Tönung, Blondierung und Co.

Haare färben: Welche Haarfarbe passt zu mir?

Ice Blond ist dieses Jahr super angesagt! | © iStock
Ice Blond ist dieses Jahr super angesagt!
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Von den neuesten Haarfarben Trends bis hin zu den besten Tipps und Tricks fürs selber färben: Alle Infos rund um das Thema Haarfarben, Tönungen, Blondierungen und Co.

Eine Haarfarbe definiert den eigenen Look – deswegen sollten wir genau überlegen, welcher Trend zu uns passt. Welcher Haar- und Hauttyp ihr seid, spielt bei der Haarfarben-Wahl ebenso eine Rolle, wie die Struktur der Haare.  

Haare färben oder tönen? 

Beginnen wir mit der Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Färben und Tönen? Für welche Methode wir uns letztendlich entscheidet, hängt von der gewünschten Zielhaarfarbe ab. Meist wird zwischen Tönung, Intensivtönung und permanenter Coloration unterschieden. Wer als Brünette blond werden möchte, benötigt eine Blondierung oder permanente Haarfarbe, da sich das Haar mit einer Tönung nicht aufhellen lässt.  

Tönung 

Eine Tönung (Haltbarkeitsstufe 1) empfiehlt sich, um die Haarfarbe aufzufrischen und mehr Glanz zu verleihen. Die Farbe dringt nicht in die Haarstruktur ein, sondern legt sich rein äußerlich auf das Haar. Daher ist eine Tönung als eine Coloration die schonendste Technik zum Haarefärben. Allerdings lassen sich die Haare nicht großartig verändern oder aufhellen – graue Haare deckt eine Tönung ebenfalls nicht ab. Vorteil: Es entsteht kein nerviger Ansatz, denn die Tönung wäscht sich nach ca. 8-10 Haarwäschen heraus.  

Intensivtönung  

Im Gegensatz zur normalen Tönung enthält eine Intensivtönung (Haltbarkeitsstufe 2) chemische Inhaltsstoffe und die Schuppenschicht wird während der Anwendung leicht geöffnet. Dadurch wird sie haltbarer und hält ca. 28 Haarwäschen. Wie bei der normalen Tönung entsteht kein Ansatz, da sich die Farbe nach und nach auswäscht. Bei einer Intensivtönung werden die Haare künstlich pigmentiert, so kann das Haar sogar um eine Nuance aufgehellt werden. Vorsicht: Dem Friseur vor der neuen Tönung oder Coloration unbedingt sagen, wie lange die letzte Tönung her ist, denn die abgelagerten Farbpigmente können zu bösen Überraschungen führen.  

Coloration 

Die permanente Haarfarbe – auch Coloration (Haltbarkeitsstufe 3) genannt – eignet sich bei extremen Farbveränderungen oder um weißes oder graues Haar abzudecken. Die Farbe dringt tief in die Haare, lässt sich nicht wie bei Tönungen herauswaschen, sondern bleibt dauerhaft. Nachteil: Durch die permanente Farbe entsteht ein Ansatz. Die Farbpigmente werden mit einem Oxidationsmittel angemischt. Je stärker das Mittel ist, desto mehr werden die Haare geschädigt. Wichtig ist daher, Haarpflege-Produkte für gefärbtes Haar zu benutzen. 

Wer bereits gefärbtes Haar hat, kann durch eine weitere Coloration nicht heller gefärbt werden. Das geht nur noch mittels einer Blondierung, bei der dem Haar – im Gegensatz zur Coloration – Farbpigmente entzogen werden. Zwar kann die Blondierung das Haar bis zu acht Nuancen erblonden lassen, aber der chemische Prozess ist sehr schädlich für das Haar.

Wichtig: Überlegt euch gut, ob ihr eure Haare wirklich färben wollt, denn coloriertes Haar lässt sich nur schwer mit einer anderen Farbe überfärben.

