Fitness-Trend

Trampolin: Springt euch schlank!

Jumping Fitness | © iStock
Jumping Fitness bereitet so viel Spaß und Freunde!
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Mehr Sport im neuen Jahr? Mit einem Trampolin könnte aus diesem Vorsatz ein neues Hobby werden. Alle wichtigen Infos zum neuen Fitness-Trend!

Nach einem anstrengenden Tag noch eine Runde im Park drehen? Gute Idee, wäre da nicht die innere Stimme, die gerade im Winter nörgelt: Zu kalt. Zu nass. Zu anstrengend. Um einiges verheißungsvoller – selbst für Netflix-Athleten: eine Session auf dem Trampolin. Nein, nicht auf einem dieser gigantischen Teile, mit denen Deutschlands Vorgärten gepflastert sind. Sondern auf einem Fitness-Trampolin für zu Hause, das einen Durchmesser von 90 bis 137 Zentimeter hat und damit in jede Wohnung passt.

Das Tolle: Schon nach dem ersten Sprung kommt Hüpfburg-Feeling auf, der Bauch kribbelt, man fühlt sich sofort in die Kindheit zurückkatapultiert. „Das Schwingen und Springen macht gute Laune. Man kann sich das so vorstellen: Werden die Nebennieren geschüttelt, produzieren sie jede Menge Glückshormone“, erklärt der Personal Coach Manuel Eckardt aus Hessen. Beziehungs- und Jobstress? Boing, boing, weg!

Das Rebounding – wie das rhythmische Auf und Ab im Fachjargon heißt – entspannt nicht nur, es soll eine der gelenkschonendsten Sportarten sein, die zudem alle Muskelgruppen trainiert und damit maximalen Fitnesserfolg verspricht. Dass Trampolinspringen effektiver ist als Laufen, fand die NASA schon in den 80er- Jahren heraus. Neueste Studien belegen jetzt sogar, dass die Sauerstoffaufnahme (auch in geschlossenen Räumen) bei einer Trampolin-Session doppelt so hoch ist wie beim Joggen. Und diesen Sauerstoff brauchen Zellen (z.B. Muskelfasern) dringend, um aktiv zu werden. Deshalb sei die Liste der positiven Auswirkungen auf den Körper auch so lang, erklärt Lucie Blaha, Trampolin-Expertin und Präventologin.

Bereits zehn Minuten täglich sollen nachhaltig den Fettstoffwechsel ankurbeln, das Bindegewebe straffen, Muskeln aufbauen, die Ausdauer verbessern sowie den Blutdruck und Insulinspiegel senken. In einer Stunde könne man laut Trainerin Felia Witt von der Berliner Jumping Fitness AG je nach körperlicher Statur und Intensität sogar bis zu 1000 Kalorien verbrennen. Wie bei anderen Sportarten auch, sanft anfangen und sich nach und nach steigern. Wer einen Bandscheibenvorfall hat oder stark übergewichtig ist, schwingt lieber, statt zu springen. Die Füße bleiben dabei auf der Matte, trotzdem seien so bis zu 120 Schwingungen pro Minute drin. Fortgeschrittenen ist keine Grenze gesetzt.

Das Trampolin bildet die elastische Grundlage, auf der Bauch- und Rückenübungen genauso ausgeführt werden können wie Jumping Fitness, ein High-Intensity-Workout, das den Puls schon mal zur Maximalgrenze treiben kann. Was man bei jedem Trampolin-Workout beachten sollte, ist die richtige Körperhaltung. Um keine einseitigen Belastungen zu riskieren, empfiehlt Lucie Blaha: Hüftbreit stehen, Rücken und Kopf gerade halten, Schulterblätter nach unten ziehen, Bauch anspannen, Becken leicht nach hinten kippen, ohne ins Hohlkreuz zu fallen, und die Knie sanft beugen. 

Wer erst mal unter Anleitung ein Gefühl fürs Trampolin bekommen möchte, besucht Kurse im Fitnessstudio oder in Trampolin-Hallen, die es mittlerweile in vielen größeren Städten gibt. „Durch die Gruppendynamik kommt man in Schwung, außerdem lernt man laufend neue Choreografien“, sagt Daniel Millet, Trainer und Inhaber von „Trampolin Pro“ in München. 

Ganzkörper-Workout

Grundhaltung einnehmen, also hüftbreit stehen, Rücken gerade, Bauch anspannen, Knie leicht anwinkeln, Kopf aufrecht halten. Circa zwei Minuten langsam auf der Stelle marschieren, Arme mitschwingen, dann Intensität steigern. Dabei die Knie Richtung Bauch ziehen und die Körperspannung halten, trainiert zusätzlich den Po. 

Illustration Frau auf Trampolin. | © IZABE.LA
Die Grundhaltung.
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Arme rechtwinklig an den Körper legen, Rücken gerade, Bauch einziehen, Knie leicht beugen. Mindestens schulterbreit auseinanderspringen und die Arme gleichzeitig auf Schulterhöhe heben. Beine wieder schließen, Arme anlegen, wieder- holen. Nach circa 30 Sekunden schneller werden und zwei Minuten durchhalten. 

Illustration Frau auf Trampolin. | © IZABE.LA
Trampolin-Übung: Jumping Jack. 
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In der Mitte der Matte stehen und sanft schwingen. Leicht hochspringen, Oberkörper stabil halten und nur die Hüfte und Beine nach links drehen, Füße bleiben parallel, die Arme schwingen nach rechts. In die andere Richtung wiederholen. Allmählich schneller werden und circa drei Minuten durchhalten – sorgt für eine schmale Taille. 

Illustration Frau auf Trampolin. | © IZABE.LA
Trampolin-Übung: Twist.
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