Auf die Mandeln, fertig, los!

Mandelmus selber machen - so geht's

Glas mit Mandelmus von oben | © iStock | Sohadiszno
Statt Nutella lieber selbstgemachtes Mandelmus aufs Brot - ist mindestens genauso lecker, aber viel gesünder!
Foto: iStock | Sohadiszno

Mandelmus ist die gesunde Alternative zu Schokoaufstrich - und mindestens genauso lecker. Nicht nur als Brotauftstrich lassen wir es uns schmecken, auch als Topping für Smoothie-Bowls, Porridge, Eis, Früchte oder Pfannkuchen schmeckt es vorzüglich. Und auch deftigen Currys oder Nudelgerichten verpasst es eine nussige Note. Besonders lecker ist es natürlich selbstgemacht. Einmal ausprobiert, wird man es immer wieder tun. Versprochen!

Warum ist Mandelmus so gesund?

Mandeln sind gesund und stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe. Sie punkten neben viel Magnesium (gut gegen Stress!) mit pflanzlichem Eiweiß (besonders für Vegetarier und Veganer!) und sind außerdem reich an B-Vitaminen (gut für die Nerven!), Kalzium und Folsäure. Nicht zu vergessen: der hohe Ballastoffanteil, der lange sättigt, den Blutzucker stabil hält und so Heißhunger-Attacken vorbeugt.

Kein Wunder also, dass Mandeln und das daraus gewonnene Mandelmus bei vielen Vegetariern und Veganern schon lange ganz oben auf der Einkaufsliste steht. Im Gegensatz zu künstlich hergestellten Schoko-Aufstrichen ist es nämlich frei von Zusatzstoffen, Gluten, Zucker, Laktose, Soja und Ei. Einziger Haken: Im Handel muss man für ein Glas Mandelmus locker zehn Euro oder mehr locker machen. Da lohnt es sich tatsächlich Mandelmus selber zu machen - mit unserem Rezept geht's auch ganz schnell und einfach!

Braunes vs. weißes Mandelmus

Im Handel findet man sowohl braunes als auch weißes Mandelmus. Die helle Variante besteht aus blanchierten (geschälten), ungerösteten Mandeln. Braunes Mandelmus wird aus gerösteten, ungeschälten Mandeln hergestellt. Das erklärt auch, warum das dunkle Mus etwas nussiger und kräftiger schmeckt - der Geschmack von weißem Mandelmus ist milder und süßlicher. Für welche Variante man sich entscheidet, bleibt dem individuellen Geschmack überlassen. Aus gesundheitlicher Sicht empfiehlt sich das braune Mandelmus. Da hier die Mandelhaut nicht entfernt wurde, liefert es etwas mehr Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe.

Mandelmus - das Basis-Rezept

Um Mandelmus selber zu machen, braucht es nicht viel. Neben Mandeln, Salz und nach Belieben etwas Zimt oder Vanille ist jedoch ein Hochleistungsmixer notwendig. Mit einem herkömmlichen Pürierstab kommt man nicht weit und die gewünschte cremige Konsistenz wird nur mit leistungsstarken Mixern erreicht. Für braunes Mandelmus verwendet man ungeschälte Mandeln, für weißes Mandelmus blanchierte, also geschälte. 

Zutaten:

  • 500 g Mandelkerne 

  • 1 Prise Salz

  • evtl etwas Zimt oder Vanille

Zubereitung

  • Den Backofen auf 150 Grad bei Ober-/Unterhitze für ca. 5 Minuten vorheizen. Die Mandeln auf ein Backblech legen und für ca. 5-7 Minuten rösten. Danach kurz auskühlen lassen.

  • Die Mandeln in einen Hochleistungsmixer oder Food Processor geben.

  • Auf höchster Stufe fein zermahlen - so lange, bis eine cremige Konsistenz entsteht - das kann 10-15 Minuten dauern.

  • Zwischendurch immer mal wieder anhalten und die Nussmasse von den Seitenwänden mit dem Stopfer nach unten drücken - es erfordert ein wenig Gelduld, bis aus dem Nussmehl eine Creme entsteht - aber es lohnt sich!

  • Ist das Mandelmus nach 10-15 Minuten mixen immer noch zu dick, etwas Öl (nur sehr wenig!) hinzugeben. Nach Belieben mit etwas Vanille oder Zimt verfeinern.

  • Das Mandelmus in sterilisierte Einmach-Gläser füllen. So hält es sich wochenlang. 

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Gesunde Salatbowl | © iStock | Lilechka75

Tipps, wie das Mandelmus noch besser wird

  • Wer die Mandeln vor dem Mixen für einige Minuten im Backofen röstet, holt das volle Nussaroma raus.

  • Je leistungsstärker der Mixer, desto besser wird am Ende das Nussmus - mit einem Pürierstab kommt man nicht weit

  • Geduldig sein und den Mixvorgang immer mal wieder unterbrechen, um die Mandeln vom Rand in die Mitte des Mixers zu schieben

  • Niemals Wasser dazugeben, wenn die Masse zu fest wird - lieber einen Schluck Öl - zum Beispiel Lein- oder Walnussöl

  • Man kann das Mandelmus nach dem eigenen Gusto verfeinern - zum beispiel mit Zimt, Vanille, Ahornsirup oder Honig. Auch lecker: klein gehackte Mandeln oder Kakao-Nibs!

Haltbarkeit von Mandelmus

Mandelmus ist in der Regel sehr lange haltbar. Abgefüllt in sterilisierte Einmachgläser hält es sich einige Wochen und Monate, idealerweise lagert man es an einem dunklen und kühlen Ort. Setzt sich nach einiger Zeit etwas Öl auf dem Mus ab, ist das kein Grund zur Sorge. Ganz im Gegenteil: Der Ölfilm schützt das Mandelmus davor, schlecht zu werden. Nach dem Öffnen einfach verrühren (auf keinen Fall abschütten!) - und genießen.

Leckere Varianten zum Grundrezept: Cashewmus, Erdnussmus, Macadamiamus

Natürlich gelingt das leckere Mus-Rezept nicht nur mit Mandeln, auch mit Cashews, Erdnüssen oder Macadamia-Nüssen lassen sich so leckere Aufstriche herstellen. Auch hier empfiehlt es sich, die Nüsse vorher kurz anzurösten um das volle Aroma aus ihnen herauszukitzeln. Unser Favorit: Macadamiamus mit einer Prise Meersalz verfeinert.

Aber Vorsicht: So gesund Nussmus auch sein mag, übertreiben sollte man es lieber nicht. In 100 Gramm stecken locker 600-700 Kalorien, die sich sonst schnell auf den Hüften bemerkbar machen.

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