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Düfte: Die wichtigsten Fakten

Kopfnote, Herznote & Basisnote: Was bedeuten diese Duftnoten? | © iStock | Vladdeep
Kopfnote, Herznote & Basisnote: Was bedeuten diese Duftnoten?
Foto: iStock | Vladdeep

Die Auswahl an Düften und Parfums ist nahezu grenzenlos. Zwischen Eau de Toilette und Eau de Parfum gibt es zahlreiche weitere Komponenten, die beachtet werden müssen: Soll der Duft süß, schwer, herb oder spritzig sein? Und welche Duftnote bleibt am längsten auf der Haut? Alle Antworten hier!

Schon die alten Ägypter nutzten Duftmischungen in Form von Balsamen und Salben, um ihre Körper zu parfümieren. Heutzutage sind es edle Duftflakons, die uns mit ihren Nuancen locken. Was früher ein kostbares Gut war, ist mittlerweile für fast jeden erschwinglich geworden. Zahlreiche Dufthersteller umgarnen unsere Sinne mit ihren Kreationen - die passende Nuance zu wählen fällt oft schwer, denn ob ein Parfum perfekt passt, wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Neben der individuellen Hautchemie muss ein Duft auch zu unserer Persönlichkeit passen. 

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Frau mit Parfum in der Hand | © iStock | Constantinis

Die drei verschiedenen Duftnoten 

Wer schon mal ein Parfum im Laden getestet hat, hat diese Erfahrung sicher schon gemacht: Den Duft, den man auf dem Teststreifen oder auf der Haut getestet hat, riecht nach einer Stunde plötzlich ganz anders. Dass sich der Duft mit der Zeit verändert liegt an der dreistufigen Duftkomposition: Kopfnote, Herznote, Basisnote. Dieser zeitliche Ablauf in der Wahrnehmung eines Duftes wird als Verlauf bezeichnet.  

Kopfnote 

Der Verlauf des Duftes beginnt mit der Kopfnote. Sie ist das Erste, was man nach dem Aufsprühen wahrnimmt und verflüchtigt sich nach etwa 15 Minuten. Da die Kopfnote für den "ersten Eindruck" verantwortlich ist, ist sie meist intensiver als die anderen Duftnoten.  

Herznote 

Nachdem die Kopfnote nicht mehr wahrzunehmen ist, bildet die Herznote den Duftkörper. Sie ist sozusagen das Herz des Duftes und bildet den eigentlichen Duftcharakter des Parfums. Im Idealfall schafft sie eine harmonische Verbindung zwischen Kopf- und Basisnote und besteht oft aus Blütennuancen wie Jasmin, Rosen oder Nelken. 

Basisnote 

Die Basisnote ist der Duft, der als Letztes wahrgenommen wird und die gesamte Duftkomposition stabilisiert. Hierfür werden gerne langhaftende, würzig-holzige Aromen, wie Moschus, Patchouli oder Zedernholz verwendet.

Übrigens: Warum sich der gleiche Duft bei jedem Menschen anders entwickelt, liegt am unterschiedlichen Fettgehalt und pH-Wert der Haut.  

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Parfume | © iStock | LightFieldStudios

Welche Duftarten gibt es? 

Parfum oder Eau de Toilette – wo liegt da der Unterschied? Die verschiedenen Duftarten werden an der Menge der enthaltenen Riechstoffe innerhalb einer Mischung unterschieden. Je konzentrierter die Duftstoffe sind, desto intensiver und länger anhaltend ist der Duft. Unterschieden wird zwischen verschiedenen Verdünnungsklassen, die sich allerdings von Hersteller zu Hersteller etwas unterscheiden: 

 

  • Parfum: enthält 20 – 30 % Duftstoffe. Intensivere Varianten wie Extrait de Parfum können bis zu 40% Duftstoffe enthalten. 

  • Eau de Parfum: enthält 10 – 25 % Duftstoffe.  

  • Eau de Toilette: enthält 6 – 15 % Duftstoffe. 

  • Eau de Cologne: enthält 3 – 5 % Duftstoffe.  

  • After Shave: enthält 2 – 6 % Duftstoffe. 

  • Eau de Solide: enthält 1 – 3 % Duftstoffe.  

 

Die Grundbestandteile eines Parfums sind hauptsächlich Alkohol, destilliertes Wasser und die Duftstoffe. Neben der unterschiedlichen Konzentration ist auch die Struktur der Düfte entscheidend, ob es sich um ein Parfum oder ein Eau de Toilette handelt. So enthält beispielsweise ein Parfum in der Regel keine Kopfnoten, dafür aber mehr Basis- und Herznoten. Und das Eau de Toilette besitzt mehr Kopfnoten als ein Eau de Parfum.  

An welchen Stellen sollte man Parfum auftragen? 

Traditionell wird Parfum oder Eau de Toilette an den inneren Handgelenken aufgetragen, da die pulsierende Stelle dem Duft dabei hilf sich besser zu entfalten. Dies geht auf die Zeit zurück, als man Parfum noch in Ölform benutzte. Weitere pulsierende Stellen sind beispielsweise die Ohrläppchen, das Dekolleté oder die Schläfen. Möchte man das Parfum allerdings nur für sich selbst auftragen, sollte man es am Nacken sprühen. So hat man den Duft nicht ständig in der Nase, sondern nur bei bestimmten Bewegungen. Auch sehr empfehlenswert als Duftstelle sind die Haare. Sie speichern den Duft besonders lange und sind ein idealer Duftträger.  

Die wichtigen Tipps: 

  • Das Parfum nicht zwischen den Handgelenken verreiben. Dadurch werden die Duftmoleküle zerstört und es verliert an Intensität. 

  • Das Parfum direkt nach dem Duschen aufsprühen, damit er länger anhält. Nach der Dusche sind die Poren der Haut geöffnet und nehmen den Duft besser auf.  

  • Beim Aufsprühen ist eine Entfernung von 20 bis 30 cm ideal. 

  • Das Parfum von unten nach oben aufsprühen, da die Duftmoleküle nach oben fliegen. 

Wo sollte man Parfums aufbewahren? 

Die richtige Lagerung des Parfums ist besonders wichtig, da die Haltbarkeit stark davon abhängt. Damit der Duft nicht frühzeitig kipp und sich die Riechstoffe verändern, sollte man es vor Hitze und Licht schützen. Perfekt eignet sich da das Schlafzimmer, da auch in Wintermonaten kaum geheizt wird. Das Badezimmer ist hingegen zu feucht und die Temperaturschwankungen sind zu groß.   

Parfum zum Sternzeichen

Der perfekte Duft zum Sternzeichen. | © iStock | Maryviolet
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