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Die neuesten Haarfarben Trends! | © L'Oréal Professionnel

Haare selber färben 

Vorab: Wer sich unsicher oder ungeübt fühlt, sollte das Colorieren einem Friseur überlassen. Er ist nämlich darauf spezialisiert, die richtige Haarfarbe zu färben und garantiert ein gleichmäßiges Ergebnis. Ihr wollt lieber selber Hand anlegen? Kein Problem! Alle Tipps und Tricks für ein schönes Farbergebnis – trotz Coloration aus dem Drogeriemarkt: 

Bevor es losgeht, unbedingt die Ausgangs- und Zielhaarfarbe bestimmen. Auf der Verpackung der Haarfarben werden immer verschiedenen Nuancen abgebildet, daran solltet man sich orientieren. Wir empfehlen nicht mehr als zwei Nuancen im Vergleich zu der Ausgangsfarbe heller oder dunkler selber zu färben. Bei einer totalen Typveränderung lässt sich der Gang zum Friseur nicht vermeiden. Gepflegtes und gesundes Haar ist vor einer Coloration Pflicht! Bei splissigem Haar unbedingt vorher die Spitzen schneiden lassen.  

Haarfarben: Colorationen, Trends und Techniken

Frauen mit unterschiedlichen Haarfarben | © Getty Images | Vittorio Zunino Celotto

Anleitung: 

  1. Haare waschen, um eventuelle Rückstände von Styling-Produkten zu entfernen.  

  2. Die Gebrauchsanweisung in der Verpackung des Färbemittels gut durchlesen. 

  3. Utensilien bereitlegen und ein altes Handtuch auf die Schultern legen, um die Kleidung zu schützen.  

  4. Damit es nach dem Färben keine unschönen Flecken gibt, eine sehr fetthaltige Creme oder Vaseline entlang des Haaransatzes und auf den Ohren verteilen.  

  5. Plastik-Handschuhe überstülpen und die Haarfarbe gemäß der Anleitung mischen und auftragen.  

  6. In den meisten Fällen muss die Farbe 20 bis 30 Minuten einwirken. Unbedingt an die Angabe des Herstellers halten und am besten einen Wecker stellen.  

  7. Das Haar mit lauwarmen Wasser abspülen, so lange, bis es nicht mehr farbig ist.  

  8. Zum Abschluss die mitgelieferte Haarkur oder Spülung verwenden. Dadurch wird die Schuppenschicht wieder geschlossen und es lässt das frisch gefärbte Haar schön glänzen.  

Coloriertes Haar pflegen 

Fakt ist: Wer sein Haar oft färbt, schädigt die Haarstruktur. Durch die aggressiven Chemikalien – ganz besonders bei Blondierungen – brechen die Spitzen schneller ab. Um dies zu verhindern, ist die richtige Haarpflege besonders wichtig. Die wohl bekanntesten Sofort-Pflege-Systeme sind Olaplex und "Smartbond" von L'Oréal Professionnel. Bei beiden Produkten handelt es sich um ein 3-Phasen-System, welches die Haare schon während der Coloration pflegt und vor Schäden schützt. Smartbond und Olaplex wurden speziell für Friseure entwickelt. Die ersten beiden Phasen werden im Salon angewedet und die dritte Phase Zuhause. Die 3-Phasen-Systeme sind aufeinander abgestimmt und erzielen die bestmöglichen Ergebnisse nur durch die Anwendung aller drei Schritte. Damit die Farbe lange anhält und strahlend glänzt spezielle Farbschutz-Pflegeprodukte benutzen und regelmäßig eine Intensivkur auftragen.  

Welche Haarfarbe passt zu mir? 

Ab und an muss es eben ein neuer Look sein! Doch bevor es ans Färben geht, gilt die große Frage: Welche Haarfarbe passt zu mir und welcher Typ bin ich? Welche Haarfarbe einem steht, hängt stark von dem Farbtyp ab. Es gibt vier verschiedene Farbtypen: Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertyp. Unterschieden wird in erster Linie danach, ob die Haut einen eher warmen oder kühlen Unterton besitzt. Wirkt das Gesicht leicht bläulich, hat es einen kühlen Ton (Sommer und Winter). Schimmert die Haut eher gelblich, handelt es sich um einen warmen Teint (Frühling und Herbst).  

