Der Diät-Plan der Sängerin

Sirtfood-Diät: Abnehmen wie Adele

Sängerin  Adele bei den Grammy Awards | © gettyimages.de | Axelle/Bauer-Griffin
Sängerin Adele hat mit der Sirtfood-Diät über 45 Kilo abgenommen.
Foto: gettyimages.de | Axelle/Bauer-Griffin

Adele ist zurück! Die britische Sängerin feiert nach sechs Jahren Pause endlich ein Comeback. Mit "Easy On Me" erschien die erste Single ihres neuen Albums "30". Und es wird noch besser: Das neue Album kündigt Adele bereits für den 19. November an. Während es musikalisch zuletzt ruhig um die Balladen-Sängerin war, war vor allem Adeles Figur im letzten Jahr ein großes Thema. Ganze 45 Kilo Gewicht hat Adele verloren. Zu verdanken hat sie das einem straffen Sportprogramm - und der sogenannten Sirtfood-Diät. Wir haben die Adele Diät für euch genauer unter die Lupe genommen. 

Adeles neue schlanke Figur machte Schlagzeilen

Mit diesem Instagram-Foto sorgte Adele im vergangenen Jahr für Aufregung unter ihren Fans. Darauf zeigt sich die Sängerin so schlank wie nie. Seitdem ist die "Adele Diät" in aller Munde. Welches Konzept dahinter steckt und wie ein typischer Ernährungsplan aussehen kann, erfahrt ihr hier!

Was ist die Sirtuin Diät?

Das von den US-amerikanischen Ernährungswissenschaftlern Aidan Goggins und Glen Metten entwickelte Konzept setzt ähnlich wie andere Low-Carb-Diäten vor allem auf Proteine für den Gewichtsverlust. Genau genommen auf Sirtuine. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Proteinen, denen nachgesagt wird, dass sie den Fettabbau fördern, die Zellen schützen, Krankheitserreger abwehren und sogar den Alterungsprozess verlangsamen können. Außerdem sollen sie Heißhunger vorbeugen, den Muskelaufbau unterstützen und das Immunsystem stärken. Grundlage des Ernährungs-Prinzips ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass bestimmte pflanzliche Substanzen die Aktivität der körpereigenen Sirtuine ebenso ankurbeln wie das Fasten. Bedeutet im Klartext: Man muss nicht verzichten, sondern lediglich auf die richtigen Lebensmittel setzen.

Die wichtigsten Sirtfoods zum Abnehmen

Um bestmöglich von der Power der Sirtuine zu profitieren, müssen täglich sirtuinhaltige Lebensmittel und Gewürze auf dem Speiseplan stehen. Dazu zählen beispielsweise grüner Tee, Chili, Kurkuma, Grünkohl, Äpfel, Blaubeeren, Kapern oder Petersilie. Selbst Rotwein und Zartbitterschokolade sind aufgrund des hohen Sirtuin-Anteils im Rahmen der Diät erlaubt. Ergänzt werden die vorwiegend pflanzlichen Nahrungsmittel durch bewährte Proteinquellen wie Sojaprodukte, helles Fleisch oder Eier. Stärkehaltige Nahrungsmittel wie zum Beispiel Kartoffeln, Nudeln oder Brot sind dagegen tabu. Genauso wie Süßigkeiten, Fast Food oder stark verarbeitete Lebensmittel.

Bei diesen sirtuinhaltigen Lebensmitteln sollte man im Rahmen der Diät zugreifen:

  • Gemüse: Brokkoli, Grünkohl, Blattgemüse, Knoblauch, Auberginen, rote Zwiebeln, Artischocken, Spargel, Pak Choi, Chicoree, Sellerie

  • Obst: Beerenobst, dunkle Weintrauben, Zitrusfrüchte, Datteln, Äpfel

  • Gewürze: Chili, Kurkuma, Süßholzwurzel, Ingwer, Thymian, Minze, Petersilie, Liebstöckel, Oregano, Salbei, Schnittlauch

  • Fette: Olivenöl (extra vergine), Walnüsse und Cashewkerne

  • Getränke: Grüner Tee, Kaffee, Rotwein, Kakao

  • Außerdem erlaubt: Zartbitterschokolade (mindestens 85 Prozent Kakaoanteil), Quinoa, Buchweizen, 

Mehr als 1500 Kalorien pro Tag sollten es bei der Sirtfood-Diät allerdings nicht sein. An den ersten drei Tagen sollte man sich sogar auf 1000 Kalorien beschränken.

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Frau schlürft grünen Smoothie mit Strohhalm | © iStock | FGorgun

Die 3 Phasen der Sirtfood-Diät

Laut den Erfindern Googins und Matten kann man mit der Sirtfood-Diät bis zu drei Kilo in der Woche verlieren - vorausgesetzt man hält sich an den strikten Diät-Plan, der sich in drei Phasen aufteilt. Wer außerdem Sport wie Adele treibt, kurbelt den Kalorienverbrauch zusätzlich an und verliert noch schneller überschüssige Pfunde.

Phase 1

Die erste Phase dauert drei Tage und ähnelt dem Fasten. Erlaubt sind lediglich 1.000 Kalorien täglich in Form von Säften, um den Körper zu entgiften und den Selbstreinigungsprozess der Zellen zu aktivieren. Entsprechend darf man während der drei Tage drei grüne Smoothies oder Säfte trinken sowie eine Sirtfood-Mahlzeit essen.

