Wie von der Sonne geküsst

Babylights: Strähnchen für einen natürlichen Look

Influencerin Janina Pfau mit Babylights im Haar und Streetstyle mit weißer Bluse in Hamburg  | © Getty Images | Jeremy Moeller
Babylights: Strähnchen für einen natürlichen Look
Foto: Getty Images | Jeremy Moeller

Ombre, Bronde, Balayage – ein Haartrend jagt den nächsten. Babylights könnten sich dagegen zu einem echten Dauerbrenner entwickeln. Die superfeinen Strähnchen sind perfekt für alle, die ein wenig Farbe und Veränderung in ihr Haar bringen wollen, ohne sich komplett von ihrer Naturhaarfarbe zu trennen. Denn Babylights sind in der Regel nur ein bis zwei Nuancen heller als die eigene Haarfarbe und sorgen so für einen natürlichen, frischen Look. Für wen die dezenten Strähnchen geeignet sind, mit welcher Technik sie gefärbt werden und welche Vorteile sie haben.

Was sind Babylights?

Unter Babylights versteht man feine, dezente Strähnchen, die einen natürlichen Look wie von der Sonne geküsst erzeugen. Sowohl optisch als auch namentlich sind Babylights von feinem Kinderhaar inspiriert, das in der Gesichtspartie meist etwas heller ist. Für ein optimales Ergebnis sollten die feinen Strähnchen nicht mehr als ein bis zwei Nuancen heller als die Ausgangshaarfarbe sein. Ähnlich wie bei Balayage arbeitet der Friseur Babylights meist von Hand mit einem Pinsel ins Haar ein. Auf diese Weise entstehen sanfte, natürliche Farbverläufe, die nahtlos ineinander übergehen. Einzelne kräftigere Highlights im restlichen Haar sorgen für einen strahlendes Finish.

Wie wird Babylights Hair gefärbt?

Für Babylights setzt der Friseur die Coloration etwa zwei Zentimeter unterhalb des Ansatzes an und lässt sie nach unten auslaufen. Für einen natürlichen Farbverlauf erhalten die Spitzen etwas mehr Farbe. Dafür benutzen Haarprofis verschiedene Techniken. Bei der Painting- oder Balayage-Technik werden die Highlights mit einem Pinsel freihändig in das Haar eingearbeitet. Um eine weiche Struktur zu erzielen, ist es wichtig, feine Strähnen zu kreieren und sie an den Konturen schräg zu setzen. So entsteht ein besonders individueller Look. Bei der Folientechnik werden die Strähnchen ganz klassisch in das Haar eingearbeitet und mit Alufolie umschlossen. Viele Farbexperten arbeiten mittlerweile mit Baumwollstreifen, sogenannten Biolights: Durch die natürliche Stoffstruktur können die Chemikalien besser atmen, der Färbeprozess ist langsamer und somit schonender für die Haare. Für sanfte Übergänge werden die Strähnen außerdem nicht komplett gefärbt, sondern nur leicht marmoriert.

Für alle Mutigen, die gerne selbst zum Pinsel greifen: In Drogerien gibt es spezielle Farb-Kits für zu Hause, mit denen man Babylights easy selber machen kann. Achtet darauf, keine zu helle Nuance zu wählen – ansonsten sehen die Strähnchen schnell unnatürlich aus.

Wie viel kosten Babylights?

Wie teuer professionell gefärbte Babylights sind, hängt vom Friseur ab. In der Regel liegen die Preise je nach Haarlänge und Zeitaufwand bei etwa 70 bis 300 Euro. Da die superfeinen Farbreflexe jedoch im Gegensatz zu normalen Highlights oder einer Balayage nicht so oft aufgefrischt werden müssen, ist die Färbetechnik insgesamt kostengünstiger – und schonender für die Haare.

Für welches Haar sind die feinen Strähnchen geeignet?

Babylights eignen sich besonders gut für normale sowie dünne Haare. Die verschiedenen Farbschattierungen sorgen für ein leichtes Contouring. Dieser 3D-Effekt sorgt dafür, dass die Haarstruktur an Tiefe gewinnt und die Frisur sofort griffiger und voluminöser erscheint. Besonders gut zur Geltung kommt die Technik bei langem Haar. Aber keine Sorge: Babylights Hair sieht auch bei einem kurzen Blunt Bob oder schulterlangen Stufenschnitt super aus. Auch die Haarfarbe spielt keine Rolle: Babylights für braune Haare sind genauso effektvoll wie bei einer blonden, schwarzen oder kupferroten Mähne. Wichtig ist lediglich, dass die feinen Strähnchen maximal ein bis zwei Nuancen heller als eure Naturhaarfarbe sind.

Haarfarben: Colorationen, Trends und Techniken

Haare gefärbt mit der Balayage-Technik | © Unsplash | Autri Taheri

Babylights für blonde Haare

Am beliebtesten sind Babylights bei Blondinen, denn die minimalen Reflexe verleihen hellem Haar einen gesunden Glanz und verpassen der Frisur einen Frischekick. Der Farbton der Highlights sollte mit dem Hautton und der Naturhaarfarbe harmonieren. Kühlen Hauttypen stehen eher kühle, aschige Töne wie Platin- oder Champagnerblond. Wärmere Hauttypen sollten auf warme Nuancen wie Gold- oder Honigblond setzen.

Babylights für braune Haare

Ob Aschbraun oder Haselnussbraun: Brünette Frauen können mit den leichten Farbakzenten im Haar schnell und einfach einen neuen Look kreieren. Welche Farbnuance für die perfekte Sun-Kissed-Optik sorgt, hängt vom individuellen Hautton und der Naturhaarfarbe ab. Fest steht: Je dunkler die Haare sind, desto schwieriger ist es, einen natürlichen Look zu zaubern. In der Regel ist braunes Haar dicker als blondes und muss daher intensiver gebleicht werden. Babylights können bei dunklen Haartypen deshalb schneller zu einem unnatürlichen Ergebnis führen. Begebt euch deshalb lieber in die Hände eines Profis, anstatt selbst mit Farbe und Pinsel zu experimentieren.

Vorteile von Babylights

Natürlicher geht es fast nicht: Die dezenten Mini-Highlights umschmeicheln sanft das Gesicht und stehen wirklich jeder Frau. Außerdem schummeln sie euch direkt ein paar Jährchen jünger.

Die leichten Farbakzente unterstreichen die natürliche Haarfarbe und wirken wie Sonnenreflexe in der Frisur. Dünnes Haar erscheint dank Babylights voluminöser. Ein weiterer Pluspunkt der Strähnchen-Technik: Sie ist absolut pflegeleicht. Durch die sanften Übergänge entsteht kein unschöner Ansatz, der ständig nachgefärbt werden muss. Außerdem reicht es, die Farbe zweimal pro Jahr auffrischen zu lassen. Regelmäßige Friseurbesuche sind somit überflüssig. Das heißt: Man spart Geld und strapaziert das Haar deutlich weniger. Und auch die Babylights rauswachsen zu lassen, ist kein Problem. Bereits nach kurzer Zeit entsteht ein natürlicher Ombre-Look.

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