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So findet ihr heraus, welcher Typ ihr seid: Haltet abwechselnd ein silbernes und ein goldenes Tuch an eurem Gesicht – wichtig ist, dass ihr euch bei Tageslicht im Spiegel betrachtet. Lässt euch das silberne Tuch frisch und gesund aussehen, gehört ihr zum Farbtyp Sommer oder Winter. Wenn euch das goldene Tuch zum Strahlen bringt, seid ihr entweder ein Frühling- oder Herbsttyp.  

Frühlingstyp 

Zu dem hellen, goldenen Teint sollte man am besten eine warme Haarfarbe, wie Goldblond, Kupfer, Erdbeerblond oder ein warmes Hell-bis Mittelbraun wählen. Aschtöne oder dunkle Haarfarben möglichst vermeiden.  

Sommertyp 

Der Sommertyp hat einen bläulichen Hautunterton und einen zarten, rosigen Teint. Zu diesem Typ passen die Haarfarben Aschblond oder -braun, aber auch Platinblond oder rote Haarfarben mit einem bläulichen Unterton. Von warmen, goldenen Farben wird eher abgeraten. 

Herbsttyp  

Frauen mit braunen Augen und einem bronzefarbenen Teint gehören zu dem Farbtyp Herbst. Dazu passen warme Braun- oder Blondtöne. Bei Strähnchen eher auf goldblonde oder kupferrote Highlights setzen. Aschfarbene Töne sind beim Herbsttyp eher weniger von Vorteil. 

Wintertyp 

Der sogenannte Schneewittchen-Typ hat eine sehr helle Haut mit bläulichen Unterton und dunkles Haar. Daher stehen dem Wintertyp dunkle, aschige Töne. Goldene Nuancen oder Strähnchen würde den hellen Teint matt aussehen lassen.  

Balayage: Nach wie vor sehr an­gesagt! Der Fri­seur malt die Strähnen mit einem Pinsel auf. Er hat dadurch mehr Gestaltungs­spielraum, kann Intensität und Verlauf der Coloration dosieren und mit High­-und Lowlights tolle Effekte setzen. Schont die Haarstruktur und sieht super natürlich aus. 

Ombré Hair: Die Begeisterung flacht nicht ab. Der Haartrend ist ziemlich wandelbar und scheint sich im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neu zu definieren. Im Sommer sind karamellbraune Spitzen zu brünettem Haar der unschlagbare Liebling. Schließlich sehen die heller getönten Spitzen aus, als wäre das Haar gerade frisch von Sommersonne geküsst. Im Herbst und Winter werden die Spitzen dann etwas feuriger: Von klassischen Rotnuancen bis hin zu Pastelltönen oder Neon-Spitzen. 

Granny Hair: Während ältere Frauen alles dafür tun, um ihre grauen Haare zu verstecken, setzen junge Frauen auf Pastellgrau. Durch pastellige Untertöne in Rosé, Violett oder Aprikose erhält die Haarfarbe einen frischen und modernen Look. 

Metallic Hair: Ob eisiges Silber, warmes Bronze oder kraftvolles Gold – die schimmernden Haarfarben sind absolute Eyecatcher! Wer es also besonders glanzvoll mag, sollte definitiv auf diesen Trend setzen.  

Babylights: Bei diesem Haartrend handelt es sich um superfeine Strähnchen. Vorbild sind die natürlichen Strähnchen in Kinderhaaren. Die Babylights geben dem Haar einen 3D-Effekt und lässt es voluminöser wirken, also perfekt bei feinem Haar. Wer seine Naturhaarfarbe nur etwas auffrischen möchte, liegt bei diesem Farbtrend genau richtig. 

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