Phase 2

In der zweiten Phase erhöht sich die tägliche Kalorienzufuhr auf 1.500 Kalorien. Jeden Tag gibt es zwei Säfte und zwei Hauptmahlzeiten aus sirtuinreichen Lebensmitteln. Die Pase wird beendet, wenn das Wunschgewicht erreicht ist. 

Phase 3

Die dritte und letzte Phase dient dann der Stabilisierung des neuen Gewichts. Sie sollte als nachhaltige Ernährungsumstellung angesehen werden, um nicht in alte Muster zu verfallen. 1800 Kalorien sind nun erlaubt. Sirtuinreiche Lebensmittel sollten weiterhin ein großer Bestandteil sein, außerdem sollte man auf eine reichhaltige Eiweißaufnahme achten. Das hält lange satt und verhindert so Heißhunger-Attacken und den gefürchteten Jojo-Effekt.

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Beeren Smoothie von oben fotografiert | © iStock | alfonso90

Ernährungsplan für die Sirtfood-Diät

Ein beispielshafter Ernährungsplan für die erste Phase der Sirtfood-Diät sieht drei Sirtfood-Smoothies und eine Sirtfood-Hauptmahlzeit vor, die man idealerweise Mittags zu sich nimmt. Das könnte beispielsweise so aussehen:

Rezept für einen Sirtfood-Smoothie

  • drei große Blätter Grünkohl

  • 50 Gramm Rucola

  • zwei Stangen Sellerie

  • ein kleiner grüner Apfel

  • Saft einer Zitrone

  • etwas Petersilie und Liebstöckel

  • 1/2 Teelöffel Matcha Pulver

Zubereitung: Alle Zutaten im Mixer pürieren. Je nach gewünschter Intensität kann man den Smoothie mit Wasser strecken. Am Abend besser auf Matcha verzichten, da er belebend wirkt. Ansonsten den Matcha lieber erst kurz vor dem Trinken einrühren.

Rezept für eine Sirtfood-Hauptmahlzeit: Kurkuma-Hähnchen mit Buchweizen

  • 150 Gramm Hähnchenbrust

  • Kurkuma, Curry, Koriander, Olivenöl

  • 70 Gramm Buchweizen

  • 30 Gramm Grünkohl

  • 30 Gramm Sellerie 

  • 1/2 rote Zwiebel

  • 50 ml Hühnerbrühe, 100 ml Kokosmilch

  • ein paar Walnüsse zum Garnieren

Zubereitung: Das Hähnchen in mundgerechte Stücke schneiden, anschließend mit Olivenöl und Kurkuma eine Stunde marinieren. Den Buchweizen nach Packungsanweisung kochen, den Grünkohl und den Sellerie für die letzten 5-7 Minuten der Kochzeit hinzufügen. Alles abtropfen lassen.

In einer Pfanne die Zwiebeln in Olivenöl glasig braten, das marinierte Hähnchen dazu geben und gut durchbraten. Mit Curry, Kurkuma und Koriander würzen, Brühe und Kokosnussmilch hinzufügen und aufkochen. Mit dem Buchweizen-Gemüse-Mix mischen und einige Walnüsse darüberbröseln!

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Das sagt die Wissenschaft zur Adele Diät

Die Sirtfood-Diät ruft aber auch Kritiker auf den Plan. Und das zu Recht. Denn dass man mit der Diät abnimmt, ist eigentlich wenig verwunderlich, da sie stark kalorienreduziert ist. Mit nur 1000 Kalorien in den ersten Tagen und 1500 Kalorien in der zweiten Phase schreiben Kritiker den Gewichtsverlust daher nicht unbedingt den Sirtuinen zu, deren Wirksamkeit zudem nicht wissenschaftlich belegt ist. Auch das empfohlene Sportprogramm trägt seinen Teil dazu bei, dass die Pfunde schnell purzeln. So soll Sängerin Adele beispielsweise täglich 60 Minuten beim Intervalltraining oder Pilates geschwitzt haben. Damit wäre die neue Trend-Diät nichts anderes als der bewährte Ratschlag, weniger Kalorien aufzunehmen und mehr Sport zu treiben. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Denn über mehrere Wochen kann ein zu hohes Kaloriendefizit dazu führen, dass der Stoffwechsel sinkt. Der Jojo-Effekt ist dann vorprogrammiert!

Adele trainiert inzwischen dreimal am Tag, wie sie in einem aktuellen Interview mit der "Vogue" verrät. "Es ging nie darum, Gewicht zu verlieren", erzählte sie. Stattdessen wollte die 33-Jährige ihren Körper "physisch stark machen" und sich dadurch auch mental gut fühlen. 

Positiv ist, dass die Sirtfood-Diät eine ausgewogene, nährstoffreiche und vor allem natürliche Ernährung mit viel pflanzlicher Kost fördert - und daran gibt es wirklich nichts zu meckern! Ganz im Gegenteil. Aus gesundheitlichen Gründen spricht daher in der Regel nichts gegen eine vorübergehende Ernährung nach dem Sirtfood-Prinzip. 

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