopf | © Getty Images | Melodie Jeng
Der französische Zopf ist der Klassiker unter den Flechtfrisuren.
Foto: Getty Images | Melodie Jeng

Er ist die wohl bekannteste aller Flechtfrisuren: der französische Zopf. Bei dem Styling-Klassiker aus Frankreich werden immer wieder neue Strähnen aufgenommen, sodass der Zopf sich sanft an den Kopf anschmiegt. Zwar braucht die hübsche Flechtfrisur etwas Übung, aber mit dem ein oder anderen Trick und dem richtigen Hilfsmittel erlernt ihr die Flechtkunst im Handumdrehen.

Französischer Zopf - Anleitung zum Haare flechten

Ihr wollt einen französischen Zopf flechten? Mit dieser Anleitung klappt es bestimmt. Da der französische Zopf bereits vom Oberkopf hinunter geflochten wird, solltet ihr beim Einteilen der Haarpartien auch die Haare am vorderen Oberkopf berücksichtigen. Dieses Oberhaar wird zunächst nach hinten gekämmt und dann in drei gleichgroße Partien unterteilt. Nun nehmt ihr die rechte Strähne und legt diese über die mittlere Haarpartie, sodass sie zum mittleren Strang wird und die mittlere Strähne nach rechts wandert. Das Gleiche mit der linken Seite wiederholen. Bevor es auf der rechten Seite weitergeht, nehmt ihr eine dünne Strähne in die jeweils zu flechtende Strähne auf. Auf diese Weise bleibt das Haar nah am Kopf und es entsteht das charakteristische Muster des französischen Zopfs. Wiederholt diesen Schritt bis alle Haare im Zopf verflochten sind. Seid ihr am Ende des Kopfes angelangt und alle Haare sind im Zopf integriert, flechtet ihr ganz normal bis in die Spitzen weiter und fixiert das Ende mit einem Haargummi.

Varianten der Flechtfrisur

Der französische Zopf, der übrigens auch als Bauernzopf bezeichnet wird, ist sehr vielfältig. Wir stellen die schönsten Varianten vor.

Französischer Zopf seitlich

Für die seitliche Variante eines französischen Zopfes einen tiefen Seitenscheitel ziehen. Die Haare auf der oberen Seite des Scheitels in drei Partien teilen und mit der untersten Strähne – also die am nächsten an der Stirn ist – das Flechten beginnen. Darauf achten, dass ihr dabei immer nah am Haaransatz bleibt – so sieht die Frisur am schönsten aus. Sobald ihr beim Flechten auf Höhe des Ohrs angekommen seid, habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnt das restliche Haar in den Zopf aufnehmen und weiterflechten, den französischen Zopf in das offene Haar oder einen Pferdeschwanz integrieren oder im Nacken zu einer traditionellen Trachtenfrisur feststecken.

Upside down Zopf

Einmal auf den Kopf stellen, bitte: Diese Variante wird vom Nacken nach oben geflochten. Dafür beugt ihr euren Kopf vornüber und flechtet wie bei einem normalen Zopf – nur eben von unten nach oben. Damit das Flechtwerk auch zur Geltung kommt, die restlichen Haare zu einem hohen Dutt oder Pferdeschwanz binden.

Doppelt hält besser: Boxer Braids

Die doppelte Ausführung des französischen Zopfs ist eine freie Interpretation der Boxer Braids. Die Anleitung zum Flechten ist genau wie beim Klassiker – nur dass ihr eure Haare entlang des Mittelscheitels in zwei Partien unterteilt und diese dann separat flechtet. Dazu die Haare auf jeder Seite nochmal in drei Teile unterteilen und dann entlang des Haaransatzes nach hinten flechten, indem ihr immer neue Strähnen von oben in den Zopf aufnehmt. Der doppelte französische Zopf passt trotz des sportlichen Styles auch im Alltag zu lässigen und gemütlichen Oversize-Looks.

Raffiniert verflochten: Französischer Zopf mit Accessoires

Wer schon ein echter Profi im Flechten ist, kann sich auch an Varianten mit Accessoires heranwagen. Neben Bobbi Pins und Haarspangen setzen Seidentücher tolle Highlights und machen den romantischen Look perfekt. Dafür ein dünnes Seidentuch mit einem leichten Knoten um die mittlere der drei Haarsträhnen binden. Anschließend ganz normal die Haare flechten, wobei das Tuch die Aufgabe einer Haarsträhnen übernimmt und auf diese Weise in den französischen Zopf eingeflochten wird.

Tipps, um den perfekten französischen Zopf zu flechten

  • Wie alle Flechtfrisuren oder Hochsteckfrisuren mag auch der französische Zopf keine frischgewaschenen Haare, da sonst der nötige Gripp fehlt. Salzspray, Schaumfestiger oder Trockenshampoo liefern dann Abhilfe.

  • Vor dem Flechten die Haare gut durchbürsten. Das erleichtert das Aufteilen und Abtrennen der einzelnen und gleichmäßigen Strähnen.

  • Flechtet so fest und nah am Kopf wie möglich – so kommt das charakteristische Muster besser zum Vorschein. Ihr bevorzugt den lässigen Messy-Hairstyle? Dann nehmt lieber breitere Strähnen in euren französischen Zopf auf, anstatt ihn locker zu flechten.

  • Französischer Zopf mit Hilfsmittel? Ja, die Möglichkeit gibt es tatsächlich. Ein circa 20 Zentimeter langes dünnes Plastikteil mit Wellen erleichtert das Flechten und schafft ein besonders gleichmäßiges Ergebnis. Die Flechthilfe stellt die mittlere Haarpartie dar. In jede „Welle“ wird dann eine dünne Haarsträhne von der Seite dazugegeben. So entsteht ganz einfach das charakteristische französische Flechtmuster.

Der französische Zopf eignet sich für festliche Veranstaltungen, aber auch für den Job. Wer noch nicht genug hat vom Haare flechten, sollte sich das mal ansehen:

Geflochtene Haare: Ideen, Stylings & Anleitungen

Streetstyle mit geflochtenen Haaren | © Getty Images | Christian Vierig
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