Die Powerfrau im Interview

True Crime statt Talkshow: Arabella Kiesbauer feiert ihr TV-Comeback

Moderatorin Arabella Kiesbauer ist wieder zurück im TV! | © TLC/Jens Hartmann
"Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier" läuft ab 22. September immer mittwochs um 22:15 Uhr auf TLC.
Foto: TLC/Jens Hartmann

Durch einen Zufall landete Arabella Kiesbauer beim Fernsehen und schlug eine der erfolgreichsten TV-Karrieren in Deutschland ein. Sie gilt als die Talk-Ikone der 90er-Jahre. Zehn Jahre lang moderierte sie am Nachmittag die Talkshow "Arabella" auf ProSieben. Nach dem Ende der Talkshow wurde es etwas ruhiger um Arabella Kiesbauer - jedenfalls in Deutschland. Nun kehrt die Kult-Moderatorin mit gleich zwei True-Crime-Formaten ins deutsche Fernsehen zurück. Und wieder ist sie die Namensgeberin beider Formate: In der Sendung "Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier", die ab dem 22. September auf TLC zu sehen ist, geht sie wahren Kriminalfällen auf die Spur. Ab Dezember steht sie außerdem für "Arabellas Crime Time – Chaos vor Gericht" vor der Kamera. Warum Arabella Kiesbauer jetzt plötzlich True Crime statt Talkshows macht und wie es der 52-Jährigen in den letzten Jahren ergangen ist, verrät sie im myself-Interview. 

Arabella Kiesbauer: Die Talkshow-Ikone

Ein Fernseh-Profi auf den ersten Blick: Arabella Kiesbauer ist selbstbewusst, wortgewandt und hat stets ein breites Lächeln auf den Lippen. Von 1994 bis 2004 moderierte die gebürtige Wienerin rund 300 Episoden lang die Talkshow "Arabella" auf ProSieben. Für viele Menschen gehörte die Sendung zum festen Nachmittagsprogramm. Jedem noch so brisanten Thema stellte sich Arabella Kiesbauer und plauderte mit ihren Gästen offen über Alltagsprobleme und Tabus - ähnlich wie man es damals nur aus amerikanischen Talkshows kannte. Für "Arabella" wurde die Moderatorin 1994 mit dem Bayerischen Fernsehpreis als "Beste Talk-Newcomerin" ausgezeichnet. Zu dem Zeitpunkt war Arabella Kiesbauer gerade mal 25 Jahre jung. 

Arabella Kiesbauer bei einer Abendveranstaltung im Jahr 1995 | © gettyimages.de /  United Archives
Mit ihrer Talkshow "Arabella", die von 1994 bis 2004 auf ProSieben zu sehen war, wurde die Moderatorin einem großen Publikum bekannt.
Foto: gettyimages.de / United Archives

Durch Zufall landete sie beim Fernsehen

Dass die Wienerin ursprünglich gar nicht zum Fernsehen wollte, kann man sich heute kaum vorstellen. Ihre Eltern leiteten ein Theater, Arabella Kiesbauer selbst studierte Publizistik und Theaterwissenschaften.

"Eigentlich wollte ich in die Fußstapfen meiner Eltern treten und das Theater später selbst einmal leiten, aber das Leben hatte einen anderen Plan für mich. Im Nachhinein ist alles genauso gekommen, wie es sollte."

Heute ist die 52-Jährige glücklich darüber, dass sie damals auf einer Studentenparty von einem Fernsehredakteur zu einem Moderatoren-Casting eingeladen wurde. "Ich wäre fast nicht zum Casting gegangen, weil ich eigentlich in den Urlaub fahren wollte. Zum Glück haben meine Eltern auf mich eingeredet, sodass ich mich doch noch vorgestellt habe", erzählt sie heute lachend. Ihren ersten Job ergatterte sie Ende der 80er Jahre bei der ORF-Jugendsendung "X-Large". 1991 fing sie dann bei ProSieben an. 

Was ist aus Arabella Kiesbauer geworden?

Auch nach dem Ende der Talkshow "Arabella" blieb Arabella Kiesbauer der Kamera treu. Sie moderierte mehrere Male den Wiener Opernball und internationale TV-Events wie den Eurovision Song Contest 2015. Im Frühjahr 2020 übernahm sie die Moderation für das Erfolgsformat "The Masked Singer Austria". Außerdem ist Arabella Kiesbauer seit 2014 die österreichische Inka Bause und unterstützt in "Bauer sucht Frau" die Single-Landwirte auf der Suche nach der großen Liebe. 

Arabella Kiesbauer macht jetzt True Crime

Während Arabella Kiesbauer in Österreich nach wie vor sehr präsent im Fernsehen zu sehen ist, war es in Deutschland zuletzt ruhiger um sie. Jetzt meldet sie sich mit gleich zwei neuen Formaten auf TLC zurück. In der Serie "Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier" geht sie wahren Kriminalfällen auf die Spur. Die Serie zeigt nicht nur Originalaufnahmen der Verbrechen, sondern auch Zeugenberichte und Stimmen von Angehörigen. Doch wie kommt es, dass die einstige Talkshow-Queen plötzlich True Crime macht? Arabella Kiesbauer hatte schon immer ein Faible für Horror- und Gruselgeschichten, verrät sie im myself-Interview.

