Lieblingskleid

Das kleine Schwarze − Ein Kleid mit Stil

Frau trägt kleines Schwarzes | © Getty Images / Christian Vierig
Das kleine Schwarze kommt nie aus der Mode.
Foto: Getty Images / Christian Vierig

Seit über 80 Jahren ist es der unangefochtene Champion im Kleiderschrank. Ob tagsüber im Business Meeting oder abends zum Cocktail-Empfang: Das kleine Schwarze ist nicht nur der Allrounder schlechthin, sondern gilt auch als modische Geheimwaffe. Warum es zur Ikone wurde und wie wir es heute stilsicher kombinieren...

Ein kleines Schwarzes kommt selten allein ...

Erstmals bekannt wird der modische Dauerbrenner, als die amerikanische Vogue 1926 den Entwurf eines schwarzen Etui-Kleids veröffentlicht. Die französische Designerin Gabrielle "Coco" Chanel lässt sich für das kleine Schwarze vermutlich von Trauerkleidung aus dem Ersten Weltkrieg inspirieren. Zitat: „Dieses schlichte Stück wird eine Art Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden“. 

Das Design ist schmal geschnitten, aus chinesischer Seide, kniebedeckend und mit engen langen Ärmeln. Nur ein Jahr später bringt Chanel ein kleines schwarzes Kleid aus Woll-Jersey heraus, mit plissiertem Rock. 
 
Die "Golden Twenties" erstrahlen daraufhin mit schlanken Silhouetten, Kurzhaar-Frisuren, Swing-Musik und Cocktail-Partys. Immer mit dabei: Ein kleines Schwarzes. Das schlichte Kleidungsstück prägt die Mode der 1920er Jahre und steht als Symbol für einen neuen, modernen Typ Frau. Danke, Coco Chanel!

Seinen größten Erfolg feiert das Dress wohl 1961 mit Audrey Hepburn in einem ärmellosen Modell in "Frühstück bei Tiffany". Schon gewusst? Das Original Film-Kleid wird 45 Jahre später für rund 692.000 Euro versteigert! 

Audrey Hepburn (1961) als Holly Golightly in "Frühstück bei Tiffany" | © Getty Images
Audrey Hepburn (1961) als "Holly Golightly" im kleinen Schwarzen.
Foto: Getty Images

Seitdem wurde der Fashion-Klassiker von Designern immer wieder neu interpretiert und regierte bislang viele Laufstege dieser Welt. Bis heute steht ein kleines schwarzes Kleid für Eleganz, Zeitlosigkeit und Stilbewusstsein.

Das modische Must have in unzähligen Variationen

Warum wir den Klassiker so lieben? Weil es so herrlich flexibel ist und sich jedem Stil anpasst: Als Maxi-Modell, knielang oder in Mini. Schulterfrei und sexy oder elegant und klassisch. Mit Schulterpolstern oder Spaghetti-Trägern, schmalem Rock oder ausgestellt (Petticoat). Aus Satin, Chiffon, Baumwolle oder Viskose. Figur umschmeichelnd, verspielt oder extravagant. 

Das bedeutet für uns: Für jeden Geschmack das passende Design und zu jedem Anlass die passende Styling-Möglichkeit.

Ein kleines Schwarzes kombinieren!

Business: Im Büro tragen wir unser Lieblingsstück gerne klassisch, z. B. als langärmeliges, enganliegendes Etui-Kleid (möglichst mit wenig Ausschnitt). Die Länge sollte mindestens bis knapp übers Knie gehen. Besonders gut machen sich zum kleinen Schwarzen feminine Pumps in sanften Beige-Tönen. Schmuck möglichst dezent wählen, gerne in Gold. Darüber am besten einen hellen, einfarbigen Blazer ziehen.

Casual: Ein kleines Schwarzes ist nichts für die Freizeit? Von wegen! Etwas lockerer geschnitten, gerne auch in Oversize, wirkt es gleich viel lässiger. Oder wie wäre ein Modell in rockiger Leder-Optik? Unverzichtbar für den Casual Look: Weiße Sneaker, Chucks oder schicke Boots, dazu ein praktischer Rucksack oder Shopper. Darüber ziehen wir an kälteren Tagen einen kuscheligen Cardigan, im Sommer eine stylishe Jeansjacke im Street Style.

Festlich: Ob zur Vernissage, ins Theater oder in die Oper: Für besondere Anlässe sind beispielsweise schwarze Cocktailkleider wie geschaffen. Wir greifen hier zur figurbetonten und längeren Variante. Auch top: Ein weiter Rückenausschnitt. Perlen-Schmuck sowie eine silberne Clutch wirken bei dem festlichen Outfit besonders edel. Und die Schuhe? High Heels in Glanz-Optik, natürlich!

Abends: Ein schwarzes Dress aus Spitze eignet sich besonders gut zum Ausgehen, z. B. auf eine Cocktail-Party. Als Kontrast zum dunklen Kleid wählen mutige Frauen gerne knallige Töne bei den Schuhen (hohe Riemchen-Sandalen oder Ballerinas) und Accessoires, z. B. ein feuriges Rot oder sonniges Gelb. Etwas seriöser und eleganter wirkt silberner Schmuck.