Von Platin- bis Erdbeerblond

Blondierung: Tipps für eine schonende Aufhellung

Linda Tol mit blonden Haaren | © Getty Images | Claudio Lavenia
Blondieren ist nicht gleich Blondieren. Es gibt Tönungen, Intensivtönungen, Färbungen, man kann das komplette Haar färben oder nur Strähnchen.
Foto: Getty Images | Claudio Lavenia

Blond ist nicht gleich blond: Die Palette reicht von Platinblond über Champagnerblond bis hin zu Honig- oder Erdbeerblond. Bei der beliebten Haarfarbe gibt es mittlerweile zahlreiche Trendnuancen, Farbtöne und Techniken. Ob eine Coloration, Strähnchen oder Balayage die richtige Technik für den gewünschten Blondton ist, welche Nuance dem eigenen Typ schmeichelt und Pflegetipps für blondierte Haare.

Diese Techniken zur Blondierung gibt es

Ihr wollt eure Haare blond färben? Im Grunde wird beim Blondieren gar nicht gefärbt, sondern dem Haar die Farbpigmente entzogen. Dafür wird Wasserstoffperoxid aufgetragen, welches die Schuppenschicht öffnet und die Oberfläche des Haares aufraut. Die chemische Substanz dringt in das Innere des Haares ein und baut dort die natürlichen Farbpigmente ab. Soweit die Theorie des klassischen Blondierens. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Techniken entwickelt, die das Aufhellen der Haare schonender und natürlicher gestalten.

Coloration für blonde Haare

Wer sich erst einmal vorsichtig an blonde Haare herantasten möchte und die Haare dabei nicht zu sehr belasten will, sollte auf eine Coloration zurückgreifen. Diese hellt die Haare maximal zwei Nuancen auf und strapaziert die Haare somit nicht ganz so stark. Auch um einen besonderen Farb-Effekt mit beispielsweise Gold- oder Rotreflexen zu schaffen, eignen sich die leichten Tönungen.

Mit Strähnen und Balayage zu natürlichem Blond

Will man die Haare gleich um mehrere Nuancen aufhellen, eignen sich Strähnchen besonders gut. Anders als bei einer kompletten Blondierung sieht das Ergebnis natürlicher aus. Zudem ist die Strähnchen-Technik etwas schonender zu den Haaren. Nach dem Blondieren können die Strähnchen mit speziellen Spülungen noch goldiger oder kühler hervorgehoben werden. Beliebt ist außerdem die Balayage-Technik. Die blonden Highlights werden freihändig in die Längen des Haars gepinselt. Die hellen Highlights werden nicht bis zum Ansatz gefärbt, sodass das Ergebnis besonders natürlich wirkt und regelmäßiges Nachfärben des Ansatzes nicht nötig ist.

Olaplex Blondierung

Als besonders sanfte Blondierungstechnik gilt Olaplex. Der patentierte Pflege-Wirkstoff Olaplex Nr. 1 wird gemeinsam mit dem Färbemittel auf die Haare gegeben. Das Treatment verspricht die Haare schon während des chemischen Prozesses zu pflegen und damit Haarschäden durch Blondierung vorzubeugen. Nach dem Einwirken der Blondierungspaste wird mit Olaplex Nr.2 eine Intensivmaske auf die Haare gegeben. Das Olaplex-Treatment verspricht auch dunklere Haare zu blondieren, ohne dabei die Haarstruktur dauerhaft zu schädigen. Mittlerweile gibt es die gehypte Pflege (Olaplex Nr. 3) auch für zuhause und kann bei jedem blondiertem Haar angewendet werden.

Haarfarben: Colorationen, Trends und Techniken

Haare gefärbt mit der Balayage-Technik | © Unsplash | Autri Taheri

Blondierungssprays zum Haare aufhellen

Wer bereits von Natur aus dunkel- oder aschblondes Haar hat und diese nur leicht aufhellen möchte, kann zu speziellen Blondsprays, Shampoos oder Conditionern greifen. Diese werden ein- bis zweimal die Woche gleichmäßig in den Ansatz gegeben. Meist enthalten die Produkte Zitronenextrakte oder verschiedene Säuren welche die Haare nach und nach aufhellen. So verlockend es klingt: die DIY-Blondierung ist nicht ganz ohne. Der chemische Prozess des Blondierens hält dauerhaft an, sodass die Haarstruktur stark beansprucht wird und der Helligkeitsgrad nicht exakt festlegen werden kann.

Selbst blondieren oder lieber zum Friseur?