"Ich liebe alles, was mir einen wohligen Schauer des Entsetzens über den Rücken laufen lässt."

Während der Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2015 hatte die Moderatorin gegen ihre Aufregung True Crime-Podcasts für sich entdeckt. Seitdem ist Arabella Kiesbauer vor allem ein Fan von amerikanischen Krimi-Podcasts. Als dann das Angebot für die neuen TLC-Formate reinflatterte, zögerte sie nicht lange. Die Moderatorin freut sich darauf, die Geschichten und Motive hinter den Verbrechen aufzudecken. 

TV-Tipp für Krimi-Fans: "Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier" läuft ab dem 22. September 2021 immer mittwochs um 22:15 Uhr auf TLC. Ihr zweites Format "Arabellas Crime Time – Chaos vor Gericht", das sich mit dramatischen Vorfällen in US-Gerichtssälen befasst, startet im Dezember 2021. 

Arabella Kiesbauer kommt mit zwei Formaten zurück ins deutsche Fernsehen.  | © TLC/Jens Hartmann
In ihrer Sendung "Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier" befasst sich Arabella Kiesbauer mit wahren Kriminalfällen.
Foto: TLC/Jens Hartmann

Arabella Kiesbauer heute: "Familie ist am wichtigsten"

Wer auf Arabella Kiesbauers Instagram-Account vorbeischaut, lernt auch die private Arabella abseits von Kameras und Shows kennen: Dort gibt es viele glückliche Familienfotos aus dem Urlaub, lustige Selfies und Schnappschüsse beim Sporteln zu sehen. Vor allem sieht man aber eine strahlende Arabella, die das Leben in vollen Zügen genießt. Das sei ihr selbst auch am wichtigsten, betont sie im Gespräch. "Ich bin ein absoluter Familienmensch", erzählt die zweifache Mutter. "Ich möchte mit meiner Familie das Leben genießen! Das steht für mich an erster Stelle." 2004 heiratete sie ihre große Liebe, den Unternehmer Florens Eblinger und zog wieder zurück nach Wien, ihrem Geburtsort. 2007 kam ihre Tochter Nika (13) zur Welt und drei Jahre später ihr Sohn Neo (10). Um sich voll und ganz ihrer Familie zu widmen, hat Arabella Kiesbauer sich eine kleine Medien-Auszeit genommen.

"Für meinen Mann und mich hat die Familie oberste Priorität. Uns war es wichtig, die Kinder wirklich aufwachsen zu sehen. Wir hatten keine Nanny und kein Kindermädchen. Wir haben das alles allein gemacht, natürlich mit Unterstützung der Großeltern. Uns war es wichtig, ganz nah an den Kindern dran zu sein - und das sind wir auch heute noch."

Arabella Kiesbauer: "Ich will den Menschen etwas Positives mitgeben"

Inzwischen ist Arabella Kiesbauer nicht nur im Fernsehen zu Hause - auch in der Welt von Social Media fühlt sie sich wohl. "Anfangs war ich etwas skeptisch, aber inzwischen gebe ich gern ein paar Einblicke aus meinem Alltag. Natürlich selektiert man und zeigt der Öffentlichkeit nur bestimmte Teile", erzählt Arabella Kiesbauer. Dabei ist ihr vor allem wichtig, ihre Vorbildfunktion zu erfüllen und den Menschen eine Message mit auf den Weg zu geben. Ihr Motto: Viel lächeln und positiv bleiben. Damit hat Arabella Kiesbauer auch ihr Schönheitsgeheimnis verraten ... 

So hält sich die Moderatorin fit und gesund

Seit die letzte Klappe für "Arabella" fiel, sind rund 17 Jahre vergangen. Kaum zu glauben, denn Arabella Kiesbauer scheint kein bisschen gealtert zu sein! Auf die Frage, welche Beauty-Geheimnisse sie hat, hat sie eine einfache Antwort parat: 

"Das Wichtigste ist einfach, dass man glücklich ist. Meine Großmutter hat immer gesagt, Falten tun nicht weh. Ich glaube, dass eine positive Ausstrahlung, ein Lächeln, ein inneres Strahlen, einen Menschen schön machen."

Die 52-Jährige selbst strahlt am meisten, wenn sie von ihrer Familie und ihren Liebsten umgeben ist. Oder wenn sie gemeinsam mit ihrem Tanzlehrer neue schweißtreibende Choreografien einstudiert. Klavier spielen kann sie übrigens auch. 

"Wenn ich am Klavier sitze, denke ich an nichts anderes. Ich bin voll und ganz in der Musik, das ist eine Art der Meditation, etwas, was meine Seele nährt und mich bereichert. Und genau darauf kommt es an: die Seele zu nähren und ein gutes Gefühl im Herzen zu tragen. Das wirkt besser als jede Creme."

Arabella Kiesbauer: Ihre Podcast-Favoriten

Die Moderatorin hat uns verraten, welche True Crime-Podcasts sie privat am liebsten auf den Ohren hat: 

  • Root of evil

  • Dr. Death

  • Over my dead body

  • Serial

  • The mysterious Mr. Epstein

  • The Shrink next door

  • Dirty John

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