Weiß wirkt Wunder

Bleaching: Methoden und Kosten für eine Zahnaufhellung

Diese Bleaching-Produkte zaubern ein strahlendes Lächeln.  | © iStock | Deagreez
Diese Bleaching-Produkte zaubern ein strahlendes Lächeln.
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Weiße, makellose Zähne wirken gesund, gepflegt – und machen uns glatt ein paar Jahre jünger. Alle Bleaching-Methoden im Überblick! 

"Gäbe es ein Ranking für dentale Alters­merkmale, stünde die Farbe an erster Stelle, gefolgt von Zahnstellung und Form", sagt Professor Ralf Rößler, Spezi­alist für Parodontologie und Prävention an der Praxishochschule Köln. Deshalb ist das künstliche Aufhellen der Zahnoberfläche der wirksams­te Schritt, um Jugendlichkeit zu signalisieren. Je älter ein Zahn wird, desto länger ist er äußeren Einflüssen ausgesetzt. Zähne dunkeln durch Ablagerung von Rotwein, Kaffee, Tee oder auch Balsamico-Essig nach – im Laufe der Zeit summiert sich das. Auch Rauchen, Karies und Zahnentzündungen färben die Zähne dunkler. Doch wie bringt man die Zähne am besten wieder zum Strahlen?

Beim Zahnarzt werden dafür Bleichmit­tel mit Wasserstoffperoxid oder Carba­midperoxid in einer Dosis von bis zu 35 Prozent verwendet. Bei Produkten für das heimische Badezimmer liegt die Konzentration mit maximal 15 Prozent deutlich niedriger.

Was ist vor einer Zahnaufhellung zu beachten? 

Die wohl wichtigste Regel lautet: Nur gesunde Zähne sollten aufgehellt werden! Deshalb lässt sich der Besuch beim Zahnarzt nicht umgehen. Er sollte kontrollieren, dass die Zähne keine Karies haben und das Zahnfleisch nicht entzündet oder von Parodontose befallen ist. Nach der Gesundheitskontrolle wird eine professionelle Zahnreinigung empfohlen. Erst danach kann das Bleaching beginnen.  

Übrigens: Eine gute Alternative zu Bleaching ist eine professionelle Zahnreinigung. Dabei lassen sich leichte Verfärbungen und Zahnstein entfernen – auch kleine Risse können mit einer schonenden Paste herauspoliert werden. Wer also nicht unbedingt weißere Zähne möchte, sondern saubere und gesunde Zähne, der ist mit einer professionellen Zahnreinigung gut bedient. 

Bleaching-Methoden 

Zähne aufhellen beim Zahnarzt  

Auch beim Zahnarzt werden verschiedene Bleaching-Methoden angeboten. Beim Office Bleaching werden die Zähne mit bis zu 35 Prozent Wasserstoffperoxid aufgehellt. Bei Konzentrationen zwischen 10 bis 35 Prozent muss das Zahnfleisch geschützt werden, damit es nicht mit dem Aufhellungsmittel in Berührung kommt. Nachdem das Zahnfleisch mit einer schützenden Paste bedeckt wurde, aktiviert der Profi das Bleichmittel mit Softlaserstrahlen oder Licht. Dadurch zerfällt das Peroxid und der dabei entstehende aktive Sauerstoff bleicht die Zähne. Durch die stärkere Konzentration des Wasserstoffperoxids, das in Zahnarztpraxen angewendet wird, kann das Bleaching meist in nur einer Sitzung erfolgen.  

Beim Home Bleaching wird das Bleichmittel in eine Kunststoffschiene aufgefüllt. Die Zahnschiene muss zuvor in der Arztpraxis durch Abdrucknahme angefertigt werden. Bei der Home-Variante wird kein Wasserstoffperoxid, sondern Carbamidperoxid verwendet, das milder ist und weniger Risiken birgt. Nach der Unterweisung durch den Zahnarzt bekommt man die zum Bleachen erforderlichen Materialien mit nach Hause. Zuhause muss man dann die Schiene, bei der der Rest der Mundhöhle mit dem Bleichmittel nicht in Berührung kommt, mit dem Bleaching-Gel befüllen und eine bestimmte Zeit tragen. Beim Home Bleaching können die Zähne um maximal zwei Zahnfarbtöne aufgehellt werden.  

