Empathie

3 Sätze, mit denen du andere unabsichtlich verletzt

Zwei Frauen unterhalten sich ernst auf einer Couch | © Getty Images/Emir Memedovski
Worte haben oft mehr Kraft, als uns bewusst ist.
© Getty Images/Emir Memedovski

Auch wenn wir es nicht böse meinen, kommen manche Aussagen bei anderen Menschen ziemlich negativ an und können sie nachhaltig beeinflussen. Vor allem bei diesen drei häufigen Sätzen müssen wir vorsichtig sein.

Wie kann ich sympathischer wirken?

1. Das ist doch nicht so schlimm!

Wer einen ähnlichen Satz sagt, möchte seinem Gegenüber meist zeigen, dass er/sie sich nicht so viele Sorgen machen muss und ihn/sie trösten. Leider ist das der falsche Weg. Denn bei der anderen Person, die vermutlich allen Mut zusammengenommen hat, um über ihre Probleme zu sprechen, kommt an: "Deine Gefühle, Gedanken und Sorgen sind unwichtig. Ich nehme sie nicht ernst." Höre dir lieber an, wieso es ihr/ihm so geht und versuche, gemeinsam mit ihm/ihr eine Lösung zu finden, selbst wenn du den Kummer nicht ganz nachvollziehen kannst.

Tipp: Fällt es dir schwer, Trost auszusprechen, kannst du ihn auch niederschreiben. Inspiration findest du im Buch "Du bist nicht allein: Das kleine Buch der tröstenden Worte" (erhältlich bei Amazon).

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2. Du bist immer so ...

Meistens rutschen uns solche Pauschalisierungen als "Witz" oder auch in einer Diskussion raus: "Du bist immer so sensibel.", "Hörst du eigentlich nie zu?" Selbst wenn es nicht offenkundig ernst gemeint ist, klingt es für deinen Gesprächspartner danach, als würdest du ihn/sie herabsetzen und ihm/ihr mitteilen, dass er/sie nicht gut ist, wie er/sie ist – und das absolut immer. Pauschalisierungen wie "nie" oder "immer" sollten wir aus unserem Wortschatz streichen. Und wenn du solche Themen ansprechen möchtest, frage doch einfach mal ruhig nach, wieso die andere Person sich in einer Situation so verhalten hat oder wie sie sich dabei fühlt.

3. Nein, das glaube ich nicht!

Es ist nicht ungewöhnlich, dass man mit anderen Menschen einmal nicht einer Meinung ist. Allerdings kann man an der Art und Weise arbeiten, wie man es sagt. Anstatt einen Gedanken, eine Aussage oder gar ein Gefühl deines Gegenübers direkt abzublocken, zu kontern oder als falsch darzustellen: Erkundige dich doch erst einmal, wie er/sie zu dieser Aussage kommt. Vielleicht seid ihr euch gar nicht so uneinig. Und falls doch, lege deinen Standpunkt sachlich dar, aber respektiere ebenso, dass es auch andere Wahrheiten geben kann, die nicht als "Quatsch" abgetan werden müssen.

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