Abnehmen nach Bauchgefühl

Intuitiv essen: Dem Bauchgefühl folgen und Diäten vergessen

Beim intuitiven Essen sind Verbote verboten! | © iStock | romrodinka
Essen ohne schlechtes Gewissen: Beim intuitiven Essen sind Verbote verboten!
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Intuitiv essen, ohne strikte Essensregeln oder Verbote, einfach zu Lebensmitteln greifen, nach denen es einem gelüstet - und dabei auch noch abnehmen? Glaubt man dem Ansatz von Elyse Resch und Evelyn Tribole aus den USA, dann ist das der Königsweg zu einem schlanken und gesunden Körper. Und das ohne Diäten, Stress und Hungergefühl.  

Intuitives Essen – lernen, auf den Körper zu hören 

Die Diät-Mentalität ist in den Köpfen vieler Frauen fest verankert. Für jeden Bissen werden bewusst oder unterbewusst Kalorien mitgezählt, kaum eine Frau, die sich nicht schon mal mit der neuesten Trenddiät kasteit hätte, um ein paar Kilo zu verlieren. Schokolade wird nur mit schlechtem Gewissen verspeist. Diese emotional-belastete Einstellung zum Essen wollen zwei Frauen aus den USA durchbrechen. 

Die Ernährungstherapeutin Elyse Resch und Ernährungstherapeutin Evelyn Tribole propagieren mit ihrem Konzept des intuitiven Essens eine neue, gesündere Essmentalität - ganz ohne Reue und Kalorienzählen. Dafür mit viel Genuss und Gefühl für den eigenen Körper. Denn der sagt uns angeblich ganz von selbst, was er braucht, um schlank und gesund zu bleiben. Stichwort "angeborene Körperintelligenz". Auf den eigenen Körper und seine Bedürfnisse hören, dann purzeln die Kilos angeblich von alleine. Intuitiv Essen bedeutet demnach intuitiv abnehmen. 

10 Prinzipien beim intuitiven Essen bzw. Abnehmen 

  1. Diätmentalität ablegen 

  1. Hunger erkennen 

  1. Frieden mit dem Essen schließen 

  1. Der Essenspolizei den Kampf ansagen 

  1. Sättigung spüren 

  1. Genuss entdecken 

  1. Gefühle ohne Einsatz von Essen bewältigen 

  1. Den Körper respektieren 

  1. Bewegung 

  1. Mit sanfter Ernährung die Gesundheit erhalten 

Haben wir intuitives Essen verlernt? 

"Essen, wenn man hungrig ist" und "aufhören, wenn man satt ist".

Auf den Punkt gebracht, sagen das diese Prinzipien aus. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn die Mehrheit hat verlernt auf die wirklichen Bedürfnisse des eigenen Körpers zu hören. Zu sehr werden unsere Ernährungs-Entscheidungen durch Medienberichte über neue Wunderdiäten, Kalorienfakten, Werbung oder anderes gefährliches Halbwissen beeinflusst. Dieses Gedankenkarussell zu durchbrechen und tatsächlich zu den Lebensmitteln zu greifen, die den eigenen körperlichen Bedürfnissen entsprechen, ist daher eine nicht zu verachtende Herausforderung. 

Verbote sind beim intuitiven Essen verboten  

Wer immer noch zweifelt: Ja, intuitives Essen bedeutet, dass man ohne schlechtes Gewissen Schokolade oder Chips essen darf – aber man sollte sie nicht nebenbei snacken. Bewusst schmecken, eventuell die Augen dabei schließen, eben genießen. Denn auch das haben viele in der Hektik des Alltags verlernt.

Doch Genuss lässt sich trainieren – und plötzlich giert der Körper nicht mehr nach einer ganzen Tafel Schokolade – man kann sich auch mit einigen Stücken zufrieden geben. Denn man dürfte ja jederzeit wieder ein Stück essen – wer es schafft sich aus dem Gedankenkarussell verbotener oder "schlechter weil kalorienreicher" Lebensmittel zu befreien, nimmt den ehemals negativ besetzten Lebensmitteln ihren Reiz. Und der Heißhunger wäre damit auch gegessen. 

Die Gier nach ungesunden Lebensmitteln verschwindet 

Hört sich zu schön an, um wahr zu sein? Bis man tatsächlich so weit ist, kann es auch ein langer Weg sein. Doch er lohnt sich. Anhänger der Philosophie berichten, dass der Körper nach einer Umstellungsphase, die unterschiedlich lang ausfallen kann, immer mehr nach gesunden Lebensmitteln verlangt. Zu Beginn greift man noch häufig zu Fast Food oder Süßigkeiten und genießt die neue Ess-Freiheit, doch die Gier nach Fettigem und Süßem legt sich – sollte man doch mal Verlangen danach haben, wird dieses einfach gestillt.  

Warum man sich ein Beispiel an Kindern nehmen sollte

Kinder werden gerne als positives Beispiel für intuitives Essen angeführt. Ihr Verhältnis zu Lebensmitteln ist in aller Regel noch völlig unbelastet und Ernährungsentscheidungen werden ausschließlich nach körperlichem Verlangen gestillt. Denn auch das ist ein Problem vieler Erwachsener: Gefühle werden mit Essen bewältigt. Als Belohnung für einen anstrengenden Arbeitstag kommt am Abend eine Pizza auf den Teller, bei Frust oder Stress muss Schokolade her. Diese Routinen sollen durchbrochen werden.  

Statt einer Pizza gibt's dann eine entspannende Massage als Belohnung für einen stressigen Arbeitstag, bei Ärger und Frust kann eine powergeladene Sporteinheit für Ausgleich sorgen. Denn auch Bewegung ist eines der Prinzipien beim intuitiven Essen. Es müssen keine High Intensity Einheiten absolviert werden – Feel Good Fitness ist angesagt. Bewegung, die dem Körper und dem Geist gut tut! Das kann neben Yoga, Laufen oder Schwimmen auch einfach ein entspannender Spaziergang am Abend sein.  

Noch mehr Infos gibt's im Buch "Intuitiv abnehmen: Zurück zu natürlichem Essverhalten" von Elyse Resch und Evelyn Tribole weiterschmökern:

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