Softer als Ombre

Sombre: So funktioniert der neue Trend beim Haarefärben

Junge Frau mit Sombre Hair in Aschblond mit hellblonden Spitzen trägt schwarze Sonnenbrille, einen beigen Pullover, einen schwarzen Mantel und eine Balenciaga Umhängetasche | © Getty Images | Jeremy Moeller
Sombre blond bis brünett: Dieser Haartrend steht jeder Frau.
Foto: Getty Images | Jeremy Moeller

Wer bei „Sombre“ an Sommer, Meer und 30 Grad im Schatten denkt, liegt genau richtig: Der Begriff steht für eine Farbtechnik, die weiche Farbverläufe ins Haar zaubert und es wie von der Sonne geküsst wirken lässt. Damit ist der Frisurentrend genau richtig für alle, die Ombre Looks mit deutlich aufgehellten Haarspitzen zu einem dunklen Ansatz (oder umgekehrt) zu auffällig finden. Zusätzlicher Pluspunkt: Sombre Hair steht jeder Frau.

Was ist Sombre Hair?

Sombre, kurz für Soft Ombre, ist die Neuauflage der Ombre-Technik und zaubert weich schattiertes Haar mit natürlichen Farbreflexen. Anders als beim Ombre-Look, bei dem sich die Farbe des Ansatzes um mehrere Farbnuancen von der der Haarspitzen unterscheidet, könnten dezente Sombre-Effekte auch das Ergebnis des letzten Sommerurlaubs (statt eines Friseurbesuchs) sein. Neben der natürlichen Optik hat der Haartrend einen weiteren großen Vorteil: Sombre Hair passt sich der Naturhaarfarbe an und muss nicht ständig nachgefärbt werden. Wenn der Look euch nach ein paar Monaten nicht mehr gefällt, lasst ihr ihn einfach herauswachsen.

Der Unterschied zwischen Sombre und Ombre Hair

Während bei Ombre Hair nur die Spitzen in einer deutlich helleren oder dunkleren Nuance gefärbt werden, wird die Coloration bei der Sombre-Technik in das gesamte Haar eingearbeitet. Außerdem sollte die Farbe maximal drei Nuancen heller als die Grundhaarfarbe sein – normalerweise entspricht sie damit fast eurem natürlichen Haarton. Im Vergleich dazu kann der Farbkontrast bei Ombre Hair durchaus krasser sein: Bis zu sechs Farbnuancen heller sind „erlaubt“, sodass das Ergebnis deutlich auffälliger ist. 

Sombre blond bis braun: So funktioniert die Färbetechnik

Die Sombre-Technik ist dem Verfahren bei Ombre Hair gar nicht so unähnlich. Anderes als bei klassischen Farbtechniken mit dem Pinsel trägt der Friseur die Farbe mit einem Kamm auf. Die Coloration wird sozusagen in die Haare gekämmt. Das Ergebnis sind natürliche, fließende Farbeffekte anstatt harter Blocksträhnen. Mit der Kammtechnik lassen sich viel feinere und gewollt unregelmäßige Farbergebnisse erzielen – eben wie von der Sonne geküsst.

Zusätzlich können bei Sombre spezielle Flecht- und Webtechniken zum Einsatz kommen, mit denen sich gezielt feine Highlights setzen und verschiedene Schattierungen soft miteinander verbinden lassen. Ob die Ausgangshaarfarbe dabei ein heller Blondton oder tiefes Dunkelbraun ist, spielt bei Sombre keine Rolle: Die Farbtechnik funktioniert bei fast jeder Ausgangsfarbe und -frisur.

Wem Ombre Hair 2.0 steht

Während Ombre Haare vor allem bei blonden und brünetten Frauen toll aussehen, funktioniert Sombre unabhängig von der Haarfarbe. Egal ob rot, grau oder schwarz, Kurzhaarschnitt oder XXL-Mähne: Der Haartrend steht wirklich jedem. Zudem verleihen die dezenten Farbverläufe feinem oder plattem Haar optisch sofort mehr Volumen und Tiefe – ein schöner Nebeneffekt, der vor allem bei Kurzhaarfrisuren zur Geltung kommt. Also ab zum Friseur – Stilikonen wie Olivia Palermo machen vor, wie wandelbar Sombre Hair ist.

Haarfarben: Colorationen, Trends und Techniken

Haare gefärbt mit der Balayage-Technik | © Unsplash | Autri Taheri

Frisurentrends: So tragen Blogger den Sombre Look

Dass Sombre der neue Haartrend ist, haben Social-Media-Stilikonen wie Leonie Hanne als allererstes erkannt: Der langhaarigen Blondine steht der natürliche Look genauso gut wie ihrer brünetten Kollegin Füsun Lindner. Die Fashion-Bloggerin kombiniert ihre dunkelbraune Mähne mit haselnussfarbenen Reflexen zum seriösen Business-Outfit mit karierter Paperbag-Hose, schwarzem Rolli, einer Statement Bag und übergroßer Sonnenbrille.

Ebenfalls schick fürs Office: Olivia Palermos Sombre Hair in hellen Brauntönen, das die US-Stilikone offen und mit Mittelscheitel zu einer farblich perfekt aufeinander abgestimmten Rock-Pulli-Kombi in Cremetönen und XXL-Shades trägt.

Dass Sombre auch bei roten Haaren fantastisch aussieht, beweist die Frisur von Kiara King. Die Lifestyle- und Travel-Bloggerin kreiert mit soften Blondtönen in den unteren Längen ihrer Mähne einen natürlichen Beach-Look, der auch im Herbst funktioniert – zum Beispiel mit Hut und einem kuscheligen Pullover in Altrosa. Die Sombre-Technik zaubert natürliche Highlights ins Haar, ohne dabei die klassische Strähnchen-Optik zu erzeugen.

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