Bleaching Kosten  

Die Kosten für eine professionelle Zahnaufhellung variieren stark je nach Zahnarztpraxis. In manchen Praxen wird auch die Zahnreinigung (um 60 bis 120 Euro) noch zusätzlich berechnet. Das Office Bleaching kostet etwa 500 bis 800 Euro. Der Preis für ein Home Bleaching beträgt etwa 200 bis 400 Euro – das Gel zum Nachfüllen kostet circa 20 bis 50 Euro. Das Ergebnis der Zahnaufhellungen beim Zahnarzt hält mehrere Jahre.  

Bleaching Produkte aus dem Drogeriemarkt 

Bleaching-Set 

Neben der Zahnaufhellung beim Profi gibt es auch Bleaching-Sets aus dem Drogeriemarkt. Diese Bleaching-Kits sind vergleichbar mit dem Home Bleaching des Zahnarztes, allerdings ist die Konzentration des Bleichmittels wesentlich geringer, um Verletzungen auszuschließen. Das Bleaching-Set beinhaltet zwei Kunststoffschienen für Ober- und Unterkiefer, die allerdings nicht individuell angepasst worden sind und eventuell schlecht sitzen können. Bei der Anwendung unbedingt darauf achten, dass die Schienen gut abschließen und vermeiden, dass das Zahnfleisch in Kontakt mit dem Bleichmittel kommt.

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Bleaching-Stift 

Der Bleaching Stift ist eine kompakte Alternative zum Bleaching Gel und in der Anwendung ganz einfach. Mithilfe des kleinen Pinsels wird das Carbamidperoxid auf die Zähne aufgetragen. Die Anwendung ist von Stift zu Stift verschieden. Bei den meisten Whitening Pens wird das Gel einmal am Tag aufgetragen und nach etwa 10-15 Minuten abgespült. Danach darf circa 30 Minuten lang nicht gegessen, getrunken oder geraucht werden.   

Bleaching-Streifen 

Bei den Whitening Stripes handelt es sich um dünne Plastikstreifen, die auf die Vorderzähne geklebt werden und mit ihren Wirkstoffen die Zähne sanft aufhellen. Je nach Hersteller werden die Streifen mit der Gel-Seite fest an die sauberen Zähne gedrückt und müssen für etwa eine Stunde einwirken. Das Ergebnis weißerer Zähne kann nach zwei Wochen täglicher Anwendung erzielt werden.

Bleaching-Zahnpasta 

Whitening-Zahncremes gibt es wie Sand am Meer, aber bringen sie wirklich was, oder ist das alles nur eine gute Marketingstrategie? Im Gegensatz zu anderen Bleaching-Produkten enthält eine Bleaching-Zahnpasta keine Bleichmittel, sondern kleine Putzpartikel, die die obere Schicht der Verfärbung abreibt. Problematisch ist dabei leider oft, dass die Mikropartikel in manchen Zahncremes zu groß sind und nicht nur die Verfärbungen, sondern auch den Zahnschmelz abtragen. Dadurch wird die Schmelzschicht immer dünner und die Zähne empfindlicher.  

Um dieses Problem zu vermeiden, sollte man beim Kauf der Bleaching-Zahnpasta auf den RDA-Wert (Relative Dentin Abrasion) achten. Von Zahncremes mit einem RDA-Wert über 60 ist dringend abzuraten. Ein RDA-Wert von 0 bis 40 gilt als schwach abtragend und kann ohne große Bedenken benutzt werden. Bei einem Wert zwischen 40 und 60 ist die Zahncreme mittel stark abtragend und sollte nicht öfters als einmal in der Woche benutzt werden. Für den dauerhaften Einsatz sind Whitening-Zahncremes nicht wirklich zu empfehlen. Der Abrieb ist übrigens auch bei der Nutzung von den momentan gehypten Zahncremes mit Aktivkohle ein Problem. 

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