Da beim Blondieren mit Chemikalien gearbeitet wird, die in die Haarstruktur eindringen, sollte man am besten einen Profi ranlassen. Ein Friseur hilft dabei, den richtigen Blondton zu finden und kann anhand der Haarstruktur festlegen, welche Blondierung und welche Technik sich eignet. Färbt man selbst, besteht die Gefahr, dass die Farbe zu lange oder nicht lange genug auf dem Kopf einwirkt. Das Ergebnis: fleckige, ungleichmäßig gefärbte Haare, ein unliebsamer Rot-/Orangestich oder kaputte und abgebrochene Haare.

DIY: Haare selbst aufhellen

Wen das nicht abschreckt und trotzdem lieber selbst Hand anlegen will, sollte zu einer Intensivtönung greifen und die Gebrauchsanweisung sorgfältig durchlesen. In der Anleitung steht, wie lange ihr die Blondierung einwirken lassen und in welchem Verhältnis ihr die Blondierung mischen müsst.

Welche Blondierung ist die Beste? Eine Frage, die sich viele Frauen stellen, die zuhause blondieren wollen. Diese lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten, sondern hängt ganz vom gewünschten Ergebnis und der individuellen Haarstruktur ab. Wichtig ist, die Haare nicht zu sehr zu strapazieren und nur wenige Nuancen heller zu färben. Sehr dunkles, strapaziertes oder dauergewelltes Haar solltet ihr nicht noch zusätzlich blondieren. Die beste Ausgangslage bieten maximal mittelbraune gut gepflegte und gesunde Haare.

Pflegetipps: Das brauchen blondierte Haare

Pflege ist bei blondierten Haaren alles. Aufgehellte Haare müssen sorgfältiger und intensiver gepflegt werden als andere Haarfarben. Damit die Haare lange strahlend und frisch aussehen, solltet ihr zu reichhaltigen Pflegeprodukten greifen, die auf blondes Haar abgestimmt sind. Regelmäßige Haarkuren und Haaröl in den Spitzen schützt zudem vor dem Austrocknen.

Spezielle Shampoos mit silbernen oder lila Farbpigmenten reduzieren bei kühlen Blondtönen den Gelbstich. Am besten bei jeder zweiten oder dritten Haarwäsche anwenden, danach strahlt die Haarfarbe wieder in alter Frische.

Mit frisch blondierten Haaren solltet ihr Chlor und Salzwasser meiden. Ansonsten kann es passieren, dass der Blondton einen Grünstich bekommt. Falls es doch einmal dazu kommt, ein Tipp vom Profi: einfach eine Aspirin-Tablette in Wasser auflösen und in das Haar einmassieren. Zudem solltet ihr eure Spitzen regelmäßig nachschneiden lassen.

Welches Blond passt zu welchem Hauttyp?

Ob euch ein kühler oder warmer Ton steht, könnt ihr einfach herausfinden. Erscheinen die Venen auf der Unterseite des Handgelenks bläulich, seid ihr ein kühler Typ und euch stehen aschblonde, platinblonde oder weißblondes Haarfarben. Erscheinen die Venen eher grünlich, seid ihr ein warmer Typ und rötliche, goldene Untertöne wie etwa Honigblond, Erdbeerblond oder Champagnerblond passen zu euch. Im Grunde gilt: je heller der Teint, desto heller sollten die Haare sein. Je dunkler die Hautfarbe ist, umso dunkler können auch die Haare sein.

 

Angesagte Farbnuancen bei blondierten Haaren

Platinblond

Platinblond steht besonders Frauen mit einem kühlen Hautton. Ein Porzellanteint lässt die helle Haarfarbe erst so richtig strahlen.

Champagnerblond

Der kühle Blondton spiegelt – wie sein Name bereits verrät – die Farbe des feinperligen Getränks wieder. Champagnerblond ist ein sehr helles Aschblond und passt optimal zu blassen Hauttypen.

Goldblond

Ein warmes Goldblond steht besonders Frauen mit einem warmen Hautton. Für ein natürliches Finish werden goldene Strähnchen in die Längen und Spitzen eingearbeitet.

Karamellblond

Für ein strahlendes Karamellblond werden Strähnchen in verschiedenen Helligkeitsstufen kombiniert. Das sorgt für einen frischen und schimmernden Look, der in schönen goldenen Nuancen erstrahlt.

Honigblond

Ein Mix aus Honig und Kupfer gibt den Haaren einen warmen Blondton, der besonders gut mit dunkleren und wärmeren Hauttypen harmoniert. Aber auch bei blassen Gesichtern sorgt er für mehr sommerliche Frische.

Erdbeerblond

Goldene, helle Rottöne erzeugen ein modernes und sehr elegantes Blond. Die Farbabstufungen des Erdbeerblonds reichen von sonnigem Orange bis zu kühlem Rosé und stehen besonders Frauen mit einem hellen, leicht rosigen Teint.

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